Chris Melzer verlässt dpa: Jens Petersen übernimmt Konzernkommunikation

 

Die Deutsche Presse-Agentur bekommt einen neuen Pressesprecher, der nicht mehr bei der dpa direkt, sondern bei der dpa-Tochter news aktuell beschäftigt ist und zukünftig für die gesamte dpa-Gruppe spricht. Jens Petersen (49, Foto) übernimmt die Aufgaben von Chris Melzer (45), der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt.

Melzer hatte seinen ersten dpa-Bericht aus Hongkong geschrieben, vor der Übernahme des Postens als Pressesprecher war Melzer dpa-Büroleiter in New York. Wohin Melzer wechselt, ist noch nicht bekannt.

Jens Petersen leitet seit 2008 die Unternehmenskommunikation bei news aktuell; er ist bereits seit 1998 in verschiedenen Funktionen bei der dpa-Tochter beschäftigt. Neben seiner Tätigkeit als Unternehmenssprecher war Petersen verantwortlich für den Auf- und Ausbau von Presseportal.de. Jens Petersen wuchs in der Nähe von Bremen auf und studierte Geschichte, Politik und Journalistik in Hamburg. Seine neue Aufgabe als Leiter der dpa-Konzernkommunikation tritt er am 1. Juli 2017 an.

Der Umbau in der Konzernkommunikation trägt die deutliche Handschrift von Peter Kropsch, dem Vorsitzenden der dpa-Geschäftsführung. Kropsch rückte Anfang des Jahres an die Unternehmensspitze als Nachfolger des langjährigen Geschäftsführer Michael Segbers. "Wir arbeiten intensiv daran, die Kompetenzen in der Gruppe besser zu vernetzen. Wir wollen schneller und effizienter werden. Das ist unser Ziel", so Kropsch in einer Aussendung. Die Deutsche Presse-Agentur "braucht eine schlagkräftige konzernweit tätige Kommunikationsabteilung. In Zeiten von Fake News, Medienwandel und rasant fortschreitender Digitalisierung sind die Herausforderungen groß und vielschichtig", betont dpa-Chefredakteur Sven Gösmann.

Hintergrund

Die Deutsche Presse-Agentur ist die bedeutendste Nachrichtenagentur in Deutschland, als einzige Nachrichtenagentur hat sie eine hundertprozentige Abdeckung bei den Tageszeitungen. Gegründet 1949, wird sie von 185 Gesellschaftern getragen. Alleine in Deutschland unterhält sie 50 Büros, weltweit arbeiten 1000 journalistische Mitarbeiter (Text) für die Nachrichtenagentur. Täglich werden im Basisdienst etwa 750 Meldungen und rund 1950 Fotos im aktuellen Bildfunk verschickt (Zahlen von 2014). Vorsitzender der Geschäftsführung von dpa ist Peter Kropsch, die Geschäftsführung komplettieren Matthias Mahn und Andreas Schmidt. Chefredakteur von dpa ist seit 2014 Sven Gösmann (früher "Rheinische Post", "Bild", "Welt am Sonntag", "Braunschweiger Zeitung"), Stellvertreter des Chefredakteurs ist Roland Freund, stellvertretende Chefredakteurinnen sind Antje Homburger, Hilke Segbers und Jutta Steinhoff.

Den Aufsichtsrat führt David Brandstätter, Geschäftsführer der in Würzburg erscheinenden "Main-Post". Seine Stellvertreter sind Laurent Fischer, Verleger vom "Nordbayerischen Kurier" in Bayreuth sowie Verleger Valdo Lehari jr. vom "Reutlinger General-Anzeiger". Weitere Mitglieder des dpa-Aufsichtsrats sind Holger Paesler von der Verlagsgruppe Ebner Ulm (Schriftführer), Karl Hans Arnold (Rheinische Post Mediengruppe), Thomas Düffert von der Mediengruppe Madsack, Peter Frey (ZDF), Hans-Dieter Hillmoth (FFH), Hans Homringhausen, Joachim Knuth (NDR), Stephan Kolschen (Brune-Mettcker), Torsten Rossmann (WeltN24), Daniel Schöningh (Münchener Zeitungsverlag), Holger Martens ("Rheinpfalz"), Michael Segbers und Achim Twardy. Ehrenvorsitzender ist Karlheinz Röthemeier.

Zur dpa-Gruppe gehören neben dpa und news aktuell auch die dpa Picture-Alliance, dpa-infocom, dpa-infografik, Rufa Rundfunk-Agenturdienst, Global Media Service, dpa Media-Technology und die ZB Fotoagentur Zentralbild.

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