Nationalspieler Jérôme Boateng und die Mode: Wie "L'Officiel Hommes" ein kleiner Scoop gelang

 

Ein kleiner Scoop ist dem Magazin "L'Officiel Hommes" gelungen. Mit gleich drei unterschiedlichen Titelbildern ist Nationalspieler Jérôme Boateng auf der Zeitschrift "L'Officiel Hommes" zu sehen. Wie das Magazin Boateng verpflichten konnte, der gerade wegen dem AfD-Politiker Gauland mehr in den Schlagzeilen war, als ihm lieb sein kann, erklärt kurz vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft Executive Publisher Nikolas Marten.

kress.de: Herr Marten, "L'Officiel Hommes" ist ein kleiner Scoop gelungen. Mitten in die Gauland-Debatte, ob der Nationalspieler Jérôme Boateng als Nachbar eine Bereicherung wäre oder nicht, veröffentlichen Sie Ihre Sommerausgabe. Auf dem Cover: Jérôme Boateng. Wie kam das Interview zustande?

Nikolas Marten: Wir hatten bereits im Januar ersten Kontakt zu Jérôme Boateng, den wir unbedingt für eine große Modestrecke gewinnen wollten - als Titel-Geschichte. Durch seine Verletzung zum Rückrundenstart verzögerte sich alles. Ende März haben wir ihn dann in London mit ihm Mode-Produktion und das Covershooting realisiert. Zwei Wochen später traf ich ihn in München zum Interview. Es war naheliegend ihn auch zu seinen Erfahrung zu Rassismus und Ausländerhass zu befragen, da er bereits in der Jugend negative Erfahrung gemacht hat, und sich außerdem seit Jahren klar positioniert.

Wie hat sich aus Ihrer Sicht die Wahrnehmung von Fußballspielern in der Öffentlichkeit geändert?

Nikolas Marten: Ach, eigentlich nicht so sehr. Günter Netzer und Paul Breitner haben bereits vor 40 Jahren sehr cool den Stil und Style für Fußballer definieren können - auch wenn es natürlich immer die bodenständige Variante à la Uwe Seeler gab oder später die Vokuhila-Ästheten mit Dorfdisco-Appeal. Aber auch Spieler wie Mehmet Scholl waren am Ende Karriere dicht am style of the moment. Was Jérôme Boateng von allen unterscheidet: Er ist auf eine sehr lässige Art und Weise ein modischer Weltbürger. Da treffen Berlin und Hamburg auf L.A. und New York. Er weiß sehr genau, was er mag und was nicht. Kurz: wer hat Geschmack. Zudem gehört Boateng nicht zur Nutella-, Überraschungsei- und Chips-Fraktion der lustigen Malzbier-Kicker, als die sich die deutsche Nationalspieler zu oft verkaufen.

Sie bringen "L'Officiel Hommes" mit gleich drei unterschiedlichen Titelseiten auf den Markt. Warum konnten Sie sich nicht für ein Bild alleine entscheiden?

Nikolas Marten: Die Idee, über das Cover drei unterschiedliche Seiten von Jérôme Boateng zu zeigen, kam schon während des Shootings. Ein deutscher Sportstar, der viele Gesichter hat - und wir zeigen drei davon ...

Glauben Sie, dass Sie mit Jérôme Boateng auf dem Titel auch Fußball-Fans für Mode und gepflegtes Auftreten erreichen können?

Nikolas Marten: Natürlich erzeugt Prominenz, wenn sie überraschend in einem anderen Kontext inszeniert und präsentiert wird, zusätzliche Aufmerksamkeit - und zwar für alle Beteiligten. Insofern: Ja!

Die Fragen an Nikolas Marten, Executive Publisher von "L'Officiel Hommes", stellte kress.de-Chefredakteur Bülend Ürük.

Hintergrund: "L’Officiel Hommes"

Das Luxus-Magazin "L’Officiel Hommes" erscheint viermal im Jahr bei Jalou Media Germany. Geschäftsführer ist Vitalijs Pucinskis, dem Publishing Board gehören an Robert Sandmann (Sprecher), Ksenia Gorbacheva, Marie-José Süsskind-Jalou, Benjamin Eymère und Alexander Fedotov. Executive Publisher und Editorial Director ist Nikolas Marten, Fashion Director Isabelle Thiry, Creative Director Alexander Seeberg-Elverfeldt, Inspirier Editor Nadine Barth, Photo Editor Thomas Leidig, Publishing Editor Sascha König, Managing Editor Albrecht Barke und Fashion Editor at Large Christian Stemmler. Die deutschsprachige Ausgabe von "L’Officiel Hommes" erscheint in Lizenz von ACMG Net. Das Magazin will anspruchsvolle und konsumaktive Männer zwischen 30 und 55 Jahren ansprechen. Die Druckauflage beträgt 40.000 Exemplare.

Ihre Kommentare
Kopf

Michael Brunnbauer

14.06.2016
!

Liebes Kress-Team,

ich gratuliere den Kollegen von L'Officiel Hommes gerne zu ihrem Scoop, aber Jérôme Boateng haben wir seit letzten Freitag ebenfalls auf dem Cover.

Beste Grüße,
Michael Brunnbauer
Chefredakteur Provocateur


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