Chefredakteurin Nadine Nordmann: "'Bravo' ist ein Lebensgefühl"

 

Vor 60 Jahren erschien das erste Mal die "Bravo". Auf kress.de verrät Chefredakteurin Nadine Nordmann, was "Bravo" heute ausmacht - und lobt ihr Team, das heute nicht nur alle zwei Wochen ein Magazin für junge Leute macht, sondern so intensiv wie vielleicht noch nie in der "Bravo"-Geschichte das Lebensgefühl der jungen Leserinnen und Leser auf unterschiedlichen Kanälen begleitet, formt und widerspiegelt.

Es sind ungewöhnliche Zahlen, die das "Bravo"-Team zum Jubiläum herausgesucht hat. Wer auf die Idee kommen würde, alle seit dem Start am 26. August 1956 verkauften 2,68 Milliarden "Bravo"-Exemplare hintereinanderzulegen, käme auf eine Strecke von 751.274 Kilometern. Keine deutsche Künstlerin war so of wie Nena, Jahrgang 1960, auf dem Cover (28 Mal), Selena Gomez, Jahrgang 1962, ist mit 61 Covern die Künstlerin mit den meisten "Bravo"-Titelseiten überhaupt. Noch bis zum 29. September präsentiert "Bravo" ungewöhnliche Fakten auf dem eigens eingerichteten Twitter-Account "60JahreBRAVO".

"Jeder macht bei uns alles", sagt Nadine Nordmann beim kress.de-Besuch in der "Bravo"-Redaktion in München. Nordmann ist seit Mai 2013 Chefredakteurin von "Bravo", sie gibt dem Jugendmagazin ein Profil. "Bravo" wird zwar längst nicht mehr so viel gekauft wie zu Hochzeiten, aber es hat noch nie so viele junge Menschen erreicht wie heute.

An diesem Freitag wird in den Redaktionsräumen das "Bravo"-Jubiläum gefeiert. Zeit für ein Lob der Chefin an ihr Team: "'Bravo' ist so etwas wie ein Lebensgefühl, nicht nur ein Job, meine Redakteure arbeiten nicht nur für 'Bravo', sie leben 'Bravo', genau wie ich", sagt Nadine Nordmann.

Wer in den Sozialen Netzwerken unterwegs ist, bei Snapchat, Instagram, Twitter oder Facebook schaut, findet überall eine lebhafte und interessierte "Bravo"-Community. Die Stars sind zwar längst nicht mehr Michael Jackson oder wie auf der Titelseite der allerersten Ausgabe Marilyn Monroe, sondern YouTuber wie Heiko und Roman Lochmann ("Die Lochis"), sie ziehen ihre Fans aber immer noch in ihren Bann. 

Ist das nicht irgendwann zu viel, wenn alle alles machen? Nadine Nordmann: "Meine Redakteure empfinden das nicht als Arbeit, sie machen das leidenschaftlich gern und freiwillig." Und sie ergänzt "Über unsere 'Bravo'-Accounts halten wir lebhaften Kontakt zur Zielgruppe – via Instagram, Snapchat, Musical.ly und Co. Die Mehrzahl unseres Teams ist zwar rein altersmäßig nicht mehr Teil der Zielgruppe, in der Regel 10, 15, 20 Jahre älter als unsere Leser, aber begeistert von jungen Themen und vor allem sehr socialmedia-affin. Meine Redakteure sind gern an den Orten, von denen sie für die Leser und Follower berichten und snappen, tweeten, posten. Sie sind Teil der Community. Oft checken sie sogar nachts um 3 Uhr die neuesten Posts – und stürzen am nächsten Morgen gleich als erstes freudestrahlend in mein Büro: 'Dagi hat unser Cover gesnappt!'"

Ihre Kommentare
Kopf

Thomas Hamm

Produkttester

28.08.2016
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Bewundernswert, dass etwas so "altmodisch" das in meiner Jugend gerade noch so als cool galt, immer noch einigermaßen erfolgreich ist


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