Die Mentoren-Ausbildung der "Rhein-Zeitung": Volontär und erfahrener Redakteur bilden Tandem

30.01.2017
 

Die "Rhein-Zeitung" sucht als Volontäre Spezialisten statt Generalisten und fördert sie anschließend mit einem Mentorenprogramm. Warum Chefredakteur Christian Lindner dabei amerikanische TV-Krimis in den Sinn kommen.

Die "Rhein-Zeitung" in Koblenz sucht nicht nur irgendwelche Nachwuchsjournalisten, sondern "Traumpartner", wie es in der Stellenanzeige heißt. Für Chefredakteur Christian Lindner sind das vor allem "junge Leute mit Persönlichkeit, Leidenschaft für Journalismus und ausgeprägter Lust auf Lokales oder Sport, Kultur, Online und Social Media, Politik, Wirtschaft oder Fotografie". 

"Es geht uns darum, Leute zu finden, die für den Beruf brennen, neugierig sind und bleiben und dann auch guten Journalismus machen", unterstreicht Lindner in "kress pro". Die "Rhein-Zeitung" will die Volontäre später auch übernehmen: "Wir reden nicht über billige Arbeitskräfte, sondern über die künftigen Kollegen", so Lindner gegenüber "kress pro"-Autorin Katy Walther.

Die "Rhein-Zeitung" hat deshalb ein Ausbildungskonzept entwickelt, das neben dem Handwerk auch journalistische Haltung vermittelt. Das "Mentorenprogramm" läuft seit 2015 und bindet den jeweiligen Volontär mit einem erfahrenen Kollegen aus der Redaktion in einem Tandem zusammen. 

Das eine generelle Volontariat gibt es bei der "Rhein-Zeitung" nicht mehr, stattdessen "reinrassige" Volontariate für Sport, Kultur, Lokales, Politik, Gericht/Reportage, Wochenendjournal/Reportage, Digitales oder Fotografie. Von den 24 Monaten Volontariat arbeiten Mentor und Volontär in der Regel 18 Monate fest zusammen. Die Tandems seien oft vergleichbar mit den Duos "Alter Cop, junger Cop" aus amerikanischen TV-Krimis, erklärt Lindner. Erfahrung poole sich mit Temperament, siebter Sinn mit Experimentierfreude. Die Summe sei dann in allen Fällen mehr als nur die Addition von Talenten.

kress.de-Tipp: Jochen Dick, Sportchef der "Rhein-Zeitung", bildet gerade Sportvolontär Christoph Erbelding aus. Ein Interview mit den beiden und mehr Hintergründe zum Mentorenkonzept der "Rhein-Zeitung" lesen Sie in der aktuellen "kress pro". Die Ausgabe kann hier (als E-Paper oder gedruckt) - und im iKiosk erworben werden.

Hintergrund: "kress pro" - das Magazin für Führungskräfte bei Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "kress pro"-Chefredakteur ist Markus Wiegand, Herausgeber Johann Oberauer. "Zum "kress pro"-Abo.

 

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