Er hat den Online-Auftritt von "Business Punk" profitabel gemacht: Was Tolgay Azman der Branche prophezeit

04.11.2016
 

Tolgay Azman ist der erste Digital Native, der in eine Wirtschafts-Chefredaktion berufen wurde. Und das mit gutem Grund: Er hat in kürzester Zeit eine starke Community für "Business Punk" aufgebaut, die Marke populär gemacht und so Werbeerlöse generiert. Wie hat der 26-Jährige das geschafft? Und was prophezeit er der Branche?

Tolgay Azmans Erfolgsrezept folgt keinen komplizierten Algorithmen. "Mein größtes Kriterium ist: Interessiert es die Leute? Ich gehe da oft von mir selbst aus, schließlich bin ich praktischerweise ja auch Teil der "Business Punk"-Zielgruppe", erklärt Azman im aktuellen "Wirtschaftsjournalist". Seit September ist er in der Chefredaktion des jungen Wirtschaftstitels aus dem Hause Gruner & Jahr (kress.de berichtete). Zuvor hat er als Social Media Manager die Website des Magazins profitabel gemacht. Begonnen hat er dort bereits während seines BWL-Studiums in Frankfurt (Oder).

Bei der Auswahl der Inhalte und der Gestaltung der Seite verlässt sich Azman meist auf seine Intuition - und einen unerschütterlichen Optimismus, "den bekommt man bei mir quasi im Paket mit", sagt Azman im Interview mit "Wirtschaftsjournalist"-Chefredakteurin Susanne Lang. Die alten Verlagszeiten vor der Digitalisierung hat er nicht mehr erlebt. Er gehört zu den sogenannten Digital Natives, für die digitale Mediennutzung so selbstverständlich ist wie die morgendliche Dusche. Auch deshalb kann er mit dem branchenüblichen Pessimismus hinsichtlich der Zukunft von Medien nicht sehr viel anfangen. "Ich kann nachvollziehen, dass bei einigen Titeln diese negative Stimmung herrscht, wenn man jeden Tag zusehen muss, wie das Geschäft Stück für Stück wegbricht. Andererseits bietet diese Branche auch sehr viel Neues," findet Azman. "Nutzer wollen nach wie vor Content, Nutzer beschäftigen sich nach wie vor mit Inhalten, aber sie tun das auf eine andere Art und Weise als vor zehn, zwanzig Jahren."

Ob alle Marken dafür eine Antwort haben werden, bleibe allerdings fraglich. "Ich sage es mit Bedauern, aber ich bin überzeugt davon, dass einige traditionelle Marken in einigen Jahren nicht mehr existieren werden - zumindest nicht in ihrer jetzigen Form", so Azman im "Wirtschaftsjournalist". "Auf der anderen Seite werden neue Publikationen hochgezogen. Auch hier eine Chance für die Traditionstitel: Selbst neue Medienhäuser, digitale hippe Publishing Brands, benötigen inhaltliche Expertise, wenn sie langfristig Erfolg haben wollen. Expertise, über die traditionelle Publisher in großem Stil verfügen."

kress.de-Tipp: Das gesamte Gespräch mit Azman lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des "Wirtschaftsjournalist". Dort verrät der Chefredakteur unter anderem, welche Rolle Humor in der Berichterstattung spielt und welche Businessmodelle er auf einem guten Weg sieht. Der "Wirtschaftsjournalist" erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer und kann im Newsroom.de-Shop bestellt werden. Das Magazin gibt es auch digital im iKiosk.

Ihre Kommentare
Kopf
Chris Ecklebe

Chris Ecklebe

COSMOTY.de
Geschäftsführer

04.11.2016
!

Herr Azman leistet dort definitiv sehr gute Arbeit und wird in einigen Jahren sicher noch existieren. Es ist alles eine Frage der Transformation...


Chris Ecklebe

Chris Ecklebe

COSMOTY.de
Geschäftsführer

04.11.2016
!

Herr Azman leistet dort definitiv sehr gute Arbeit und wird in einigen Jahren sicher noch existieren. Es ist alles eine Frage der Transformation...


Osman Zöllner

Osman Zöllner

newport.takkt GmbH
Head of Digital Marketing

07.11.2016
!

Mal wieder ein beweis dafür was junge, schlaue Köpfe erreichen können wenn man Sie lässt.

Ich hoffe das sich viele Firmen hieran ein Beispiel nehmen.


X

Kommentar als bedenklich melden

 
×

Bestätigung

Dieser Kommentar wurde erfolgreich gepetzt.

×

Oooooooooops

Beim Petzen trat ein Fehler auf. Versuchen Sie es bitte noch einmal.

Inhalt konnte nicht geladen werden.