Verleger Förster verzichtet auf Verlagsleiter: Ole Jendis verlässt "impulse"-Verlag

 

Verlagsleiter Ole Jendis, 38, verlässt die Impulse Medien GmbH, in der das Mittelstandsmagazin "impulse" erscheint. Laut Pressemitteilung geht er "im gegenseitigen Einvernehmen". Einen Nachfolger für ihn wird es nicht geben, Verleger Nikolaus Förster, 47, hat aber einige Mitarbeiter befördert und mit neuen Aufgaben bedacht.

So ist Broder Buch-Winckel, 42, bisher Vertriebsleiter, jetzt stellvertretender Verlagsleiter. Lazar Backovic, 29, steigt zum leitenden Redakteur auf und soll neue "journalistische Digital- und Eventformate" entwickeln. Andreas Kurz, 42, Leiter des Hauptstadtbüros verantwortet künftig als Textchef auch die Qualität der Veröffentlichungen.

Verleger Förster hat "impulse" vor dreieinhalb Jahren via Management-Buy-out von Gruner + Jahr übernommen. Jendis wurde damals seine rechte Hand, er hatte ebenfalls vor dem MBO bei den G+J Wirtschaftsmedien gearbeitet (kress.de vom 18. Januar 2013).

Förster gibt seiner scheidenden Führungskraft nette Worte mit auf den Weg: "Ohne ihn wäre solch ein Management-Buy-out, wie wir ihn gemeistert haben, kaum möglich gewesen", schreibt er in der Pressemitteilung. Offizielle Begründung für Jendis' Abschied ist eine "neue Struktur". Der Verlag solle stärker als "medienübergreifenden Dienstleister" ausgerichtet werden. Frucht dieser Strategie ist u.a. der Ausbau des Veranstaltungsgeschäfts und die Gründung der impulse-Akademie, die seit Anfang 2015 Seminare für Unternehmer und Selbstständige anbietet.

"impulse" hat eine Auflage von knapp 73.000 Exemplaren (IVW 2/2016). Der Diversifizierungskurs ist für Förster & Co. sehr wichtig, weil die wirtschaftliche Basis des monatlich erscheinenden Magazins beständig erodiert. Sie haben seit dem MBO etwa die Hälfte der voll zahlenden Abonnenten verloren.

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