Teil 6 der kress.de-Reihe "Journalismus der Zukunft": Eine Redaktion, ein Desk und immer weniger Redakteure

 

Mit dem gemeinsamen Zeitungs- und Online-Desk lösen Chefredakteure viele Probleme, aber schaffen neue: Die Zeitungsredakteure übernehmen schnell wieder das Kommando, so dass Online weiter Stiefkind bleibt inklusive der sozialen Netzwerke. "Die Organisation der Redaktion" - Teil 6 der Reihe von Paul-Josef Raue zur Zukunft des Journalimus.

Jede Zeitungs-Epoche hat ihre eigene Technik - und die Technik bestimmt weitgehend die Organisation. "In der 1930er-Jahren haben Brieftauben Filmrollen in die Redaktion gebracht, damit die Berichterstattung so aktuell wie möglich ausfiel", erzählt Joy Castro in ihrem New-Orleans-Roman "Tödlicher Sumpf". "Das hat sich besonders bei Footballspielen bewährt, denn die Tauben waren tausend Mal schneller, als der Reporter im dichten Verkehr nach dem Spiel hätte sein können."

Acht Jahrzehnte später bleiben die Tauben in ihrem Schlag; extrem schnelle Telefonverbindungen erlauben eine aktuelle Berichterstattung nahezu ohne Zeitverzögerung. Allerdings sind in Deutschland Redaktionen noch organisiert wie in der Brieftauben-Ära.

In vielen Zeitungshäusern existieren die Ressorts, so wie sie lange in Tarifverträgen festgeschrieben waren; zudem gilt immer noch der beamtenmäßige Regel-Aufstieg: Wer 15 Jahre Redakteur ist, bekommt im Monat, unabhängig von seiner Leistung, rund 1400 Euro mehr als ein junger Redakteur. Und in vielen Lokalredaktionen arbeitet immer noch der Alleskönner: Er gestaltet, recherchiert und schreibt, organisiert die Freien, kümmert sich um Online und beginnt, mit seinem Smartphone kleine Filme zu drehen.

Der Nachrichtentisch, der Newsdesk, ist in den meisten Redaktionen ein Möbelstück, der hingestellt wird, um den Verleger oder Verlagsmanager zu beruhigen; er gilt oft noch als unnützes Teufelswerk. Dabei war der deutsche Weg ein Sonderweg, erst eingeschlagen nach dem Weltkrieg; der Boulevard und viele Zeitschriften waren und sind nach dem angelsächsischen Vorbild organisiert.

Fast alle Redaktionen in der Welt orientieren sich am angelsächsischen Modell und besitzen den zentralen Desk, an dem alle Nachrichten, Reportagen und Bilder zusammenlaufen. Am Desk wird organisiert, ausgewählt und entschieden, was in die Zeitung kommt und was online früher gesendet wird - und falls auch noch TV und Hörfunk zu bedienen sind, organisiert der Desk auch den Einsatz von Kamera und Mikrofon.

Typisch für diese zentrale Organisation ist die Trennung in Reporter, die die Nachrichten recherchieren, und Editoren oder Blattmacher, die redigieren, kommentieren und auf die Linie des Blattes achten.

Als Joachim Braun vom Chefredakteur in Bayreuth zur "Frankfurter Neuen Presse" wechselte, zeigte er auf Facebook eine Reihe von Fotos, die er "Flure" nannte und durchnummerierte. Das war sein erster Eindruck der Redaktion: Lange einsame Flure. Sie waren schon 1955 für Emil Dovifat, Chefredakteur und Publizistik-Professor, typisch deutsch im Vergleich zu amerikanischen Redaktionssälen, wie wir sie aus Hollywood-Filmen kennen:

"Die stoffliche Gliederung der deutschen Redaktionen kommt auch stark in ihrer räumlichen Anordnung zum Ausdruck. Jede größere deutsche Redaktion hat ihren beinahe symbolisch langen Korridor, in den hinein meist ganz abgeteilte Zimmer der einzelnen Ressorts münden."

Der deutsche Sonderweg war die Organisation der Redaktion nach dem Vorbild einer Regierung - Experten für Soziales, Außenpolitik, Wirtschaft, Kultur usw. Nur in der Lokalredaktion arbeiteten Generalisten, allerdings nicht getrennt, wie im angelsächsischen System, nach Rechercheuren, Reportern, Schreibern und Kommentatoren. Der typische Lokalredakteur machte und macht oft noch alles, so dass sich der Begriff des "Redaktronikers" einbürgerte: Auch die Korrektur, das Layout bis hin zur Druckfreigabe gehört zu seinen Aufgaben; er übernahm Tätigkeiten wie die des Setzers, die in Bleisatz- Zeiten speziell ausgebildete und gut bezahlte Mitarbeitern übernommen hatten.

Je wichtiger Lokalredaktionen in den achtziger und neunziger Jahren wurden, umso mehr hielt das Expertentum auch Einzug in die städtischen Redaktionen: Einer fürs Rathaus, eine für die Kultur, eine für Soziales usw. Das Land bediente der Alleinredakteur.

Wenn Verlage Newsdesks einführen, spaltet heute noch der Plan die meisten Redaktionen und führt bisweilen zu offener Rebellion, weil Redakteure kleinere Redaktionen und neue Arbeits-Abläufe befürchten sowie weniger Einfluss auf das Blatt, höhere Belastung und damit verbunden höhere Konzentration sowie etwas, das gerne mit Arbeitsverdichtung bezeichnet wird. Die Furcht ist nicht unbegründet.

Unumstritten ist weder der Newsdesk noch die gemeinsame Online- und Zeitungsredaktion, aber sie dürfte die Zukunft sein

Maria Holzmann von der "Hochschule für Medien" in Stuttgart fragte 2014 zehn leitende Redakteure von Regionalzeitungen nach ihren Erfahrungen mit dem Newsdesk, über den einige schon seit über einem Jahrzehnt verfügten. Ihr Fazit:

  • Der Newsdesk ist notwendig und positiv, "um den Herausforderungen der Medienwelt gewachsen zu sein".
  • Crossmedialität, also ein Newsdesk für alle Kanäle, verbessert die redaktionelle Qualität.
  • Der gemeinsame Newsdesk bringt nicht unbedingt kleinere Redaktionen. Vielmehr schaffen Synergien die Voraussetzung, konkurrenzfähig zu bleiben.
  • Die Arbeitsabläufe orientieren sich immer mehr an der Online-Welt; die Arbeitsdichte und -menge steigt.

Der Chef vom Dienst des "Südkurier" beschrieb die Veränderungen anschaulich: "Solche klassischen Klischees, die man von Zeitungsredaktionen hat, dass die morgens erstmal hinkommen, zwei Stunden Kaffee trinken, Zeitung lesen und dann nachmittags irgendwann mal überlegen, wie sie arbeiten, das ist wirklich totale Vergangenheit."

Als Newsdesk in den achtziger Jahren noch ein exotischer Begriff war, besannen sich kleine, meist dreiköpfige Lokalredaktion schon auf die entsprechende Arbeitsteilung, weil sie mit der Qualität ihres Lokalteils nicht mehr zufrieden waren: Einer blieb in der Redaktion, organisierte, telefonierte und redigierte; der zweite war als rasender Reporter unterwegs und kam abends nur zum Schreiben in die Redaktion; der dritte war in Urlaub, nahm seine freien Tage, aber besorgte Serien, wenn er mal ein paar Woche anwesend war; eine Sekretärin hielt den Redakteuren den Rücken frei und nicht selten die Leser auf Distanz.

Heute gäbe ein zentraler Tisch für alle Lokalteile den Redakteuren noch mehr Freiraum: Mit Laptop und Smartphone ausgestattet müssten sie die Redaktions-Räume überhaupt nicht mehr anfahren, sie wären ständig unterwegs.

Unumstritten ist weder der Newsdesk noch die gemeinsame Online- und Zeitungsredaktion, aber sie dürfte die Zukunft sein. Der "Guardian" in London macht es schon lange so, die "New York" Times sagt, das sei auch ökonomisch erfolgreich. In Deutschland diskutierte die "Süddeutsche Zeitung" fast drei Jahre lang, Chefredakteur Wolfgang Krach sagt "Die Veränderung ist dramatisch", aber am Ende gab es einen Newsdesk. Die Welt dürfte am weitesten sein: Der Springer-Verlag kaufte den TV-Sender N24 und verband die Zeitungs- und Online-Redaktionen mit der TV-Redaktion.

Das Newsdesk-Modell macht sogar Karriere bei großen Wirtschaftsunternehmen. Professor Christoph Moss war als Redakteur dabei, als das "Handelsblatt" den Newsdesk einführte, und er übertrug das Erfolgsmodell auf die Wirtschaft (siehe auch Abbildung "Der Newsdesk in einem Unternehmen"): 

"Mauern einreißen, Themen steuern, transparente Strukturen schaffen: Moderne Unternehmen arbeiten crossmedial. Sie bedienen eine Vielzahl von Kanälen für eine Vielzahl von Zielgruppen aus einer zentralen Steuerungseinheit heraus: dem Newsroom."

Die Leser, ob in der Zeitung oder Online, fühlen sich überfordert; sie wollen weniger Nachrichten, aber bessere

Der Zeitungs-Desk steigert die Qualität und reguliert die Quantität. Der stetig steigende Ausstoß von Nachrichten ist zum Problem geworden: Die Leser, ob in der Zeitung oder Online, fühlen sich überfordert; sie wollen weniger Nachrichten, aber bessere.

Seit Jahren stagniert die Spanne an Zeit, die Leser mit der Lektüre ihrer Zeitung verbringen: Da die meisten morgens lesen, markiert der Aufbruch zur Arbeit das Ende der Lektüre; allerdings steigt die Bereitschaft, auch abends noch Seiten und Artikel, vor allem lange Artikel zu lesen. Ähnlich ist es bei der Lektüre im Internet: Wer unentwegt Aktuelles auf Smartphone oder iPad konsumiert, verliert die Zeit, die Ruhe und Konzentration, auch längere Geschichten zu lesen.

Jeff Jarvis, Jahrgang 1954, arbeitet als Journalist und lehrt Journalismus an der New Yorker Stadt-Universität; er zeigte in einem Vortrag das Foto einer Badewanne, die überläuft, und verglich sie mit dem aktuellen Journalismus. "Immer mehr funktioniert nicht mehr." Der Leser will Antworten: Was ist für mich wichtig? Was brauche ich? Wo leben wir? Wie leben wir? Wer den Menschen wirklich dienen will, muss - so Jarvis - den Journalismus erneuern.

Mit dem gemeinsamen Zeitungs- und Online-Desk lösen Chefredakteure viele Probleme, aber schaffen neue: Die Zeitungsredakteure übernehmen schnell wieder das Kommando, so dass Online weiter Stiefkind bleibt inklusive der sozialen Netzwerke. Auch wenn die Pfeiler des Journalismus stehen bleiben - um die es in den abschließende Folgen dieser Serie gehen wird -, so verändert die Technik massiv die Arbeitsabläufe, die Auswahl, die Gestaltung. Smartphone-Besitzer lesen anders als Zeitungsabonnenten oder iPad- Besitzer. Zudem werden neue Geräte kommen, neue Apps, immer wieder Neues, auf das sich Journalisten und Verlage einstellen müssen - ohne dreijährige Debatten.

Das alles verändert nicht den Journalismus, aber die Journalisten. Woher die Führungskräfte nehmen, die Profis sind, die Strategen sind - und Neugierige, die die neue Welt freudig begrüßen? Zudem bleibt ein Restrisiko: Sind Redaktionen mit ihrer Tradition und ihrem Stolz überhaupt in der Lage, sich zu verändern und anzupassen? Christoph Keese zitiert in seinem Silicon-Valley-Buch den 64-jährigen Harvard-Professor Clayton Christensen, der den Begriff "disruptiv" prägte: "Scheitern durch Versuch und Irrtum ist in etablierten Unternehmen nicht vorgesehen." Wenn das schon ein Amerikaner schreibt!

Aber ohne Versuch-und-Irrtum dürfte die neue Welt des Journalismus, schwankend zwischen Beharrung, Synergie und Differenzierung, nicht zu kolonisieren sein.

Die kleine Zeitungen in der Provinz, so sie noch selbständig sind, haben die besten Überlebens-Chancen

Am Ende geht es auch nicht um Journalisten, um Veränderung und Irrtum. Am Ende geht es um die Demokratie. Nicht die großen nationale Titel sind gefährdet und die staatsfinanzierte Tagesschau, sondern die lokalen und regionalen Zeitungen. Wer kontrolliert noch den Landrat, erst recht die Bürgermeister in den kleinen Gemeinden, wenn eine ausreichend große Lokalredaktion nicht mehr zu finanzieren ist?

Allerdings haben kleine Zeitungen in der Provinz, so sie noch selbständig sind, die besten Überlebens-Chancen. Der Verleger, der seine Leser und Anzeigenkunden, der die Eliten seiner Stadt und Region kennt, wird seine Auflage halten, einen auf die Region passenden Online-Auftritt maßschneidern und die Anzeigenkunden von der Werbung im lokalen Blatt überzeugen können.

Von Warren Buffett, dem amerikanischen Milliardär, war schon im zweiten Teil, dem Lokaljournalismus-Kapitel die Rede: Er kaufte kein großes Blatt, nicht die "Washington Post" oder die "New York Times" - obwohl er das Geld dafür hätte -, er kaufte Dutzende von kleinen Zeitungen in "Orten mit einem starken Gemeinschaftsgefühl". Ein Verleger ist Teil dieser Gemeinschaft, er kennt, prägt und stärkt die Gemeinschaft.

Wenn solch ein Verleger lange lebt und wenn er kluge Erben hat, wird seiner Zeitung auch eine lange Existenz beschieden sein. Probleme haben die kleinen Zeitungen eher, wenn sie in einem Konzern aufgehen, dessen Vorstände die Region und ihre Menschen nicht kennen, geschweige denn mögen, die selten für die Provinz geeignete Manager finden, keinen langen Atem haben und am liebsten in Synergien denken - auf Kosten des Lokalen. Recht schnell gehen die Auflagen runter, sinken die Umsätze, so dass mit einer Sparrunde nach der anderen die Treue selbst der älteren Leser arg strapaziert wird.

Geschickter machte es allerdings der westfälische Verleger Dirk Ippen, der überall in Deutschland kleine und mittlere Zeitungen kaufte von Syke im Norden über sein Stammhaus in Hamm bis zum großen "Merkur" in München, der seine Stärke auf dem Land in Oberbayern hat. Ippens Motto "Jeder Leser muss sich mindestens einmal im Jahr in seinem Lokalteil finden" prägte die Zeitungen, ihre Redakteure und Manager, für die das Lokale stets an erster Stelle stand und steht. So schuf sich Ippen ein Zeitungs-Imperium: Warren Buffett könnte von ihm gelernt haben.

Größe und Unüberschaubarkeit eines Konzerns passen nicht zum Lokalen. Auf andere Weise hat dies auch Gerd Schulte-Hillen erfahren, der Ex-Vorstandschef von Gruner+Jahr. Als er auf kleine, schnell erfolgreiche Verlage wie die Milchstraße reagieren musste, spürte er: Sein schwerer Tanker war nicht wendig genug im Vergleich zu den kleinen Schnellbooten.

Auf einer Konferenz zur "Zukunft der Zeitung", die Berthold Flöper mit mir 1995 organisiert hatte, sprach er mit Hochachtung von den deutschen Zeitungsverlegern, ohne deren lokale Verwurzelung das deutsche Zeitungswunder nach dem Krieg nicht möglich gewesen wäre.

Diese Patriarchen waren für ihn ein Vorbild: Empathie für die Menschen, Liebe zur eigenen Zeitung, schnelle Entscheidungen, Mut zu Veränderungen, Durchhalte-Willen und eine gewisse Starrköpfigkeit. Er versuchte dies zu kopieren, schuf kleine selbständige Einheiten, Profitcenter, holte Manager und Chefredakteure, die sich mit ihrem Magazin identifizierten - und hielt die Leine lang.

Solches Denken ist heute selten. Der Lokaljournalismus hat in den Konzernen meist keine Lobby und ist nur ein Gegenstand von Festreden. Politikern ist das Problem durchaus bewusst. Der Vertrag der Großen Koalition in Berlin spricht von der zentralen Bedeutung von "journalistisch-redaktionell verantworteten Medien für Demokratie, Informationsfreiheit und Meinungsbildung - und zwar unabhängig von der technologischen Verbreitung"; herausgehoben wird "insbesondere" die Stärkung des Lokal-Journalismus.

Sind Stiftungen die Lösung? Ein SPD-Politiker gründete in Nordrhein- Westfalen eine Stiftung für den Lokaljournalismus

Nur - wie kann Journalismus sich behaupten, wenn Redaktionen immer kleiner werden und die Gebiete immer größer, über die sie zu berichten haben? Eine Lösung könnte sein: Der Desk wird zur Redaktion, an dem die Planer und Strategen sitzen - und mit Freien, Bloggern und Ehrenamtlichen arbeiten.

Nur - wie arbeitet solch ein kleines Team effektiv? Und wer schult die Freien, vor allem die Blogger: Investigativ wird man nicht nebenbei.

Sind Stiftungen die Lösung? Jan Eumann (SPD), Medien-Staatssekretär in Nordrhein- Westfalen, schrieb ein schmales Buch "Journalismus am Abgrund - Wie wir in Zukunft Öffentlichket finanzieren" und gründete eine Stiftung für den Lokaljournalismus; er muss die Bedenken der Verlage aushalten, der Staat mische sich dort ein, wo er nichts zu suchen habe. Andererseits gibt der Staat den Verlagen Steuervergünstigungen und subventioniert ab und an auch ihm wohl gesonnene Zeitungen: Die taz in Berlin, als ein Beispiel, bekommt das Grundstück für den Verlagsneubau zu einem solch niedrigen Preis, bei dem der Steuerzahlerbund sogar "einen Anfangsverdacht der Untreue" sieht.

Und private Stiftungen? Die sind in Deutschland nicht möglich: Förderung des Journalismus gilt nicht als gemeinnütziger Zweck. Also verstecken sich Stiftungen hinter "Kultur" oder "Bildung" als Zweck, wenn sie Journalismus fördern wollen. Der "Bundesverband Deutscher Stiftungen" kennt 120, die im weiteren Sinne mit Journalismus zu tun haben; er rief einen Expertenkreis für Qualitätsjournalismus zusammen und veröffentlichte im Herbst 2015 einen "Aufruf", in dem neben anderem zu lesen ist:

"Demokratie funktioniert nicht ohne eine informierte Öffentlichkeit... Meinungsvielfalt zu erhalten und zu ermöglichen, liegt im Interesse aller Stiftungen. Sie verstehen sich als Innovations-Treiber, als Mitgestalter des Gemeinwohls. Durch ihre Unabhängigkeit zählen Stiftungen zu jenen gesellschaftlichen Akteuren, die sich für einen kritischen, sorgfältig recherchierten Journalismus engagieren können...Die unterzeichnenden Stiftungen sorgen sich, dass die Qualität der Angebote sowie die Medienvielfalt abnehmen, insbesondere im Lokalen und Regionalen."

Der Aufruf blieb ohne großes Echo.

Paul-Josef Raue (65) berät Verlage, Redaktionen und speziell Lokalredaktionen. Er war 35 Jahre lang Chefredakteur, zuletzt in Thüringen, davor in Braunschweig, Magdeburg, Frankfurt und Marburg. Er gründete mit der Eisenacher Presse die erste deutsch-deutsche Zeitung. Zusammen mit Wolf Schneider gibt er das Standwerk "Das neue Handbuch des Journalismus" heraus, das seit zwanzig Jahren im Rowohlt-Verlag erscheint.

Bisher erschienen:

  • Teil 1: "Journalismus der Zukunft" am 9. Februar 2016
  • Teil 2: All journalism is local - Aber welchen Lokaljournalismus brauchen die Leser (Das Lokale) am 16. Februar 2016
  • Teil 3: "Der Lokaljournalismus muss seine Richtung ändern" am 23. Februar 2016
  • Teil 4: "Leidenschaft. Ohne Leidenschaft ist Journalismus wenig wert" (Welche Journalisten brauchen wir) am 1. März 2016
  • Teil 5: "Unsere Ausbildung stimmt nicht mehr" (Das Volontariat) am 8. März 2016

Nächste Folgen:

  • Teil 7: Was kommt nach der Lügenpresse? Daten und Fakten
  • Teil 8 (neu): Die Macht der Gerüchte und die Macht der Journalisten
  • Teil 9 (neu): Die Lügenpresse und zwei Oscars für den Journalismus
  • Teil 10 und weitere: Was ist Qualität? Die acht Pfeiler des Journalismus

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