Gemeinsamer Newsroom von "Express" und "KStA": Carsten Fiedler, Constantin Blaß und Thomas Kemmerer bilden Management Board

02.02.2017
 

Die DuMont-Zeitungen "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express" rücken näher zusammen und werden künftig aus einem gemeinsamen Newsroom heraus produziert. Carsten Fiedler beim "KStA" und Constantin Blaß, der spätestens im Juli den "Express" übernimmt, werden als Chefredakteure ihre jeweilige Marke verantworten und gemeinsam mit Thomas Kemmerer das Management Board der neuen Kooperation bilden. Auch ein Stellenabbau wird angekündigt.

"KStA" und "Express", die wie die "Kölnische Rundschau" zum Medienhaus DuMont Rheinland gehören, sollen ihre Identitäten behalten. Übergreifende Aufgaben wie Video, Grafik, Foto, Datenanalyse und Suchmaschinenoptimierung werden die Redaktionen von "Express" und "Kölner Stadt-Anzeiger" künftig allerdings gemeinsam angehen.

Thomas Kemmerer, derzeit kommissarischer Chefredakteur des "Express", wird künftig als General Manager für beide Titel die erlös- und reichweitenorientierte Steuerung der Digital-Angebote übernehmen und das News-Team leiten (siehe auch kress.de-Bericht vom Oktober 2016).

"Mehr Freiraum für Neues"

"Eine intensivere Kommunikation zwischen den Titeln, gemeinsame Rollen vor allem im Digitalen und die Möglichkeiten der Echtzeitanalyse verschaffen uns deutlich mehr Freiraum, um neue Ideen, Formate und Produkte zu entwickeln", erklärt Carsten Fiedler das Konzept. 

Das neue Modell, das die Redaktionen von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express" seit September 2016 gemeinsam entwickelt haben, versteht das Medienhaus DuMont Rheinland als Antwort auf die Anforderungen des digitalen Wandels, der mobilen Entwicklung und auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. "Beide Marken sollen sich künftig noch intensiver auf ihre Stärken fokussieren. Unser Ziel ist es, Leser und User bestmöglich mit den unterschiedlichen Medienangeboten zu erreichen ", so Philipp M. Froben, Geschäftsführer des Medienhauses DuMont Rheinland.

Im neuen Newsroom werden nicht nur die Zeitungen, sondern auch sämtliche digitalen Kanäle bespielt und alle bestehenden wie künftigen journalistischen Produkte produziert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auch weiterhin konkret einer Marke zugeordnet, produzieren und planen aber Inhalte für alle Kanäle. Innerhalb großer Ressorts wie Lokales und Sport prüfen verantwortliche Koordinatoren, ob der Austausch von Informationen und Inhalten möglich und sinnvoll ist. 

Abbau von bis zu 18 Vollzeitstellen 

Derzeit arbeiten rund 250 Beschäftigte in den Redaktionen von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express". Im Rahmen des Kooperationsmodells sei bis zum Zeitpunkt der kompletten Umsetzung im Herbst mit einem Abbau von 15 bis 18 Vollzeitstellen zu rechnen, so das Medienhaus DuMont Rheinland. Um diesen Prozess sozialverträglich zu gestalten, hat die Geschäftsführung mit dem Betriebsrat die Fortführung des freiwilligen Abfindungsmodells bis Ende Februar vereinbart und wird Gespräche über einen Sozialplan aufnehmen.

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.