Was kostet ein Blogpost? Was der Experte Djure Meinen Unternehmen und Agenturen rät

18.01.2017
 

Die Vergütung von Bloggern ist ein heikles Thema. Viele Unternehmen und Agenturen tun sich schwer, dafür relevante Budgets zu reservieren und begeben sich in mühsame Verhandlungen. Der Experte für Blogger Relations, Djure Meinen, rät: Sparen Sie nicht am falschen Ende!

 

"Wer wie ich für eine großzügige Bemessung von Honoraren plädiert, wird dafür teilweise scharf kritisiert. Aber bedenken Sie: Blogger, mit denen Sie im Zuge qualitativ hochwertiger Blogger Relations zusammenarbeiten, sind in aller Regel ausgewiesene Experten für Ihr Thema. Sie sind meist gut ausgebildet, haben die passende Schreibe und produzieren hochwertigen Content", so Djure Meinen, Director Digital Relations bei der Agentur Wildcard.

Für die Erstellung eines Blogposts sei im Schnitt inklusive Recherche, Ressourcenbeschaffung, Schreiben, Gestalten und Veröffentlichen das Äquivalent eines Tagessatzes realistisch. "Ziehen Sie gegebenenfalls noch den Aufbau einer gewissen Reichweite für Blog und Social-Media-Kanäle in Betracht und schauen einmal in die Preisliste Ihrer Agentur", rät Meinen Unternehmen und Agenturen.

Er neigt zu einer Daumenregel, nach der Honorare von mehr als 500 Euro vom Blogger zu begründen sind. Alle Beträge von weniger als 500 Euro müssten Unternehmen und Agenturen rechtfertigen.

Die Verhandlung über Honorare sei noch aus einem weiteren Grund eher müßig. Meinens Erfahrung zeigt, dass die für Unternehmen und Agenturen anfallenden Kosten bis zum fertigen Blogpost die Honorare meist deutlich übersteigen. Im Gesamtbudget spielten Honorare eine untergeordnete Rolle.

Und: Das Honorar sei ein Hygienefaktor. "Wenn Ihr Gegenüber das Gefühl hat, fair behandelt zu werden, bestehen beste Chancen für eine fruchtbare Zusammenarbeit."

kress.de-Tipp: Dieser Beitrag ist Teil der "PR-Werkstatt" "Blogger Relations" (hier als E-Paper oder Print-Ausgabe erhältlich). Darin beschreibt Djure Meinen auf 16 Seiten, wie Marken und Unternehmen Beziehungen zu Bloggern aufbauen und pflegen können und was dabei rechtlich zu beachten ist.

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18.01.2017
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Wenn sich ein Blog als nach journalistischen Grundsätzen geführtes Medium versteht oder als solches wahrgenommen wird, gerät der Betreiber durch bezahlte Posts sehr schnell in die Gefahr, mit den Richtlinien 7.1/7.2 des Pressekodex zu kollidieren. Bezahlte Blogposts halte ich für schlicht unethisch, solange sie nicht deutlich als Anzeige gekennzeichnet sind.


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