Markus Schönmann übernimmt: Burda lagert "Donna"-Produktion aus - Sandra Djajadisastra führt Redaktion

 

Burda lässt das Frauenmagazin "Donna" ab 2017 von einer externen Redaktion produzieren, angesiedelt in Markus Schönmanns Münchner Agentur Storyboard. Das Outsourcing kostet bei Burda 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Job. Auch an der Spitze der Redaktion kommt es zu einem Wechsel: Sandra Djajadisastra, 49, löst Chefredakteurin Katja Hertin ab.

Djajadisastra war bei Burda bis 2014 stellvertretende Chefredakteurin des "Donna"-Mutterblatts "Freundin". Der Verlag kündigt an, sie werde "Schlüsselstellen" wie Art Direction und Ressortleitungen mit einem "routinierten und versierten Kernteam" besetzen. Ein Netz aus freien Autoren arbeite außerdem zu. Storyboard als redaktioneller Dienstleister war in den vergangenen fünf Jahren bereits mehrfach für Burda aktiv (u.a. für "Max", "Harper's Bazaar").

Bei Burda gehört "Donna" zur Verlagsgruppe Burda Style. Dort soll auch in Zukunft die kaufmännische und markenstrategische Verantwortung für den Titel liegen. Für die von der Auslagerung betroffenen 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sucht der Verlag nach eigenen Angaben "individuelle und möglichst sozialverträgliche Lösungen". Auch Weiterbeschäftigungen im Burda-Konzern würden geprüft.

"Donna" ist im Frühjahr 2010 unter der Regie der damaligen "Freundin"-Chefredakteurin Ulrike Zeitlinger (heute Vize-Chefredakteurin "Bild") als "Freundin Donna" gestartet (kress.de vom 24. November 2010). Die Zeitschrift soll Frauen ab 40 Jahren ansprechen. Ende 2013 emanzipierte sich der Monatstitel vom Mutterblatt und heißt seitdem nur noch "Donna". Wenig später übernahm Hertin die Chefredaktion von der Gründungschefredakteurin Zeitlinger (kress.de vom 17. Dezember 2013).

Burda hat von "Donna" zuletzt noch gut 114.000 Exemplare verkauft (IVW 2/2016). Die Spitzenauflage erzielte die Zeitschrift 2012: fast 146.000.

Ihre Kommentare
Kopf

Kathrin

19.09.2016
!

Ein Verleger der meint, dass feste Redaktionen sinnlos sind, hat das Herz für Qualitäts-Journalismus verloren!!!


Stephan

20.10.2016
!

Allerdings ist auch eine feste Redaktion kein Garant mehr für Qualitätsjournalismus.Ich habe den Verdacht, viele Verlage glauben selbst nicht mehr an die eigene Zukunft!


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