Abschied von der "FAS": Lisa Nienhaus wird stellvertretende Wirtschafts-Chefin bei der "Zeit"

 

Die langjährige, mehrfach preisgekrönte "FAS"-Redakteurin Lisa Nienhaus verlässt Frankfurt und geht nach Hamburg. Nach kress.de-Infos wird sie dort stellvertretende Leiterin des Wirtschafts-Ressorts. Arbeitsbeginn: 1. Juli 2016.

Nienhaus, Jahrgang 1979, stammt aus Oberhausen. Sie hat Volkswirtschaft und Politik in Köln und Stockholm studiert. Nienhaus ist Absolventin der Kölner Journalistenschule und kam 2006 zur "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". 2008 wurde sie Wirtschaftsredakteurin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Zu ihren Schwerpunktthemen gehören Notenbanken, Banken, Europa und Gesundheitspolitik.

In Hamburg wird sie als stellvertretende Leiterin das Wirtschaftsressort der "Zeit" unterstützen, Ressortchef dort ist Uwe J. Heuser. Nienhaus ist die erste Frau in der Ressortleitung Wirtschaft "Die Zeit".

Lisa Nienhaus wurde laut JournalistenPreise.de bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet - unter anderem erhielt sie den Herbert-Quandt-Preis 2015, Friedwart-Bruckhaus-Förderpreis 2014 oder den Ludwig-Erhard-Förderpreis für Wirtschaftspublizistik 2005. Nienhaus ist auch Buchautorin, im Campus-Verlag Frankfurt erschien ihr Buch "Die Blindgänger - Warum die Ökonomen auch künftig Krisen nicht erkennen werden".

Nienhaus gehört zu den pragmatischsten Wirtschaftsjournalistinnen in Deutschland. Bei einem der Werkstattgespräche des Instituts für Journalistik an der TU Dortmund warnte sie im Sommer 2014 den weiblichen Journalistennachwuchs: "Verbraucher- oder Familienthemen sind Frauenfallen. Wenn man als Frau in der Wirtschaft ganz nach oben will, dann darf nicht nur über die "netten" Themen schreiben, sondern muss Themen wählen, die mit Macht verbunden sind." Allerdings habe sie sich nie benachteiligt gefühlt, eine Frauenquote halte sie auch nicht für zwingend notwendig.

Vor den Studierenden in Dortmund sagte Nienhaus zudem, dass sie an die gedruckte Zeitung weiterhin glaube: "Meiner Erfahrung nach herrschen im Print einfach die besten Bedingungen. Hier sind die Redakteure noch vor Ort. Das ist bei Online eher nicht so. Ich kenne dort niemanden der beispielsweise auf der Tagung der EZB war und mit Draghi persönlich sprechen konnte. Ich glaube auch nicht, dass Print ausstirbt."

Erst in dieser Woche war eine weitere wichtige Personalie bei der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" bekannt geworden: Georg Meck rückt in die Ressortleitung auf und lenkt die "FAS" Wirtschaft gemeinsam mit Rainer Hank.

Hintergrund "Die Zeit"

Chefredakteur von der "Zeit" ist Giovanni di Lorenzo, seine Stellvertreter sind Moritz Müller-Wirth, Sabine Rückert und Bernd Ulrich. Chef vom Dienst sind Iris Manila, Wolfgang Lechner und Mark Spörrle, Chefreporter ist Stefan Willeke, Textchefin Anna von Münchhausen. Verantwortlich für Wirtschaft ist Uwe J. Heuser, Götz Hamann verantwortet die Koordination Unternehmen, Roman Platter die Koordination Weltwirtschaft, das Wirtschaftsressort komplettieren Jana Gioia Baurmann, Claus Hecking, Dietmar H. Lamparter, Caterina Lobenstein, Gunhild Lütge, Felix Rohrbeck, Marcus Rohwetter, Kolja Rudzio, Claas Tatje und Christian Tenbrock. "Die Zeit" erscheint im Zeitverlag Gerd Bucerius, Geschäftsführer ist Rainer Esser, Marketing und Vertrieb verantwortet Nils von der Kall, die Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen Silvia Rundel. "Die Zeit" kostet im Einzelverkauf in Deutschland 4,90 Euro, laut IVW betrug im ersten Quartal 2016 die verkaufte Auflage 507.159 Exemplare. In ihrem Impressum zählt die "Zeit" drei Herausgeber auf: Marion Gräfin Dönhoff (1909 - 2002), Helmut Schmidt (1918 - 2015) und Josef Joffe.

Ihre Kommentare
Kopf
Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Inhalt konnte nicht geladen werden.