Wie eine Tageszeitung zu Christi Geburt ausgesehen haben könnte

23.12.2016
 

Die Tageszeitung "Rheinische Post" veröffentlicht an Heiligabend eine Sonderbeilage unter dem Titel "Römische Post". Sieben der acht Seiten sind dem Gedanken gewidmet, wie eine Tageszeitung zu Christi Geburt ausgesehen haben könnte.

Es geht darin unter anderem um böse Gerüchte über König Herodes, einen spektakulären Gladiatorenkampf im Circus Maximus, aufmüpfige Germanen, Toga-Modetipps für Männer und in einem Leitartikel wird gefragt: "Brauchen wir einen Erlöser?".

Die Redaktion, angeführt von Chefredakteur Michael Bröcker, hat für das Projekt mit der Düsseldorfer Heinrich Heine Universität und dem Historiker Bruno Bleckmann zusammengearbeitet, der im Rahmen eines Praxis-Seminars 18 Studierende in die Arbeit an der Sonderbeilage eingebunden hatte. Dies sollte sicherstellen, dass alle Berichte in der Sonderbeilage keine Phantasiegeschichten sind, sondern einen wissenschaftlich fundierten Hintergrund haben.

Die Beilage ist mit hohem Aufwand bebildert: Einige Aufnahmen entstanden im Archäologischen Park in Xanten. Das dortige Gelände mit nachgebauten römischen Einrichtungen diente als Kulisse. Weitere Aufnahmen entstanden in Polen, wo Geschichtsbegeisterte in originalgetreu nachgebildeten römischen Uniformen und Roben zur Verfügung standen.

Die Geburt Christi selbst ist in der Weihnachtsausgabe übrigens kein Thema: "Er war ja noch nicht geboren und es gab ja auch noch keine Christen", erläutert Professor Bleckmann.

Ihre Kommentare
Kopf
Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Inhalt konnte nicht geladen werden.