FAZ GmbH weist wieder Gewinn aus - Im Frühjahr kommt die "Frankfurter Allgemeine Woche" an den Kiosk

02.03.2016
 

Nach den Verlusten in den Vorjahren kann die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH für das Jahr 2015 wieder einen Gewinn ausweisen. Dies gab der Vorsitzende der "FAZ"-Geschäftsführung, Thomas Lindner, bekannt. Im Frühjahr startet die "FAZ" ein Wochenmagazin für junge Leser.

Die FAZ-Geschäftsführung geht davon aus, der Gesellschafterversammlung im Sommer "eine gute Bilanz für das Geschäftsjahr 2015 mit einem positiven Ergebnis vor Steuern in Höhe von mehr als 13 Millionen Euro" vorlegen zu können. Zum besser als erwartet ausgefallenen Ergebnis im Jahr 2015 hätten vornehmlich die nachhaltig gesunkenen Kosten - die Frankfurter hatten 2014 eine große Restrukturierung eingeleitet - sowie die stabilen Erlöse aus dem Anzeigenbereich und dem Lesermarkt beigetragen. Auch die Entscheidung der Herausgeber und der Geschäftsführung, die nicht bezahlten Auflagenbestandteile von "FAZ" und "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" deutlich zu reduzieren, habe sich ausgezahlt. Und Thomas Lindner kündigt an: "Im laufenden Geschäftsjahr wird sich die Erholung der Verlagsgruppe fortsetzen."

Nikolas Busse verantwortet neues Magazin

Aus Frankfurt gibt es auch publizistische Neuigkeiten: So startet die "FAZ" im Frühjahr 2015 ein Wochenmagazin für jüngere Leser, "die an Einordnungen und Zusammenhängen interessiert sind". Das Heft mit dem Namen "Frankfurter Allgemeine Woche" soll jeden Freitag auf "68 bis maximal 76 Seiten" die wichtigen Themen der Woche präsentieren. Verantwortlicher Redakteur ist Nikolas Busse, seit 1998 Politikredakteur der "FAZ".

Der Heftpreis wird 3,50 Euro betragen. Die Druckauflage liegt zum Start bei 200.000 Exemplaren. ersten beiden Ausgaben werden einem Teil der "FAZ"-Auflage und der gesamten Auflage der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" beigelegt. Regulär können Leser die "Frankfurter Allgemeine Woche" am Kiosk und im Abo erwerben. Das Magazin gibt es auch in einer digitalen Version.

Hintergrund

Die verkaufte Auflage der "FAZ" lag im vierten Quartal bei 263.910 Exemplaren. Die "FAS" kam im gleichen Zeitraum auf 281.322 Verkaufte (Quelle: jeweis IVW).

Die "FAZ" gehört mehrheitlich der FAZIT-Stiftung. Vorsitzender des Kuratoriums der FAZIT-Stiftung ist der langjährige "Spiegel"-Geschäftsführer Karl Dietrich Seikel. Der stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums ist der Verleger Thomas Schmitt. Die weiteren Kuratoren sind Andreas Barner, Ludwig Georg Braun, Michael Hoffmann-Becking, Marija Korsch und Jens Odewald. Zu den FAZIT-Zeitungen gehören "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Herausgeber: Werner D'Inka, Jürgen Kaube, Berthold Kohler, Holger Steltzner; Chefredakteur FAZ.net: Mathias Müller von Blumencron, früher Chefredakteur "Der Spiegel"; Geschäftsführer: Thomas Lindner, Vorsitzender, früher: Gruner+Jahr, Burkhard Petzold), "Frankfurter Neue Presse" (Chefredakteur: Rainer M. Gefeller, stellvertretender Chefredakteur: Thomas Ruhmöller; Geschäftsführer: Oliver Rohloff); "Frankfurter Rundschau" (Chefredaktion: Arnd Festerling, Bascha Mika; Michael Bayer (Ressortleitung Digital).

Ihre Kommentare
Kopf

Andreas Raum

02.03.2016
!

Mich würde interessieren, wie man bei der FAZ auf die Idee gekommen ist, dass ausgerechnet "jüngere Leser" 3,50 Euro ausgeben werden, um eine Wochenzeitschrift zu erwerben. Ich dachte immer, "jüngere Leser" wären die mit den Smartphones, für die man eine chice mobile App baut


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