"Hin zum digitalen Medienhaus": "Südwest Presse" erscheint im neuen Gewand

 

Ein neuer Look für die "Südwest Presse": Chefredakteur Ulrich Becker hat die baden-württembergische Tageszeitung und ihre Partnertitel in ein komplett neues Layout kleiden lassen. Dahinter steckt eine fast zweijährige Entwicklungsarbeit, bei der Zeitungsdesigner Karsten Middeldorf aus Berlin die Feder führte.

Ziel der radikalen Umstellung war es, den veränderten Lese- und Sehgewohnheiten der Zeitungsleser im digitalen Zeitalter gerecht zu werden. Middeldorf setzt dabei nach eigenen Worten auf "ein entschiedenes Layout", wie er sagt. "Alle Seiten haben einen klaren Schwerpunkt, der Leser wird durch die Zeitung geführt." Besonders auffällige Veränderung: Die Seiten zwei und drei werden als tägliche Doppelseite angelegt. 

Außerdem setzt das neue Layout verstärkt auf Zusatzelemente wie Grafiken oder kurze Einstiegsinterviews in ein Thema. "Als eine der ersten Zeitungen überhaupt setzen wir am Fuß der Seite auf eine Informationsleiste", so Middeldorf. "Dort stehen neben den unverzichtbaren Nachrichten auch spielerische Elemente, wie die Zahl des Tages, Sprüche oder Listen."

Ulrich Becker möchte damit die Entwicklung "hin zum digitalen Medienhaus" konsequent forcieren. "Wenn wir als Medienhaus weiter bestehen wollen, müssen wir das Profil unserer Angebote schärfen", sagt er. "Die Zeitung ist eines dieser Angebote - immer noch unser wichtigstes. Hier wollen wir Hintergrund bieten, Analyse, Einordnung, Geschichten ausgeruhter erzählen. Alles andere erfahren unsere Leser und User im Netz schneller und früher - am besten auf unserer Website oder News App."

Mit dem umfassenden Relaunch möchte Becker nicht nur Abonnenten halten, sondern auch mehr junge Leser für Print begeistern. "Wo sonst erfahren Sie alles über ihr lokales und regionales Umfeld?", so der Chefredakteur. Aktuell beträgt die verkaufte Auflage der "Südwest Presse" laut IVW 301.710 Exemplare.

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