"Journalismus der Zukunft" - der fünfte Pfeiler der Qualität: Recherchiere immer!

 

"Bleib nüchtern und vergiss nicht, skeptisch zu sein!", schrieb David Hume, der englische Aufklärer, vor gut dreihundert Jahren. Das Zitat könnte als Grundregel des Journalismus taugen: Wer skeptisch ist, der recherchiert. So sieht es auch Wolf Schneider, der vom "königlichen Auftrag" aller Journalisten spricht: "Knallhart zu ermitteln und kristallklar zu beschreiben, wie's wirklich zugeht in Deutschland und auf Erden - ,Aufklärung' also zu betreiben im Sinne von Immanuel Kant: 'Herausführung aus selbstverschuldeter Unmündigkeit'."

Vergessen wir das Königliche, ein feudales Wort, doch besser kann man eine Hymne auf die Recherche nicht beginnen wie mit dem Satz von Wolf Schneider, der so an den "Stern"-Chefredakteur Henri Nannen erinnert.

"Stern"-Chefredakteur Henri Nannen legendär zu nennen, ist eher untertrieben, auch wenn er ein Despot war, ein "fröhlicher Leuteschinder", wie ihn Schneider nannte; vielen war er nicht fröhlich, sie haben unter ihm gelitten - wie unter vielen Chefredakteuren, von denen die meisten Despoten nie auf die Höhe von Nannens Niveau kamen und kommen.

Schneider nennt Nannens Handwerk brillant: "Unerbittlich nach der Wahrheit bohren - sie so aufbereiten, dass Millionen Leser sie verstehen können und lesen mögen." So brillant kann jeder sein, der Handwerk beherrscht und der sich plagen will - aber genau in dieser Reihenfolge:

  1. Erst bohren, also recherchieren,

  2. Denkverbote vermeiden - ob sie von anderen kommen oder aus den eigenen Vorurteilen -, das meint "unerbittlich",

  3. dann so schreiben, dass es alle verstehen und es alle lesen wollen (und erst jetzt entscheiden, ob alles, was recherchiert ist, auch gedruckt werden soll).

Brillant sein ist machbar.

Henri Nannen steht für Glanz und Elend der Recherche:

  • Glanz strahlte eine "Stern"-Recherche 1967 aus: Konzentrationslager der griechischen Diktatoren für politische Gegner auf der kahlen Insel Jaros. Amnesty International hatte davon berichtet, ohne es beweisen zu können. Nahezu alle Journalisten glaubten Amnesty, die zu den Guten zählen. Nannen reichte das nicht, er wollte es genau wissen, er wollte Beweise.
    Der Fotograf Fred Ihrt flog nach Athen, charterte ein kleines Sportflugzeug und ließ sich eine offizielle Genehmigung geben für einen Flug nach Brindisi im Absatz des italienischen Stiefels. Doch statt nach Nordwesten lässt er sich zuerst nach Südosten fliegen: Dreimal überquert das Flugzeug die Insel Jaros, ehe Soldaten Geschütze aufdecken und griechische Jäger aufsteigen. Doch Ihrts Kamera hat die Gefängnishöfe schon aufgenommen, den Stacheldraht und die verzweifelten Insassen.

  • Tiefpunkt der Recherche sind die Hitler-Tagebücher, die neun Millionen Mark kosteten: Bei dieser Recherche verließ Nannen sein sonst untrügliches Baugefühl für die Wahrheit, zu groß war die Versuchung, Weltgeschichte schreiben zu wollen. Dubiose Zeugen und fehlende Gegen-Recherche brachten den "Stern" an den Rand des Abgrunds; bis heute hat sich die Auflage nicht wieder von dem Schock erholt. 
    Allerdings recherchierten andere tiefer und entlarvten die Tagebuch-Lüge: Die Selbstkontrolle der Medien funktionierte.

Was kann man aus dem Elend der Hitlertagebuch-Recherche lernen? Ein Journalist sollte sich nie mitreißen lassen von Gefühlen, von der Aussicht auf Ruhm: Je größer der Coup, je gewaltiger eine Affäre, umso größer sei das Misstrauen und umso tiefer die Recherche. Das gilt für eine Bürgermeister-Recherche im Lokalen ebenso wie für die großen, ob NSA-Skandal oder Panama-Papers.

Das sind die Grundregeln für eine erfolgreiche Recherche:

  1. Machen Sie sich einen Plan!

  2. Nehmen Sie alle Quellen ernst, auch die von windigen, gar zwielichtigen Typen! Nicht die Moral der Whistleblower ist entscheidend, sondern das Ergebnis der Recherche.

  3. Suchen Sie nicht nur im Netz! Telefonieren Sie nicht nur! Gehen Sie raus und treffen wirkliche Menschen: Der Blick in freundliche oder unruhige Augen und auf nervöse Hände ist unersetzbar.

  4. Trauen Sie keiner Quelle im Internet! Prüfen Sie die Echtheit, Plausibilität und Seriosität eines Internet-Profils!

  5. Trauen Sie auch nicht ihren Vorurteilen und dem eigenen Recherche-Ziel! Haben Sie Mut, Ihre Recherche scheitern zu lassen!

Die meisten Recherchen, vor allem die kleinen und schnellen, scheitern schon in der Vorbereitung: Statt sich in fünf Minuten Ziel und Ablauf zu überlegen, greift man gleich zum Telefon, findet zwei Leute, die antworten, und fängt an zu schreiben. Sinnvoller ist eine Liste, ein Story-Planer, wie ihn die kleine "Pharos Tribune" im US-Staat Ohio entwickelt hat und die "Rheinische Post" verpflichtend machte für alle Aufmacher der Lokalredaktionen:

  • Thema?
  • Worum geht's?
  • Warum sollte das Thema die Leser interessieren? Und für wie viele ist es relevant?
  • Was sind die wichtigsten Leserfragen zur Story?
  • Welche Quellen lassen wir zu Wort kommen?
  • Wie lautet die vermutete Überschrift? Welches Fotomotiv und/oder welche Grafik?
  • Was kommt in den Info-Kasten?

Redakteure mögen allerdings keine Checklisten. Warum? fragt der kanadische Journalist Craig Silverman, Autor des Buchs "Regret the Error": Selbst Piloten und Chirurgen führen sie, weil sie eine anspruchsvolle und verantwortliche Aufgabe erfüllen müssen und keine Fehler machen dürfen. Chefredakteure, Ressortleiter und Lokalchefs, die Story-Planer verlangen und kontrollieren, vermeiden schon zu Recherche-Beginn Fehler und Pannen.

Datenjournalismus: Versteckte Informationen sind Nahrung für Skandale, aber frei zugängliche Datenbanken sind ein Paradies für Journalisten

Am Beginn wirkmächtiger analoger Recherchen stand meist ein Flüsterer, der aus Hass, gekränkter Eitelkeit oder Geldgier die Öffentlichkeit suchte. Die Skandale sind zu besichtigen im Bonner "Haus der Geschichte", vom Bundesliga Skandal, in dem es um gekaufte Spiele und Tore ging, über Korruption im Gewerkschafts-Baukonzern "Neue Heimat", über Bestechungen in der Anschaffung der Starfighter und Flicks Parteispenden bis zu Barschels "Ehrenwort".

Der jährlich vergebene Wächterpreis zeichnet auch starke lokale Recherchen aus, wie die des "Bonner Generalanzeigers" über Missstände beim 200-Millionen- Euro-Projekt "World Conference Center Bonn" oder von verschiedenen Zeitungen über Unregelmäßigkeiten und Fehlentwicklungen bei der Organ-Transplantation.

Am Beginn digitaler Recherchen stehen ebenso Menschen mit selten edlen Motiven, aber auch Hacker mit großem technischen Wissen und der Freude am Durchbrechen von Firewalls, gebaut von Staaten, Banken und Wirtschaftsunternehmen: NSA und Panama-Papers sind die herausragenden Beispiele, Edward Snowden und Julian Assange die bekanntesten Namen, die das Wort "Whistleblower" in den Duden brachten.

Ihre Wirkung entfalten die Enthüllungen im Netz erst durch die Veröffentlichung in Zeitungen: So treffen sich digitale und analoge, alte und neue Welt. 

Versteckte Informationen sind Nahrung für Skandale, aber frei zugängliche Datenbanken sind ein Paradies für Journalisten: Fakten ohne Ende, beispielsweise von statistischen Ämtern, der EU oder UN, automatische Suche in Datenbanken, viele Themen. Ohne technisches Wissen kommt der Datenjournalist allerdings nicht aus. Er sollte schon Excel oder das kostenfreie "OpenOffice Calc" beherrschen, empfahl Anastasiya Polubotko auf einer Tagung des Netzwerks Recherche und weist auf Anleitungen und Linksammlungen im Netz hin. Sie gibt diesen Ratschlag weiter. Wer bei der Bedienung eines Programms nicht weiter weiß: Einfach "[Programmname] for journalists" googeln.

Die Lust an Entdeckungsreisen zur Wahrheit bewegt Journalisten - und sie steht im Kontrast zur Unlust vieler Nachrichten-Zentralen, Informationen aus Pressemitteilungen umzuschreiben, eingesandt von Politikern, Unternehmen, Werbeagenturen, Funktionären und Lobbyisten. Oft kommen deren Berichte anonymisiert in die Zeitung, noch mehr werden online gestellt.

"Es ist eine sehr gefährlich Dynamik", mahnt der Journalistik-Professor Stephan Ruß-Mohl, der in Lugano lehrt. "Der Public Relations-Sektor wächst, der Journalismus schrumpft. Öffentlichkeitsarbeit wird vom Journalismus unabhängiger, während der Journalismus immer mehr in die Abhängigkeit der PR gerät." Vor allem Politiker benutzen immer ungenierter Journalisten und nutzen die Jagd nach exklusiven Informationen, die Redaktionen in den Zitier-Hitparaden nach oben bringen und eine Erwähnung in "Tagesschau" und Hörfunk-Nachrichten.

Es gibt einen neuen Maßstab im Journalismus: Wenn Du nicht zitiert wirst, bist Du nichts. Statt lange und mühsam zu recherchieren, macht man schnell ein Interview, wenn die Kanzlerin oder ein Minister eine Nachricht lancieren will. Selten war ein Politiker so offen wie Justizminister Heiko Maas, der auf einem Kongress der Zeitungsverleger die großen Zentralredaktionen der Konzerne lobte.

Wenn beispielsweise die Kanzlerin ein Interview gibt, ist das "kein Akt der Barmherzigkeit", sondern Kalkül: Schneller und besser kommt man nicht an viele Menschen heran. Die Kritik an den Zentralredaktionen, Vielfalt gehe verloren, lässt Maas nicht gelten: "Ich würde es nicht so negativ sehen, zumindest dann nicht, wenn die Zentralredaktionen nicht nur ein Vorwand sind, um Kosten zu sparen und Personal abzubauen! Sie können nämlich auch dazu dienen, die politische Berichterstattung mit vereinten Kräften viel schlagfertiger zu machen!"

Diese Interviews sind meist ein reines Abfragen, mit kritischen Einsprengseln garniert. Da meist die Zeit drängt, werden die Interviews so geschrieben, dass keine Schwierigkeiten beim Autorisieren entstehen: So sparen sich Politiker die Pressemitteilungen, deren Abdruck nicht garantiert ist; sie lassen die Arbeit durch unabhängige Redakteure erledigen, die eine große Reichweite garantieren.

"Ohne journalistische Unberechenbarkeit hören wir auf zu lernen, werden geistig verstockt: Es droht die intellektuelle Verkarstung"

Miriam Meckel kennt beide Seiten: Die Professorin für Kommunikationswissenschaft war Staatssekretärin in der NRW-Landesregierung und ist Chefredakteurin der "Wirtschaftswoche". Sie kritisiert in einem Essay des Sammelbands "Journalismus 2020", herausgegeben von der "Deutschen Gesellschaft Qualitätsjournalismus":

"Wer als Journalist Haltung und Debatte im eigenen Medium für richtig und wichtig hält, muss sich gegenüber Vereinnahmungsstrategien von Dritten resistent zeigen: etwa gegenüber dem zunehmenden Druck der PR-Branche und gegen den Autorisierungswahn bei Interviews, durch den Gespräche bis zur Unlesbarkeit sinnentleert werden."

Meckel setzt dagegen auf "die Freude des Suchens und das Glück des Findens":

"Sauber recherchierter Journalismus kann und sollte Themen setzen, die Unbekanntes bekannt machen und für neue Sichtweisen und Perspektivwechsel sorgen. In einer umfassend berechenbaren Welt wird journalistische Unberechenbarkeit zu einer Notwendigkeit und zum Marktvorteil. Ohne sie hören wir auf zu lernen, werden geistig verstockt, es droht die intellektuelle Verkarstung."

So gerne Politiker Journalisten nutzen, so gerne stellen sie ihnen auch nach und so ungerne öffnen sie ihre Archive. "Reporter ohne Grenzen" stuft Deutschland nur noch auf Platz 16 der Rangliste der Pressefreiheit ein, neben anderem, weil es Recherchen erschwere:

  • Eine Gefahr für die Pressefreiheit ist der im Gesetz neu eingeführte Straftatbestand der Datenhehlerei, also die Beschaffung, Überlassung oder Verbreitung nicht allgemein zugänglicher Daten. Experten bezeichnen dies als "eindeutigen Versuch, den Umgang mit Daten, wie sogenannte Whistleblower ihn pflegen, möglichst weitgehend zu kriminalisieren". Durch den neuen Paragraphen ist unklar, ob sich schon strafbar macht, wer Daten, die er von einem Whistleblower erhalten hat, vertraulich an Experten zur Prüfung weitergibt.

  • Ein Presseauskunftsgesetz auf Bundesebene fehlt weiterhin. Einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom Februar 2013 zufolge haben Journalisten gegenüber Bundesbehörden lediglich einen "Minimalanspruch" auf Auskünfte, der sich aus der im Grundgesetz garantierten Pressefreiheit herleitet, und können nicht mehr - wie zuvor üblich - unter Berufung auf die Landespressegesetze Auskunft verlangen. Eine Beschwerde gegen dieses Urteil wies das Bundesverfassungsgericht im Oktober 2015 ab.

Der Innenminister: "Das müssen Sie schon dem Staat überlassen, wann er es für richtig hält, Informationen zu veröffentlichen"

Der ganze Hochmut der Macht trat in einem Interview auf, den der Ex-Innenminister Otto Schily mit dem Ex-"Cicero"-Chefredakteur Wolfram Weimer führte - zehn Jahre nach der Veröffentlichung eines Terror-Plans und der folgenden Razzia in den "Cicero"-Redaktionsräumen; das Verfassungsgericht hat die Razzia als verfassungswidrig verurteilt.

"Welche politischen Motive stecken dahinter?", fragte Weimer den Ex-Innenmister, der antwortete:

"Das müssen Sie schon dem Staat überlassen, wann er es für richtig hält, solche Informationen zu veröffentlichen..."

Weimer: Nein.

Schily: Doch."

Warten auf Pressemitteilungen - das kann nicht die Aufgabe von Journalisten in einem demokratischen Staat sein. Entdeckt der Journalist nicht selber Nachrichten, ist er - und mit ihm seine Leser - auf Pressemitteilungen und Hörensagen, Gerüchte und Vermutungen angewiesen.

Die Grundhaltung eines Journalisten sei also die freundliche Skepsis: Er sollte allem misstrauen, was er nicht selber gesehen, gehört, geschmeckt hat; er sollte allen Nachrichten, die er nicht selber entdeckt hat, auf den Grund gehen. Die Skepsis sollte ihn aber nicht verschlingen, er sollte ihr folgen mit einem fröhlichen Pfeifen - auch in dem Wissen, dass seine Leser nicht nur von Problemen umgeben sein wollen.

"Wenn man sich für einen Skeptiker hält, tut man gut daran, gelegentlich auch an seiner Skepsis zu zweifeln", meinte Sigmund Freud, der ein exzellenter Schreiber war und ein fröhlicher Skeptiker. Denn wer in seinen Mitmenschen nur eine Bande von Schurken sieht, wird zum Zyniker und Menschenfeind; wer ihnen alles glaubt, neigt zur Einfalt.

 INFO

1. Story-Planer

Der ausführliche Planer, als Vorlage kopierbar, steht im "Neuen Handbuch des Journalismus" auf Seite 108; dort auch weitere Listen: Wie eine multimediale Reportage entsteht + Wie ein Reporter seine Recherche organisiert (Kochs siebe Schritte) + Wie eine Redaktion eine Recherche plant)

2. Checkliste der "Society of Professionell Journalists"

(zitiert von Hans Leyendecker, veröffentlicht in der nr-Werkstatt "Quellenmanagement"):

  • Können Sie alle Tatsachen belegen, sind alle dokumentiert?
  • Haben Sie für alle Schlüsselinhalte die Gegenprobe gemacht?
  • Sind Sie sich ganz sicher, dass alle in Ihrem Artikel enthaltenen Tatsachen der
    Wahrheit entsprechen?
  • Sind Sie darauf vorbereitet, Ihre Inhaltskontrolle öffentlich zu verteidigen oder auf sonstige Maßnahmen zur Überprüfung Ihres Textes zu antworten?
  • Sind die Zitate in Ihrem Text korrekt und im richtigen Zusammenhang präsentiert?
  • Zitieren Sie anonyme Quellen? Wenn ja, warum?
  • Sind Sie darauf vorbereitet, sich öffentlich für die Verwendung solcher Quellen zu rechtfertigen?

3. Das netzwerk recherche

bietet eine Fülle an Informationen, Gesprächsrunden und einen Newsletter zur Recherche an - eher verwirrend viel als zu wenig. Das Buch  Trainingshandbuch Recherche von 2010 kann man kostenlos herunterladen. Das Netzwerk reagierte mit dem Buch auf "die Krise der Recherche-Ausbildung in Deutschland: Diese wird von dem Desinteresse der Berufsanfänger, der Weiterbildungs-Abstinenz erfahrener Journalisten und der Überforderung vieler Ausbilder bestimmt".

Auch das Nachfolge-Buch "Mehr Leidenschaft Recherche" mit Rekonstruktionen starker und tiefer Recherchen kann man im Netz kostenlos lesen ebenso wie "Leidenschaft Recherche" mit Tipps und Tricks, für alle, um das Handwerk der Recherche zu lernen oder zu verbessern.

Empfehlenswert sind ebenfalls aus der Reihe "nr-Werkstatt", auch kostenlos herunterzuladen:

  • Quellenmanagement - Quellen finden und öffnen(Werkstatt 9)
  • Fact-Checking: Fakten finden, Fehler vermeiden (Werkstatt 16)
  • Recherche reloaded - Was Journalisten von anderen Rechercheberufen lernen können (Werkstatt 21)
  • Tunnelblick - Woran Recherchen scheitern können (Werkstatt 22)
  • Dicht dran - oder mittendrin: Lokaljournalismus zwischen Recherche und Regionalstolz (Werkstatt 23)

Im zweiten Teil der Serie "Journalismus der Zukunft" schreibt Paul-Josef Raue über die acht Pfeiler, auf denen der Journalismus ruht. Es folgen in den nächsten Wochen: Sei fair (6), Langweile nicht (7), Schreibe verständlich (8).

Paul-Josef Raue (65) berät Verlage, Redaktionen und speziell Lokalredaktionen. Er war 35 Jahre lang Chefredakteur, zuletzt in Thüringen, davor in Braunschweig, Magdeburg, Frankfurt und Marburg. Er gründete mit der Eisenacher Presse die erste deutsch-deutsche Zeitung. Zusammen mit Wolf Schneider gibt er das Standwerk "Das neue Handbuch des Journalismus" heraus, das seit zwanzig Jahren im Rowohlt-Verlag erscheint.

Bisher erschienen:

  • Teil 1: "Journalismus der Zukunft" am 9. Februar 2016
  • Teil 2: All journalism is local - Aber welchen Lokaljournalismus brauchen die Leser (Das Lokale) am 16. Februar 2016
  • Teil 3: "Der Lokaljournalismus muss seine Richtung ändern" am 23. Februar 2016
  • Teil 4: "Leidenschaft. Ohne Leidenschaft ist Journalismus wenig wert" (Welche Journalisten brauchen wir) am 1. März 2016
  • Teil 5: "Unsere Ausbildung stimmt nicht mehr" (Das Volontariat) am 8. März 2016
  • Teil 6: "Eine Redaktion, ein Desk und immer weniger Redakteure" (Die Organisation der Redaktion) am 15. März 2016
  • Teil 7: "Was kommt nach der Lügenpresse?" am 22. März 2016
  • Teil 8: "Die Macht der Gerüchte und die Macht der Journalisten" am 29. März 2016
  • Teil 9: "Zwei Oscars für den Journalismus - gegen die Lügenpresse (Die Kunst der der tiefen Recherche)" am 5. April 2016
  • Teil 10: "Was ist Qualität?" am 12. April 2016
  • Teil 11: "Der erste der acht Pfeiler des Journalismus: Achte Deinen Leser!" am 19. April 2016
  • Teil 12: "Wie lesen Leser? - Exkurs zu 'Achte Deinen Leser!'" am 26. April 2016
  • Teil 13: "Schreibe die Wahrheit! (Der zweite Pfeiler der Qualität)" am 3. Mai 2016
  • Teil 14: "Erkläre die Welt (Der dritte Pfeiler der Qualität)" am 10. Mai 2016
  • Teil 15: "Schätze Debatten! (Der vierte Pfeiler der Qualität") am 17. Mai 2016

Ihre Kommentare
Kopf

Louis v. Wunsch-Rolshoven

24.05.2016
!

Wundervoll, wie Wolf Schneider über Recherche schreibt. Weit weniger wundervoll, wie wenig Recherche Wolf Schneider selbst betrieben hat. In einer Kolumne gegen die internationale Sprache Esperanto hat er z. B. geschrieben: "Kunstsprachen bieten keine Kinderlieder und keine Verse an, keine Flüche, keine Witze, keine Redensarten." All diese Aussagen sind falsch - Esperanto hat sehr wohl Kinderlieder, Verse, Flüche, Witze und Redensarten seit über hundert Jahren. Gewönne doch die Wahrheit!


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