Von München nach Hamburg: "Abendzeitung"-Vize Timo Lokoschat wechselt zum "Spiegel"

 

Zu neuen Ufern zieht es Timo Lokoschat, bis Ende Juli noch offiziell stellvertretender Chefredakteur der "Abendzeitung" in München. Lokoschat, 37, geht nach kress.de-Infos zum Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Seine Aufgaben.

Lokoschat wird Leitender Redakteur des "Spiegel" - er soll sich ab 1. August um Projekte zwischen Print und Online kümmern. Ab Herbst übernimmt er laut "Spiegel"-Kreisen an der Seite von Oliver Trenkamp, bislang Chef vom Dienst bei "Spiegel Online", die Redaktionsleitung von "Spiegel Daily".

Mit Lokoschat verpflichtet der "Spiegel" einen erfahrenen Nachrichtenmann, der auf der medialen Klaviatur Print und Online beherrscht und auch weiß, was ein Redaktionsschluss ist. "Daily", so viel ist bislang bekannt, soll schließlich das neue, digitale Angebot vom "Spiegel" sein, das bereits am späten Nachmittag all die Nachrichten des Tages vereint, die am nächsten Tag in der Tageszeitung stehen. "Daily" ist damit auch die Antwort auf die Tageszeitungen, die mit immer längeren Essays und Stücken im Magazin-Umfeld um Leser wildern.

Timo Lokoschat hat von 2002 bis 2010 bei der "Abendzeitung" gearbeitet, ab 2005 als leitender Redakteur in den Ressorts Magazin/Seite 3, Leben und Gesellschaft. 2010 machte er einen kurzen Abstecher als Programmleiter des Sanssouci Verlags, der zu Hanser gehört. 2011 kehrte er zur "Abendzeitung" zurück, war bis Juni 2014 in der Ressortleitung München/Bayern, von Juli 2014 bis Ende Juli 2016 dann offiziell stellvertretender Chefredakteur bei der "Abendzeitung", zuständig für Politik, Wirtschaft und Panorama. Lokoschat ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule.

Das Projekt "Spiegel Daily" gehört zur "Agenda 2018", die "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer, "Spiegel-Online"-Chefredakteur Florian Harms und Geschäftsführer Thomas Hass Anfang Dezember 2015 bei einem Pressegespräch in Hamburg vorgestellt haben. "Spiegel"-Legende Cordt Schnibben hat sich für "Daily" bislang federführend eingesetzt. In der Marktforschung kommt das Angebot bereits gut an, nach kress.de-Infos soll es noch in diesem Jahr an den Start gehen.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.