Schickler gibt ihn früher frei für Osnabrück: Joachim Liebler schon da, Laurence Mehl bereits weg

 

Kurzer Prozess in Osnabrück - nach der überraschenden Abberufung von Geschäftsführer Christoph Niemöller hat sich der Verlag bereits von Co-Geschäftsführer Laurence Mehl getrennt. Zudem hat die Unternehmensberatung Schickler Joachim Liebler schon freigegeben, der in Osnabrück in die Geschäftsführung aufgerückt ist und das Unternehmen gemeinsam mit Axel Gleie lenkt.

Der studierte Betriebswirt und gelernte Verlagskaufmann Joachim Liebler arbeitete sechs Jahre für den Süddeutschen Verlag. Ab 2006 war er Geschäftsführer der Handelsblatt GmbH sowie der Verlagsgruppe Handelsblatt und ab 2010 Sprecher der Geschäftsführung des Berliner Tagesspiegels. Zu NOZ Medien wechselt Joachim Liebler von der Schickler Unternehmensberatung, für die er bis zuletzt noch im Board der Partner tätig war.

Liebler sollte eigentlich erst zum 1. September in Osnabrück Verantwortung übernehmen. Weil die Eigentümerfamilien sich aber im Streit von Co-Geschäftsführer Christoph Niemöller getrennt haben, war es für sie an der Zeit, die Geschäftsführung nun komplett für die Zukunft aufzustellen. Das verdeutlicht auch die überraschende Trennung von Laurence Mehl, der bis Ende 2016 das Unternehmen führen sollte. Mehl hat das Haus am 10. Juni verlassen - zeitgleich mit Lieblers Antritt in Osnabrück.

"Herr Liebler wird zusammen mit Herrn Axel Gleie, der ebenfalls am 10. Juni 2016 zum Geschäftsführer der Osnabrücker Zeitungs-Gesellschaft mbH bestellt worden ist, den erfolgreichen Kurs der Gesellschaften fortsetzen und den Prozess der Integration der mh:n und der MBG kompetent, kraftvoll und zielstrebig voranbringen", heißt es in einer internen Notiz der Eigentümer-Familien Elstermann und Fromm, die kress.de vorliegt.

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" und ihre Regionalausgaben "Meller Kreisblatt", "Wittlager Kreisblatt", "Bramscher Nachrichten", "Bersenbrücker Kreisblatt", "Lingener Tagespost", "Meppener Tagespost" und "Ems-Zeitung" sowie das "Delmenhorster Kreisblatt" kommen aus dem Hause NOZ Medien. Die verkaufte Auflage der Zeitungen beträgt 160.464 Exemplare (laut IVW 1/2016). Im Februar hat der Verlag die Medienholding Nord erworben, zu der die Titel des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages ("Flensburger Tageblatt", "Sylter Rundschau") sowie der Zeitungsverlag Schwerin ("Schweriner Volkszeitung" oder der A. Beig Verlag in Pinneberg ("Pinneberger Tageblatt") gehören. Damit zählt das Unternehmen aus Osnabrück zu den zehn größten Zeitungsverlagen in Deutschland.

 

 

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Kopf

Insider

14.06.2016
!

Das ist für die Mitarbeiter eine Katastrophe. Schon bei der VHB haben Mehl und Liebler bewiesen, dass sie weder Sachverstand noch unternehmerische Weitsicht mitbringen. Beide sind dort krachend gescheitert. Und das seinerzeit gleichzeitig. Da hätte sich in Osnabrück mal jemand besser vorher erkundigen sollen...


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