Drei Frauen aus der Verlagsbranche machen Online-Magazin: Scheithauer, Urbainczyk und Wiederer gründen "Echte Mamas"

 

Drei echte Mamas haben sich in Hamburg zusammengetan, um ein Online- und Social-Media-Magazin für Mütter und werdende Mütter zwischen 20 und 35 Jahren zu gründen - unter dem Namen "Echte Mamas". Die drei Gründerinnen kommen aus der Verlagsbranche: Marion Scheithauer war Beauty-Chefin der Bauer-Zeitschrift "Maxi", Miriam Wiederer leitete dieses Ressort beim Gruner+Jahr-Titel "Brigitte", und Sara Urbainczyk ist Business-Director der Bauer-Portale "Wunderweib.de" und "Lecker.de". Derzeit ist sie in Elternzeit.

Die Idee zu "Echte Mamas" sei ihr und ihren beiden Mitstreiterinnen bei "Playdates" während der gemeinsamen Elternzeit gekommen, erzählt Sara Urbainczyk: "Sie ist auf dem Fußboden im Wohnzimmer entstanden und hat sich am Küchentisch weiterentwickelt." Im September 2016 haben die drei Frauen die Echte Mamas GmbH gegründet und nach einer Test- und Entwicklungsphase starten sie jetzt offiziell mit ihren Online-Angeboten. Sie wollen damit "junge, offene Mütter, die sich mitteilen möchten und kein Blatt vor den Mund nehmen", erreichen. "Es gibt viele verschiedene Wege, gesunde und glückliche Kinder zu erziehen", sagt Miriam Wiederer. "Wir wollen junge Mütter davon überzeugen, nicht so hart mit sich und anderen ins Gericht zu gehen."

Mit der Website unter www.echtemamas.de erreicht das Trio noch eigenen Angaben pro Monat bereits 500.000 Visits. Dort finden sich redaktionelle Beiträge, die nach den vier Ressorts "Echte Geschichten", "Schwanger", "Kinder" und "Leben" rubriziert sind. Zentraler Trafficbringer sind Soziale Netzwerke, insbesondere Facebook, aber auch Instagram (@echtemamas). Bei Facebook kommen die "Echten Mamas" auf gut 294.000 Fans und haben nach eigenen Angaben die "höchste Aktivitätsrate im Wettbewerbsumfeld". Bei dem Sozialen Netzwerk setzen die drei Gründerinnen stark auf einen Community-Ansatz: Sie haben auch eine geschlossene Facebook-Gruppe mit 34.000 Mitgliedern gegründet, in der sich Mütter und Mütter in spe zu Themen wie Schwangerschaft, Erziehung oder Beziehungsfragen austauschen.

Die drei Frauen haben ihr Start-up mit eigenen Mitteln ohne Unterstützung von Investoren aufgebaut,  laut Geschäftsführerin Urbainczyk aber von Anfang an Einnahmen gehabt. Für Erlöse soll vor allem Native Advertising sorgen, also in Aussehen und Inhalt an redaktionelle Artikel angelehnt Werbung. Erste Kampagnen sind bereits gelaufen: zum Beispiel eine Kinderbett-Werbung für den Hersteller Stokke, die über Facebook & Co. verbreitet wurde. In Planung ist auch ein Kunden-Channel für Ava, Anbieter eines Armbandes zum Zyklus- und Fertilitätstracking. Urbainczyk hält Native Advertising für die Zielgruppe der jungen Mütter für prädestiniert, weil einschlägige Produkte oft erklärungsbedürftig seien.

Auch Veranstaltungen sind ein wichtiger Baustein im Business-Plan der drei Gründerinnen. Die erste findet schon am kommenden Samstag, 25. März, in Hamburg statt. Die "Echten Mamas" laden zehn Schwangere zu einer "Babyshower-Party" nach US-Muster ein. Auf die Frauen wartete ein mit Hilfe von Sponsoren wie Pampers oder Sigikid reich gedeckter Geschenktisch.

Urbainczyk & Co. formulieren für ihr Magazin ehrgeizige Ziele: Sie wollen "das größte digitale Netzwerk für Mütter in Deutschland" aufbauen. Als Wettbewerber sehen sie sowohl die Digital-Ableger klassischer Print-Magazine wie "Eltern" als auch reine Digital-Angebote wie "Netmoms" und "Influencer" im Internet. Mütter wollten sich heute vor allem über Soziale Netzwerke und weniger über Online-Foren austauschen, meint Urbainczyk. Die "Echten Mamas" füllten mit ihrem Facebook-zentrierten Ansatz eine Marktlücke und seien bereits das erfolgreichste Social-Media-Angebot für Mütter in Deutschland.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.