Gentner-Verleger Erwin Fidelis Reisch: Was der neue Vorsitzende des Weltverbandes der Zeitschriftenverleger plant

 

Der Weltverband der Zeitschriftenverleger FIPP hat seit dieser Woche einen Vorsitzenden aus Deutschland. Erwin Fidelis Reisch, Verleger des Alfons W. Gentner Verlags in Stuttgart, folgt damit Duncan Edwards, dem früheren CEO von Hearst International. Reisch übernimmt den Weltverband in einer kritischen Phase.

Der Wechsel an der FIPP-Spitze war nötig geworden, weil Edwards sich im Sommer von Hearst International (Verlag unter anderem von "Cosmopolitan", "Elle", "Esquire" oder "The Robb Report") getrennt hatte. "Für mich kam das überraschend", sagt Reisch am kress.de-Telefon, als wir ihn in den USA erreichen.

Der Verleger (unter anderem "SBZ.Sanitär.Heizung.Klima", "SBZ Monteur" oder "KK Die Kälte + Klimatechnik") und Standorten in Stuttgart, Prag, Warschau und Indien kennt die FIPP schon lange, er engagiert sich seit elf Jahren im Verband als Schatzmeister. Der Fachzeitschriftenverleger soll dem Verband jetzt auch die Kontinuität geben, zeitgleich aber die Umbrüche in Angriff nehmen: "Die internationale Medienlandschaft befindet sich im Umbruch, in vielen Verlagen können wir hektische Personalwechsel beobachten. Man merkt, dass in den Verlagen jetzt die Controller das Sagen haben", so Reisch. Er will helfen, den Zusammenschluss von nationalen Verlegerverbänden (unter anderem VDZ) und international tätigen Medienunternehmen zu modernisieren.

Unterstützt wird Reisch bei der Neuausrichtung des Weltverbandes vom ebenfalls in New York neugewählten, stellvertretenden FIPP-Vorsitzenden Ralph Büchi (President International, Axel Springer SE). Beide sind sich einig in dem Ziel, FIPP als globale, medienübergreifende Plattform für Print- und digitale Medien noch attraktiver zu machen.

Dass der FIPP-Umbau nicht einfach wird, weiß Erwin Fidelis Reisch: "Als Verleger von Klempner-Zeitschriften bin ich es gewohnt, dicke Bretter zu bohren", lacht der erfahrene und leidenschaftliche Unternehmer.

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