Berühmte Trump-Fragestellerin: Kristina Dunz wechselt zur "Rheinischen Post"

 

Gerade erst hat Kristina Dunz auf internationalem Parkett mit ihren Fragen an Donald Trump für Wirbel gesorgt. Nach kress.de-Infos verlässt die erfahrene Journalistin bereits nach der Bundestagswahl die Deutsche Presseagentur und wechselt zur "Rheinischen Post".

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Angela Merkel und Donald Trump am Freitag stellte dpa-Korrespondentin Kristina Dunz dem US-Präsidentin die "Fake-news"-Frage und erntete dafür viel Lob von ihren amerikanischen Kollegen.

Kristian Dunz stellte bei der Pressekonferenz in Washington folgende Fragen:

"Herr Präsident, ist es nicht auch eine Gefahr für Amerika, wenn "America First" die Europäische Union schwächen würde?"

Und:

"Warum macht Ihnen Pressevielfalt eigentlich so große Angst, dass Sie so oft von Fake News sprechen und selbst Dinge behaupten, die dann nicht belegt werden können, wie die Äußerung, Obama habe Sie abhören lassen?"

Bei der Deutschen Presseagentur ist Kristina Dunz seit November 2009 Kanzlerkorrespondentin und zuständig für die Union. Sie berichtet damit vor allem über Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Auslandsreisen wie jetzt in Washington. Dunz hat nach dem Studium der Kulturwissenschaften und Französisch beim "Delmenhorster Kreisblatt" volontiert; seit Juli 1994 ist sie bei der Deutschen Presseagentur, zuerst in der Europa-Redaktion in Hamburg, danach als Landespolitische Korrespondentin in Stuttgart. Im Dezember 1998 kam sie als Redakteurin in die Inlandspolitik, von Mai 200 bis November 2009 war sie Bundeskorrespondentin für Verteidigung und die Partei Die Linke.

Laut kress.de-Infos hat Michael Bröcker, Chefredakteur der "Rheinischen Post", die profilierte Journalistin für sein Hauptstadtbüro gewonnen. Bröcker holt Dunz zu Oktober 2017 als stellvertretende Berlin-Chefin zur "Rheinischen Post"; dort wird sie eng mit Eva Quadbeck zusammenarbeiten. Quadbeck ist seit November 2016 als Leiterin der Berliner Parlamentsredaktion der "Rheinischen Post" auch Mitglied der Chefredaktion.

Auf Twitter hat Sven Gösmann, Chefredakteur der Deutschen Presseagentur, unsere Meldung kress.de-Chefredakteur Bülend Ürük inzwischen bestätigt: "Muss ich, @buelend, leider bestätigen. Einziger Arbeitgeber, bei dem ich schwer meckern kann, @MichaelBroecker. Good luck, @WaltrautDunz." Gösmann war lange Jahre Chefredakteur der "Rheinischen Post" und direkter Vorgänger von Michael Bröcker, bevor ihn die Deutsche Presseagentur zum Chefredakteur berief.

Hintergrund "Rheinische Post"

Die "Rheinische Post" erscheint in der Rheinische Post Mediengruppe mit Sitz in Düsseldorf. Die Mediengruppe ist mehrheitlich beteiligt an der Saarbrücker Zeitungsgruppe, die die Titel "Saarbrücker Zeitung", "Trierischer Volksfreund", "Lausitzer Rundschau" und "Pfälzischer Merkur" herausbringt. Der Umsatz der Mediengruppe liegt bei rund 680 Millionen Euro im Jahr. Im In- und Ausland beschäftigt sie mehr als 5.000 Mitarbeiter.

Geschäftsführer sind Karl Hans Arnold (Vorsitzender), Patrick Ludwig und Johannes Werle (beide stellv. Vorsitzende) sowie Hans Peter Bork. Die Chefredaktion der "Rheinischen Post" führt Michael Bröcker, stellvertretende Chefredakteure sind Horst Thoren und Stefan Weigel.

Ihre Kommentare
Kopf

Ortwin Müller

19.03.2017
!

Wie leicht man zur HELDIN wird!
Dass die Frage "Warum macht Ihnen Pressevielfalt so große Angst...?" inhaltlich gar nichts mit wirtschaftlichen und politischen Themen zu tun hat, die während Merkels Besuch besprochen wurden, scheint wenige zu interessieren. Frau Dunz wird wohl auch nur von Clinton-Fans gefeiert, deren Wut nach der Wahlniederlage in Gewaltbereitschaft und Ausschreitungen ihren Ausdruck fand.
Ein dicker Fauxpass in einer knisternd sensiblen Atmosphäre wird offenbar noch belohnt!


Mario Gut

19.03.2017
!

Wie schnell man doch berühmt werden kann. Im Meinungsbiotop gut versorgt, eine "ganz harte und, wow, spitzfindige Frage wie der Vergleich DDR Mauer mit Clinton/Obama/Trump zunächst Zaun, dann Mauer und fertig ist die toughe superjournalistin. Irgendwie kein Wunder, dass Vieles in den Medien nicht mehr ernst genommen wird - und damit meine ich nicht "FakeNews", sondern "useless news" gepaart mit "manipulative news" im Zusammenhang mit "meine Meinung muss ich loswerden news"....


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