"Abendzeitung"-Verleger auf Expansionskurs: Martin Balle kauft die espresso Mediengruppe in Ingolstadt

 

Drei Jahre nach dem Erwerb der Münchner "Abendzeitung", die Verleger Martin Balle aus der Insolvenz geführt und wieder profitabel gemacht hat, sitzt der Geldbeutel offenbar wieder locker. Aktuell weitet Balles Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung ihr Engagement in der Metropolregion München aus - durch den Zukauf der espresso Mediengruppe in Ingolstadt.

Das inhabergeführte Haus in Ingolstadt, zu dem auch ein Buchverlag gehört, bringt unter anderem das Anzeigenblatt "Blickpunkt" sowie die beiden Zeitschriftentitel "espresso" und "Bayerns Bestes" heraus. Außerdem betreibt die espresso Mediengruppe das Stadtportal blickpunkt-ingolstadt.de. Martin Balle freut sich, dass er über die Neuinvestition nun rund 100.000 Haushalte mehr erreicht.

Bisheriger espresso-Eigner war der Herausgeber Hermann Käbisch, der auch nach dem 100-Prozent-Verkauf an die Mediengruppe Landshuter Zeitung/Straubinger Tagblatt an Bord bleiben soll. Käbisch wird dem Haus als leitender politischer Redakteur verbunden bleiben. 

Martin Balle gab bekannt, dass alle espresso-Arbeitsplätze erhalten bleiben sollen, zudem kündigt er bereits Neueinstellungen an. Vor allem der Online-Auftritt blickpunkt-ingolstadt.de soll zügig ausgebaut werden. Ziel ist mehr Umfang, Aktualität und eine höhere Reichweite.

Hintergrund: Zum Medienhaus Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung gehören 17 regionale Zeitungsausgaben in Niederbayern, der Oberpfalz und Oberbayern, sieben regionale Anzeigenblätter sowie seit 2014 die "Abendzeitung" in München. Der promovierte Philosoph Martin Balle, der den Verlag von seinem Vater übernahm, führt die Mediengruppe seit 2002 als persönlich haftender Gesellschafter. Neben seiner Verlegertätigkeit unterrichtet Balle als Professor für Medientechnik an der Technischen Hochschule Deggendorf.

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