Mischung aus "House of Cards" und "Kir Royal": Philipp Jessen schreibt UFA-Serie "Giftschrank" über Boulevard-Journalismus

 

Es gibt nur wenige Journalisten, die die Welt des Boulevard so gut kennen wie Philipp Jessen. Jetzt öffnet der Chefredakteur von stern.de und vom Magazin "frei!" den "Giftschrank": Wie UFA Fiction heute Morgen mitgeteilt hat, entwickelt Jessen gemeinsam mit den Produzenten Joachim Kosack und Markus Brunnemann eine Drama-Serie über die Welt des Boulevard-Journalismus.

Die für sechs Folgen geplante Serie (Länge: geplant jeweils 45 Minuten) soll sich mit der "Welt eines Magazins und seines mächtigen Blattmachers" beschäftigen.

Offiziell heißt es bei UFA: ""Giftschrank" - eine Mischung aus "House of Cards" und "Kir Royal" - wirft einen Blick hinter die Kulissen einer Redaktion und enthüllt die Kraft und Gewalt veröffentlichter und unveröffentlichter Informationen. Gefährlich sind nicht nur die Schlagzeilen, die veröffentlicht werden, sondern ganz besonders die Geschichten, die im Giftschrank von Chefredakteur Alexander Mann verschwinden und erst dann ihre ihre wahre und manipulative Macht entfalten. Über allem steht die Frage: Was ist die Wahrheit hinter einem Hochglanz-Titel mit lachenden Menschen darauf? Was hat die veröffentlichte Story noch mit der Wahrheit zu tun, gibt es die Wahrheit überhaupt? Welchen Preis sind die Titelhelden und Journalisten bereit, für ihre nächste große Story zu bezahlen? Und was macht der Boulevard am Ende mit ihnen?"

UFA Fiction ist es gelungen, mit Philipp Jessen einen der besten People-Journalisten des Landes für das Projekt zu verpflichten. In der Presseaussendung erklärt Jessen: "Der Boulevard ist ein glitschiges Parkett. Wer sich dort nicht auskennt, rutscht aus. Und fällt hart. Kaum etwas fasziniert mich so sehr wie der Kampf um die größte Schlagzeile. Und die Dramen, die sich hinter den Hochglanz-Geschichten abspielen. Bei den Protagonisten und den Machern selbst. 'Giftschrank' ist der ehrliche Blick in eine Welt, die vielen verschlossen bleibt, die echte Welt des Boulevards - meine Welt."

Lob gibt es von UFA-Fiction-Geschäftsführer Joachim Kosack: "Selten hat mich ein Drehbuch von der ersten bis zur letzten Seite so gefesselt. 'Giftschrank' gibt einen faszinierenden Einblick in den Boulevard-Journalismus. Hochspannend ist nicht nur die Innenansicht, sondern die immer wiederkehrende Frage nach der Moral im Journalismus. Man bekommt ein Gespür dafür, wie eine Redaktion funktioniert und was Blattmachen heute bedeutet. Scharfsinnig, unterhaltsam und klug."

Philipp Jessen ist seit Herbst 2014 Chefredakteur von Stern Online und gemeinsam mit Hans-Peter Junker Chefredakteur von "frei!". Zuletzt war er stv. Chefredakteur von "Gala" sowie Redaktionsleiter von Gala Digital. Davor war Jessen als Chefredakteur von "Bravo", stellvertretender Ressortleiter/ Letzte Seite der "Bild"-Zeitung sowie bei "Vanity Fair" und "Grazia" tätig. Der erfahrene Blattmacher gehört zu den wenigen Journalisten im Land, deren Name immer wieder fällt, wenn bei großen Publikumszeitschriften eine Führungsposition neu besetzt wird. So zählte Jessen nach Informationen unserer Redaktion auch zu dem kleinen Kreis der potentiellen Nachfolger von Patricia Riekel bei der Zeitschrift "Bunte" in München.

Mit dem Vergleich zu "House of Cards" und "Kir Royal" weckt UFA die Hoffnungen auf eine Serie, die in der deutschen Fernsehlandschaft Maßstäbe setzt. Neben Helmut Dietl, der auch Regie führte, haben an "Kir Royal" auch Bestseller-Autor Patrick Süskind ("Das Parfüm") und Kurt Raab mitgeschrieben, bei "House of Cards" auf Netflix ist es ein mehrköpfiges Autorenteam, deren Arbeit auf der gleichnamigen BBC-Miniserie von 1990 basiert.

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