Nicole Zepter will sich "eigenen Projekten" widmen: "Neon" & "Nido" bekommen mit Ruth Fend eine neue Chefredakteurin

02.08.2016
 

Bei den Gruner+Jahr-Zeitschriftenmarken "Neon" und "Nido" gibt es erneut einen Führungswechsel. Nach Chefredakteur Oliver Stolle (ein wenig mehr als ein Jahr im Amt) beendet auch Nachfolgerin Nicole Zepter ihre Tätigkeit vergleichsweise schnell. Zepter, seit Mai 2015 Chefredakteurin, habe ihren Vertrag gekündigt, um sich wieder eigenen Projekten zu widmen, heißt es beim Hamburger Verlag.

Zepter ist Blattmacherin, Journalistin und Buchautorin ("Kunst hassen". Sie sorgte vor ihrem Wechsel zu G+J für Aufmerksamkeit mit der Gründung des Magazins für Politik, Zeitgeist und Kultur "The Germans". Zuvor war Zepter Chefredakteurin des Lifestyle- und Stadtmagazins "Prinz". 

Zepter hatte nach ihrem Antritt als Chefredakteurin von "Neon" das Team erneuert (was für viel Wirbel sorgte, siehe dazu die erste Ausgabe von "kress pro"). Danach folgte ein Relaunch, den sie im kress.de-Gespräch im Mai 2016 ein wenig selbstverliebt feierte: "Das Heft ist absolut perfekt".  

Zepters Nachfolgerin bei "Neon" und "Nido" wird zum 1. Oktober Ruth Fend. Sie ist am Hamburger Baumwall keine Unbekannte. Fend arbeitet seit September 2014 als Redaktionsleiterin von "Business Punk", dem Business-Lifestyle-Magazin von Gruner + Jahr.  Zuvor war sie Redakteurin bei "Capital", wo sie das Format "Junge Elite" verantwortete, und "Business Punk". Ihre journalistische Karriere startete Fend bei der "Financial Times Deutschland". 

"Mit Ruth Fend kommt eine erstklassige Journalistin zu uns, die bei 'Business Punk' gezeigt hat, dass sie einen jungen, anspruchsvollen und einzigartigen Titel führen und weiterentwickeln kann", erklärt Fends künftige Publisherin Wibke Dauletiar. Sie bezeichnet "Neon" als etablierte und starke Marke, sagt aber auch, dass es kein Geheimnis sei, "dass wir uns in einer schwierigen Marktsituation befinden". Am Zutrauen in die Marke ändere das aber nichts. "Neon" sei profitabel und biete wunderbaren Journalismus.  Auch "Nido" habe sich im Elternsegment etabliert.

Wer auf Ruth Fend an der Spitze von "Business Punk" folgt, will Gruner + Jahr im Laufe der kommenden Wochen bekanntgeben.

Hintergrund: "Neon" musste im zweiten Quartal 2016 einen Auflagenrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23,5% auf 123.461 Exemplare verzeichnen (Quelle: IVW). 

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