Raus aus der Hipster-Ecke: Start-ups sind ein relevantes Wirtschaftsthema geworden

19.04.2017
 

Neue Geschäftsmodelle entstehen vor allem in Start-ups. Viele Wirtschaftsmedien verhandeln sie daher nicht mehr als Lifestyle-Thema, sondern als ernst zu nehmende Wirtschaftskraft. Mit Erfolg: Auch deren Reichweiten steigen, vor allem bei regionalen Medien.

Mobilität, Banken, Handel oder Medien - überall greifen Startups bestehende Geschäftsmodelle an und werden so selbst zu großen Playern. Viele klassische Wirtschaftsmedien haben darauf reagiert und begreifen das Thema Start-up als wichtigen Bestandteil ihrer Berichterstattung.

Deshalb interessieren sich auch immer mehr Mittelständler, Konzerne, Familienunternehmer für Start-ups - die klassischen Leser der Wirtschaftspresse. Der Blick auf die Neugründungen ist für sie zugleich ein Blick in die Zukunft: Welche Technologie wird sich auf welche Weise weiterentwickeln? Wie verändert sich die Unternehmenskultur? Was heißt das für mein Geschäftsmodell? "Nicht zuletzt wollen alle junge digitale Talente in ihren Unternehmen haben, und dafür müssen sie auch wissen, wie diese ticken", erläutert Miriam Schröder vom "Handelsblatt" in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsjournalist.

Viele dieser Unternehmen sind nicht in den großen Städten angesiedelt, sondern in den Regionen. Die "Rheinische Post" bündelt daher Start-Up und Gründerthemen seit vergangenem Sommer in einem neuen Blog: "RP Gründerzeit". Daniel Fiene, Leiter der redaktionellen Digitalstrategie bei der "RP", hatte immer wieder Kontakt zu Start-ups und merkte: "Im Rheinland fehlte eine zentrale Anlaufstelle". Ergänzt wird das Ganze um die Kolumne eines "Höhle-der-Löwen"-Coaches sowie einige Meldungen. Gerade im lokalen Journalismus sei es wichtig, Anknüpfungspunkte in der realen Welt zu schaffen, so Fiene.

kress.de-Tipp: Wie die "Rheinische Post" dieses Konzept ausbauen will und welche Strategie Medien wie "tn3", das Magazin für digitale Wirtschaft, verfolgen, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsjournalist (1/2017). Die Zeitschrift gibt es im Newsroom-Shop, oder auch digital - als E-Paper im iKiosk.

Der "Wirtschaftsjournalist" (Chefredakteurin: Susanne Lang, Herausgeber: Johann Oberauer) erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. Autorin des hier zitierten Beitrages "Der Mittelstand von morgen" ist Anna von Garmissen.

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