Anzeige bei Kripo München bereits gestellt: "SZ Magazin" Opfer von Datendieben

 

Der digitale Auftritt des Magazins der "Süddeutschen Zeitung" ist offenbar angegriffen worden. Wie eine SWMH-Sprecherin auf Anfrage von kress.de erklärte, hat sich ein Unbefugter rechtswidrig Zugriff auf einen Datenbankserver des "SZ Magazins" verschafft. Rund 200.000 Nutzer sind betroffen.

Auf dem Server, so die Sprecherin, seien Profil-Stammdaten gespeichert, mit denen sich Nutzer in der Vergangenheit unter sz-magazin.sueddeutsche.de registriert hatten, um an Gewinnspielen und ehemals der Kommentarfunktion und Newsletteranmeldung bei der Magazin-Verlagsgesellschaft Süddeutsche Zeitung mbH teilzunehmen. "Die Daten umfassen in der Regel Anrede*, E-Mail*, Vorname*, Nachname*, das als Hashwert gespeicherte Passwort*, PLZ* (*Pflichtfelder bei der Registrierung) und sofern eingegeben weitere Angaben wie Geburtsdatum, Adresse und Telefonnummer", so die Sprecherin. Sie betont: "Es handelt sich in keinem Fall um Bezahldaten wie Bankverbindungen".

Insgesamt seien rund 200.000 Nutzer vom Onlineauftritt vom "SZ Magazin" von der Attacke betroffen, so die Unternehmenssprecherin.

Aber wie konnte es zu dieser offensichtlich erfolgreichen Hackerattacke kommen? "Der Angriff erfolgte über ein Blog-System, das im Bereich des SZ-Magazins eingesetzt wird. Die entsprechenden Blogs sind aber inzwischen deaktiviert, sodass die Sicherheitslücke geschlossen ist", so die Sprecherin zu kress.de.

Das "SZ Magazin" hat nach eigenen Angaben sofort alle betroffenen Nutzer per E-Mail über den Vorfall informiert und auf empfohlene Sicherheitsmaßnahmen hingewiesen. Zudem hat das Unternehmen Strafantrag gegen Unbekannt bei der Kriminalpolizei München gestellt.

Chefredakteure vom "SZ Magazin" sind Timm Klotzek und Michael Ebert, Geschäftsführer Stefan Hilscher.

 

 

Ihre Kommentare
Kopf

Alex Blum

30.05.2016
!

Ein Lob an die Presseabteilung der SZ! Durch die geschickte Wortwahl wird das Ausmaß heruntergespielt, eigene Versäumnisse kaschiert!

Wenn Türen-/Schlosshersteller -verbauer solch eine Arbeit abliefern, sind sie insolvent. Tür ist gesichert, aber durchs Fenster sind sie rein; dreimal Klopfen und die Tür öffnet sich; Schlüssel sind öffentlich zugänglich etc. Außer in der digitalen Welt, wo kann ein seriöses Unternehmen sich das leisten?


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