Neue Reihe "Wir fragen unsere kressköpfe": Warum Thomas Elbracht bei El Cartel sein Sakko auf den Bügel hängt

 

Thomas Elbracht ist ein Vermarktungsmann durch und durch: Nach Stationen bei Super RTL und im RTL II-Marketing wechselte er intern zu Verkaufstochter El Cartel Media - als Leiter Brand Partnership & Entertainment. Nun ist er nicht nur für Product Placement, sondern auch für den Musikverlag zuständig. Kaum eine andere Abteilung habe mehr Schnittstellen, sagt er im kress.de-Interview zur wichtigen Beförderung.

kress.de: Herr Elbracht, Sie wurden zuletzt innerhalb des Hauses befördert und leiten nun die Abteilung Brand Partnership & Entertainment. Was hat Sie zu dieser Veränderung bewegt und was reizt Sie an Ihren neuen Aufgaben?

Thomas Elbracht: Die ganze Branche sucht nach Wegen, sich von den klassischen TV-Erlösen unabhängiger zu machen. Markenintegrationen und Lizenzpartnerschaften sind ein sehr spannendes und abwechslungsreiches Wachstumsfeld. Da kehrt niemals Routine ein, darauf freue ich mich.

kress.de: Bislang waren Sie stark in die eher klassischen Vermarktungsaktivitäten eines Senders im Bereich Media Sales eingebunden. Wie schwer fällt es Ihnen, sich ein stückweit vom vertrauten TV-Geschäft zu entfernen und sich auf Crossmedia-Aufgaben - bis hin zu Musik-Kooperationen - einzulassen?

Thomas Elbracht: Bei RTL II und El Cartel Media gibt es in den verschiedenen Bereichen eh kein Inseldenken. Da weiß jeder, was der andere macht und man arbeitet projektbezogenen in immer neuen Teams zusammen. Deshalb sind das auch für mich jetzt keine komplett neuen Themen. An dieser Stelle ist es hilfreich, dass wir ein nicht so großes Haus sind mit überschaubaren Strukturen und kurzen Wegen. 

kress.de: Welche aktuellen Titel aus dem El Cartel-Musikverlag laufen derzeit in Ihrem Büro?

Thomas Elbracht: Bei diesem Geschäft stehen wir noch ziemlich am Anfang, deshalb würde sich meine Playlist sehr schnell wiederholen, wenn ich nur unsere Titel hören würde. Aber das wird sich sukzessive ändern, wir haben einige Eisen im Feuer.  

kress.de: Inwieweit spiegelt Ihr neues Aufgabenfeld den Wandel eines Fernsehsenders hin zum Multimediahaus wieder?

Thomas Elbracht: Vermutlich hat kaum eine Abteilung intern mehr Schnittstellen als wir. Insofern sind wir hoffentlich ein Treiber des Wandels, aber nicht allein dafür verantwortlich. Wie gesagt ist das Bewusstsein im ganzen Haus sehr stark, dass das TV-Geschäft heute ein anderes ist als vor zehn Jahren. Ich finde es immer wieder großartig, wieviele Ideen und Impulse von überall her kommen, im Bereich Digital, dem Marketing, den Redaktionen usw.   

kress.de: An welchen Stellen müssen Sie Ihr persönliches Adressbuch rasch ausbauen? Wie werden sich Ihre täglichen Routinen auf der neuen Stelle verändern?

Thomas Elbracht: Ganz lustig: Als Sales-Manager war bislang im Kundenkontakt Sakko Pflicht. In der Musikbranche oder bei Onlinern kommt das aber manchmal gar nicht gut an. Da ist mir schon gesagt worden: Wir reden nicht mit Leuten, die Sakko tragen (lacht).  

kress.de: Wie oft müssen Sie in Ihrem privaten Umfeld erklären, was man sich unter "Product Placement" vorzustellen hat - und wie oft treffen Sie dabei auf Stirnrunzeln?

Thomas Elbracht: Erklären muss ich das eigentlich gar nicht mehr, und auch immer seltener rechtfertigen. Product Placements sind eine komplett anerkannte Werbeform. Es gibt klare Spielregeln, die jeder akzeptiert. Auch die Kunden haben gelernt, dass Produktintegrationen nur wirksam sind, wenn sie unaufdringlich, intelligent und transparent sind. 

kress.de: Welche Stationen und Erfahrungen aus Ihrem bisherigen Lebenslauf und aus Ihrem Ausbildungsweg sind für Ihre neue Tätigkeit besonders wichtig?

Thomas Elbracht: Langjährige praktische Erfahrung im Vertrieb ist generell eine sehr gute Management-Schule. Kaum etwas ist vielseitiger und fordert einen täglich aufs Neue so sehr heraus.  

kress.de: In Ihrem Aufgabenbereich sind Kreativität, originelle Lösungen und auch die Fähigkeit gefragt, in einem größeren Unternehmen einmal querzudenken. In wie weit kann man das trainieren und wo schöpfen Sie Kraft für pfiffige Ideen, die den Unterschied machen?

Thomas Elbracht: Man darf den Job nicht rund um die Uhr machen. Wer das tut, wird nicht besser, sondern bekommt einen Tunnelblick. Mir ist es wichtig abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen. Mit Leuten reden, Dinge unternehmen, die nichts mit meinem Beruf zu tun haben. Nur so bleibt man flexibel und kreativ. El Cartel Media und RTL II sind Arbeitgeber, die einen da sehr unterstützen, mit regelmäßigen Schulungen, Fortbildungen und Workshops, aber auch mit vielfältigen Angeboten zur Work-Life-Balance. 

kress.de: Warum haben Sie sich ein kress.de-"Köpfe"-Profil angelegt und wie wichtig ist es für die Arbeit in Ihrem Netzwerk?

Thomas Elbracht: Kress Köpfe waren schon eine Marke vor Xing, LinkedIn oder Facebook. Das ist einfach eine gute Tradition, gerade in der Kommunikationsbranche.  

 

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