Vom Berater zum Boss: Andreas Heinkel führt die Geschäfte der "Eßlinger Zeitung"

 

Andreas Heinkel, 49, führt seit dem 1. Februar die Geschäfte der "Eßlinger Zeitung". Der neue Hausherr kennt das Haus schon gut: Er beriet Verlegerin Christine Bechtle-Kobarg seit Sommer 2016, nachdem der langjährige Geschäftsführer Werner Schumacher den Verlag verlassen hatte.

Bechtle-Kobarg hat ihren (Mehrheits-)Anteil an der Zeitung mittlerweile an die "Stuttgarter Zeitung" verkauft, die wiederum zur Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) gehört (kress.de vom 7. Oktober 2016). Die Verlegerin a. D. ist jetzt nur noch Herausgeberin und als SWMH-Gesellschafterin mittelbar mit einem kleinen Anteil an der "Eßlinger Zeitung" beteiligt.

Herbert Dachs, der Stuttgarter SWMH-Statthalter, attestiert seinem neuen Mann in Esslingen "ein tiefes Verlagsverständnis". Das hat Heinkel als Geschäftsführer der "Lausitzer Rundschau" und der Mediengruppe Münchner Merkur erworben. Dort musste er sich im Frühjahr 2016 allerdings grollend trollen, weil ihm Verleger Dirk Ippen schlechtes Management bei der Neuorganisation der Redaktionen von "Merkur" und "tz" vorwarf (kress.de vom 9. März 2016).

Als Chef der Unternehmensgruppe Bechtle gebietet Heinkel nicht nur über die "Eßlinger Zeitung", sondern auch über Anzeigenblätter und eine Druckerei. Die "Eßlinger Zeitung" (Chefredakteur: Gerd Schneider) kommt zusammen mit ihren Schwesterblättern "Cannstatter Zeitung" und "Untertürkheimer Zeitung" laut IVW auf eine verkaufte Auflage von 39.426 Exemplaren (viertes Quartal 2016).

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