Dank Kommunalwahl: "Emder Zeitung" lässt 1000 Exemplare zusätzlich drucken und ist trotzdem ausverkauft

 

Manche Ereignisse sind so schön, die könnten jedes Wochenende sein. Kommunalwahlen zum Beispiel. Die haben jetzt in Niedersachsen dafür gesorgt, dass am Montag die "Emder Zeitung" schon früh melden musste - ausverkauft! Obwohl der Verlag sogar 1000 Exemplare zusätzlich druckte.

"Jedem war klar, dass die Stadt sich für die Kommunalwahl interessiert. Aber dass wir binnen Stunden überall ausverkauft waren - trotz einer Erhöhung der Auflage um zehn Prozent - haben wir noch nicht erlebt", sagt Chefredakteur Stefan Bergmann zu kress.de.

Laut Bergmann hänge das Interesse eng mit dem Wahlergebnis zusammen: "Die SPD verliert über 20 Prozent der Stimmen und sackt von 51 Prozent auf knapp 30 - das war bei uns ein kleines Erdbeben in der politischen Landschaft."

Bergmann lobt zudem den Einsatz seiner Redaktion, die am Sonntag bis in den späten Abend gearbeitet, Zahlen aktualisiert, Stimmen eingeholt habe.

"Auf jeden Fall bemerken wir, dass Print funktioniert, wenn man Relevanz pflegt und nicht ins Seichte abdriftet. Und Online funktioniert bei uns, weil die Emder ein sehr Online-affines Völkchen sind und wir es offenbar ganz gut managen", freut sich Stefan Bergmann, der auch ein verstärktes Interesse am E-Paper und den Onlineseiten der Zeitung feststellt.

Hintergrund "Emder Zeitung"

Die "Emder Zeitung" gilt als Deutschlands kleinste Zeitung mit Vollredaktion. Sie erscheint im ostfriesischen Emden mit einer verkauften Auflage von 9508 Exemplaren (IVW, 2/2016). Geschäftsführer ist Peter Fischer, Chefredakteur Stefan Bergmann, Chef vom Dienst sind Axel Milkert-Lipperheide und Kornelia Sojka.

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