Auftakt wird zum Staatsakt: Angela Merkel hält die "Medientage München"-Eröffnungsrede

 

Die Kanzlerin kommt: Christopher Tusch, Johannes Kors und Reiner Müller, Geschäftsführer der "Medientage München", ist ein Coup gelungen. Die Eröffnungsrede von Europas größtem Branchenkongress wird erstmalig die Bundeskanzlerin Angela Merkel halten. Ein Signal für die Medienszene - und auch für Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. 

Damit wird der traditionelle "Elefantengipfel" zum Auftakt der "Medientage München" - los geht's am 25. Oktober im Münchner Messezentrum ICM - dem alten Anspruch wieder voll gerecht. Von der Bundeskanzlerin werden richtungsweisende Worte zum Stand der Digitalisierungsdebatte und des öffentlichen, zunehmend stark von nicht-klassischen Meinungsbildern aus den sozialen Medien beeinflussten Diskurses erwartet. Angela Merkel wird die viel beachtete Eröffnungsrede auf dem Medientage-Gipfel am Dienstagnachmittag halten. Aktuelles Kongress-Überthema ist das Motto "Mobile & Me - Wie das Ich die Medien steuert". Die Selfie-Kanzlerin kann dabei auch aus eigenen Erfahrungen schöpfen.

Damit wird es für den Co-Gastgeber Horst Seehofer, CSU-Chef und bayerischer Ministerpräsident, der zusammen mit Siegfried Schneider, Präsident der BLM, die Medienschaffenden empfängt, diesmal unerlässlich sein, der Veranstaltung persönlich beizuwohnen. Im vergangenen Jahr ließ er sich von seiner Wirtschafts- und Medienministerin Ilse Aigner vertreten. Diesmal wird Seehofer ebenso wie Schneider ein Grußwort sprechen, bevor Merkel die Bühne übernimmt.

Keynote-Sprecher des Auftakts ist der Wissenschaftler Wolfgang Wahlster vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, der vor allem auf Auswirkungen des Medienwandels auf die sogenannte "Industrie 4.0" abheben wird. Seine Denkanstöße diskutieren im Anschluss die IBM-Geschäftsführerin Martina Koederitz und Philipp Justus, Managing Director von Google. 

Moderiert wird die komplett neu konzipierte Veranstaltung in diesem Jahr von der preisgekrönten ZDF-Journalistin Dunja Hayali. Ihr kommt damit eine Aufgabe zu, die die lange in den Händen von "Focus"-Herausgeber Helmut Markwort, aber zuvor auch von Roland Tichy, Miriam Meckel, Ines Pohl und 2014 ziemlich furios bei Klaas Heufer-Umlauf lag. Thomas Gottschalk moderierte im vergangen Jahr - liebenswürdig, aber weitgehend ohne Biss.

Eine heitere Note dürfe der niederbayerische Kabarettist Django Asül am Eröffnungstag der "Medientage" (25. bis 27. Oktober) anschlagen. Er wird über das Thema sprechen, welche Medien wir uns für morgen wünschen und soll damit auch auf die 30-Jahre-Feier am Abend im ICM hinführen.

In diesem Jahr stehen Veranstaltungen mir rund 400 Speakern auf dem dem "Medientage München"-Programm - darunter Hochkaräter wie Mark Thompson von der "New York Times", Medienprofessor Jeff Jarvis, Discovery- und Eurosport-Geschäftsführerin Susanne Aigner-Drews, "InStyle"-Chefredakteurin Kerstin Weng, Filmemacher Justin Hall, Burda-Vorstand Philipp Welte, Moritz von Laffert von Condé Nast, Richard Gutjahr, Schauspieler Kai Wiesinger, Moderatorin Jeannine Michaelsen, Mediensatiriker Philipp Walulis, Zeit Online-Chefredakteur Jochen Wegner, Andreas Scheuer von der Deutschen Telekom, Andreas Neef (L'Oréal), FAZ.net-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron, Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen, Sky-Sportchef Roman Steuer und Oguz Yilmaz (Whylder). 

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