Mainzer Mediendisput: Wie hat sich die politische Kommunikation im "Raumschiff Berlin" verändert?

 

Ein wichtiges Thema wird beim Mainzer Medien Disput am Mittwoch, 7. Dezember 2016, um 19 Uhr in Berlin behandelt. "Symbiose, Mainstream oder Vierte Gewalt - Wie hat sich die politische Kommunikation im 'Raumschiff Berlin' verändert?" lautet die Frage, die SWR-Chefreporter Thomas Leif unter anderem mit Laura Himmelreich (Foto) von "Vice" behandeln wird. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

"Die administrative Allzweckwaffe der Politik", Frank-Jürgen Weise, sagte kürzlich bei einer Preisverleihung in Frankfurt: "Ich finde es fürchterlich, dass Randbereiche die Debatte bestimmen." Ähnlich äußern sich immer wieder führende Politiker und besonders alle Bundespräsidenten in der Vor-Gauck-Ära. Sie kritisierten immer wieder die "Umkehr der Wichtigkeiten" in der Politikberichterstattung.

Der Münchner Medienwissenschaftler Christoph Neuberger hat den Privatsendern im Oktober ein Defizit im Bereich Nachrichten und Information attestiert. In manchen Bereichen liege der Anteil klassischer politischer Information bei unter zwei Prozent. Ein Hinweis auf einen Trend: Immer häufiger wird auf allen Kanälen und Plattformen gesendet und publiziert, was den angenommenen Erwartungen des Publikums entspricht. Die Folgen des Prinzips "Akzeptanz ist Relevanz" hat der Musiker Marius Müller-Westernhagen so beschrieben: "Heute ist alles nur darauf ausgelegt, Erwartungen zu erfüllen. Die Menschen sind über Jahre derart entpolitisiert worden, dass sie zu dumm für die Demokratie geworden sind. Und ich glaube, dass das auch in einem gewissen Maße so gewollt war."

Leserinnen und Leser von kress.de können sich ab sofort für den Mainzer Mediendisput am 7. Dezember in Berlin anmelden (direkt per Email unter veranstaltungen@lv.rlp.de). Mit SWR-Chefreporter Thomas Leif diskutieren beim Mainzer Mediendisput Lars Cords, Scholz & Friends Group GmbH, Partner, Chief Content Officer; Laura Himmelreich, Chefredakteurin vice.com, früher Magazin "Stern"; Ulrike Hinrichs, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied BVK, früher Frontal21 (ZDF), Kommentatorin focus.de; Dr. Uwe Krüger, Kommunikationswissenschaftler Uni Leipzig (Autor: Mainstream: Warum wir den Medien nicht mehr trauen, 2016) sowie Dr. Richard Meng, Ex-Regierungssprecher Senat Berlin, früher stellvertretender Chefredakteur der "Frankfurter Rundschau" (Autor: Wir schaffen es (nicht). Politik und Medien in der Selbstwertkrise, 2016).

Hintergrund: Der Mainzer Mediendisput ist eine der wichtigsten und regelmäßig stattfindenden Diskussions-Plattformen zum Austausch über medien- und gesellschaftspolitische Grundsatzfragen in Berlin. kress.de ist gemeinsam mit der Otto Brenner Stiftung Partner vom Mainzer Medien-Disput. Anmeldungen für den MMD am 7. Dezember um 19 Uhr in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz beim Bund, In den Ministergärten 6, in Berlin, sind per Email unter veranstaltungen@lv.rlp.de möglich. Die Teilnehmerzahl ist aus Raumgründen begrenzt.

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