"kress pro"-Chefredakteur Markus Wiegand zu TV-Experten-Honoraren: ARD und ZDF sollen Verträge offenlegen

 

Die Berichterstattung von "kress pro" und kress.de über die Honorierung der TV-Fußball-Experten Mehmet Scholl und Oliver Kahn durch Gebührengelder hat heute für großes Aufsehen in der Branche gesorgt. Die Öffentlich-Rechtlichen dementieren, ohne Zahlen zu nennen. "kress pro"-Chefredakteur Markus Wiegand fordert ARD und ZDF auf, die Verträge offenzulegen.

Die ARD hat scharf dementiert, dass Fußball-Experte Mehmet Scholl eine hohe Gage für seine TV-Auftritte erhält. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky warf "Kress" "vorsätzliche" Bösartigkeit" vor. ZDF-Experte Oliver Kahn sprach von einer "eklatanten Falschmeldung". Sowohl die ARD als auch Kahn machten keine Angaben zur tatsächlichen Honorierung. Robert Niemann, der für Oliver Kahns Vermarktung zuständig ist, sagte der "Huffington Post" lediglich, Oliver Kahn habe einen mehrjährigen Rahmenvertrag mit dem Sender. "Und da wird nichts mit irgendwelchen Tages-Honoraren abgerechnet."

"Wir vertrauen unseren Quellen"

"kress pro"-Chefredakteur Markus Wiegand hält fest: "Wir haben die Geschichte nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und vertrauen unseren Quellen." Er fordert die ARD und ZDF auf, die Verträge von Oliver Kahn (ZDF) als auch Mehmet Scholl (ARD) offenzulegen. Sowohl ARD als auch ZDF hatten bereits auf "kress pro"-Anfrage im Vorfeld des Artikels die Frage nach der Honorierung als auch nach der Anzahl der Einsätze offengelassen.

Auf den Social Media-Kanälen sorgte die "Kress"-Geschichte ebenfalls für große Diskussionen. Etliche Nutzer kritisierten den Umgang der Öffentlich-Rechtlichen mit den Gebührengeldern und mahnten mehr Transparenz an.

Ihre Kommentare
Kopf

Khai Dang

28.06.2016
!

Sehr geehrter Herr Wiegand,
ich sehe es als moralisch verwerflich an Neid in der Bevölkerung zu schüren. Da Sie diese Behauptungen und Zahlen in den Raum stellen, müssen Sie diese auch beweisen. Legen Sie ihre Quellen hierfür offen. Wer etwas behauptet muss dies auch belegen können. Sie können nicht anklagen und dies nicht beweisen können. Diese Pflicht liegt ganz klar bei Ihnen.
Sonst erfüllt es den Tatbestand der üblen Nachrede nach §186 StGB.
PS: Legen Sie doch auch Ihren Verdienst offen!


Elias Bruckner

28.06.2016
!

Ich finde es echt Lustig wie mache Leute sich darüber aufregen hahaha. Lasst die beiden doch ihre Mio´s machen. Aber wenn ich für so ein Käseblatt wie dieses Arbeiten würde und für meine fragwürdigen Berichterstattungen nur bei 2500 Brutto rauskommen würde, würde ich mich vermutlich auch aufregen. Schönen Abend noch und viel Spaß beim unnötig stress schieben haha.

p.s: Was ist das für ein Captcha? Welcher Sender zeigt den Raab hahaha, keiner.......


Franz Kerzerl

28.06.2016
!

Journalistisch ist das untere Schublade: Öffentlich Phantasiegehälter verbreiten und anstatt Belege dafür liefern einfach lapidar zu fordern, dass doch ARD und ZDF die Verträge veröffentlichen sollen.

Okay, drehen wir mal den Spieß um: Chefredakteur Wiegand verdient 800.000 Euro im Jahr! Unglaubwürdig? Na dann sollen die Geschäftsführer Oberauer und Taitl doch bitteschön den Arbeitsvertrag von Herrn CR Wiegand veröffentlichen...


Torsten

29.06.2016
!

Scholl wie auch Kahn werden nicht aus der Schatulle irgendeines Privatunternehmens bezahlt, sondern von den Gebühren aller Zuschauer. Da ARD und ZDF als öffentlich-rechtliche Anstalten von den Rechnungshöfen der Länder durchleuchtet werden können, darf man auch in solchen Fällen eine Transparenz anmahnen. Sollten die genannten Summen in etwa stimmen, liegen diese exorbitant über dem Marktüblichen (vergleiche andere Sender und Co-Kommentatoren aus der Sportwelt). Veruntreuung von Gebühren?


Jochen

29.06.2016
!

Ich bin der Meinung dass die Gehälter offen geleget werden sollten. Die Gewbührenzahler werden genötigt GEZ zu bezahlen! Ich bin Ingenieur und verdiene nichtmal 60.000€ pro Jahr. Warum sollten Millionäre bzw. Menschen die nichts schaffen, nur zur Unterhaltung quatschen, überhaupt bezahlt werden? Mir reichts! Ihr plündert die Unter- /Mittelschicht und füttern diejenigen, die bereits ausgesorgt haben. Schluss damit!


Tim Vegas

29.06.2016
!

Die öffentlich rechtlichen werden von unseren Geldern finanziert, insofern ist eine Berichterstattung mit angemessenen Gehältern zu zahlen. Zahlungen von mehr als 1000 Euro die Stunde!!!! wären schon abartig viel, zumal hier die "Experten" wohl selbsternannte sind. Wir reden hier nicht von den privaten Sendern, die machen können was sie wollen mit Ihrem Geld. Alles die, die das gut finden, sollen dann nicht jammern, wenn die GEZ wieder mal erhöht, sondern freudig erregt überweisen


Kakadu

29.06.2016
!

Hallo Khai Dang
Halten Sie mal den Ball ganz ganz flach.
Niemand muss seine Quellen offenlegen. Sagen Sie das mal dem Hajo Seppelt, der nämlich immer wieder behauptet, er hätte 100 % Beweise. Ha ha. Gerade Journalisten stehen da ja unter Schutz. Das gilt aber immer nur, wenn einem die Ergebnisse in den Kram passen. So schnell schießen die Preußen noch nicht, daß Sie mit der Verleumdungskeule oder übler Nachrede den großen Max machen. Es ist wie mit dem Brexit. Darf nicht sein, also gehts nicht


Merlin

01.07.2016
!

Die öffentlich rechtlichen Sender werden durch die GEZ Abgabe finanziert, darum denke ich, dass jeder das Recht hat zu erfahren, was mit den Geld passiert, es ist keine Diskussion nötig, ob ein Reporter das Geld wert ist oder nicht, jedoch sollte transparenz ein oberstes Gebot von öffentlichen Stellen sein. Ohne diese Transparenz entsteht nur Misstrauen, Gerüchte und nicht zuletzt hat der Bürger auch noch das Gefühl verarscht zu werden.


X

Kommentar als bedenklich melden

 
×

Bestätigung

Dieser Kommentar wurde erfolgreich gepetzt.

×

Oooooooooops

Beim Petzen trat ein Fehler auf. Versuchen Sie es bitte noch einmal.

Inhalt konnte nicht geladen werden.