Erfolgreicher Relaunch beim Regionalmagazin: Wie das "SeeMagazin" nackt mit Patricia Riekel ins Wasser steigt

 

Rund um Starnberger-, Ammer-, Wörth-, Pilsen- und Weßlinger-See im Süden von München wohnen Prominente, Reiche und ganz normale Oberbayern. Sie nehmen Stefan Ruzas als Redaktionsleiter sowie "SeeMagazin"Herausgeberin Sabine Schönmann mit ihrem gleichnamigen, opulent aufgemachten Regionaltitel unter die Lupe. Der Erfolg zum Zehn-Jahre-Jubiläum kann sich sehen lassen.

Es ist das Prinzip Nähe, dass der langjährige "Focus"-Redakteur, der sich schon seit einiger Zeit mit seiner eigenen Kreativschmiede Neue Magazin Kultur - Büro für neue Ideen selbstständig gemacht hat, auf die Fahnen geschrieben hat. Und so konnte er für die mittlerweile zehnte "SeeMagazin"-Ausgabe, die er neu verantwortet und zusammen mit dem Artdirector Eric Schütz bis in Details liebevoll umgestaltet hat, auch die ehemalige "Bunte"-Chefredakteurin gewinnen: In einem charmanten, sehr persönlich gehaltenen Erinnerungsessay erzählt sie von ihrer eigenen Jugend an "Münchens Badewanne" und verrät, wo sie so häufig wie möglich morgens vom Starnberger-See-Ostufer aus ins kühle Nass steigt. Textilfrei selbstverständlich.

Der von Sabine Schönmann in der Magazin-Manufaktur Storyboard (Heimat unter anderem von "Donna") entwickelte Titel setzt schon seit der Gründung vor zehn Jahren auf außergewöhnliche Menschen, Blickwinkel, Geschichten und entsprechend tolle Fotos rund um die "Fünf Seen". Das Erfolgsrezept dabei: "Wir sind kein Kundenmagazin, sondern ein glaubwürdig produziertes Magazin mit hohem journalistischen Anspruch", sagt Schönmann. "Deswegen gibt's uns seit zehn Jahren."

Wirtschaftlich scheint das Prinzip Longseller aufzugehen: Eine einzige "SeeMagazin"-Ausgabe kommt jeweils zu Beginn der Sommermonate heraus. Ein zwischenzeitliches Experiment mit zwei Nummern pro Jahr hat Sabine Schönmann wieder aufgegeben. Das aktuelle, inhaltlich wie optisch ansprechend überarbeitete Heft liegt für 7,50 Euro lange an Kiosken, ausgewählten Verkaufsstellen in der Region und in München sowie deutschlandweit in Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen. Diese beliefert Schönmann, die auch am Starnberger See lebt, oft selbst. Die Resonanz ist überzeugend: Die Auflage von 20.000 Titel dürfte auch in diesem Jahr wieder komplett verkaufen. 

Bei der Vermarktung setzt das "SeeMagazin" auf regionales Content-Marketing: Zusammen mit Elke Ross, die den Titel einst für Storyboard mit entwickelte, schneidert Sabine Schönmann individuelle Anzeigenangebote für Restaurants, Hotels, Dienstleister und Geschäfte rund um die Seen. Meist kommen diese in Form von gestalteten "Advertorial"-Anzeigen daher, die den Lesern aber durchaus Mehrwert bieten sollen. 

kress.de-Tipp: Im aktuellen gedruckten "kress pro" (Ausgabe 5/2017) wird das Erfolgsrezept der ungewöhnlich fokussierten Heimatverleger aus dem "SeeMagazin" durchleuchtet. Dabei erhält man detailliert auch handfeste Tipps von Magazin-Profi Stefan Ruzas zur kreativen Gestaltung, zur gelungenen Heftdramaturgie und zur Planung von Überraschungsmomenten. Sabine Schönmann und ihr Team lassen hinter die Kulissen blicken, wie sich mit einem klaren Konzept und edlem Handwerk in der regionalen Nische nachhaltige Geschäftsmodelle umsetzen lassen. Die Ausgabe kann hier als E-Paper oder gedruckt - und im iKiosk erworben werden.

"kress pro" - das Magazin für Führungskräfte bei Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "kress pro"-Chefredakteur ist Markus Wiegand, Herausgeber Johann Oberauer. "Zum "kress pro"-Abo.

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