Nordrhein-Westfalen: Armin Laschet spart bei seinem Regierungssprecher

 

Wächterpreis-Träger Christian Wiermer, bislang Hauptstadt-Korrespondent der drei DuMont-Titel "Berliner Kurier", "Hamburger Morgenpost" und "Kölner Express", wird heute um 16 Uhr in Düsseldorf als neuer Regierungssprecher der CDU/FDP-Koalition vorgestellt. Ministerpräsident Armin Laschet verpflichtet den preisgekrönten Journalisten, ohne ihn wie seine Vorgänger zum Staatssekretär zu ernennen. Und spart damit.

Wie eine Sprecherin des Landespresse- und Informationsamts in Düsseldorf auf kress.de-Nachfrage erklärte, wird Wiermer als Regierungssprecher Politischer Beamter (gem. § 37 LBG - Landesbeamtengesetz) und seine Arbeit im Range eines Ministerialdirigenten erfüllen: "Diese Entscheidung hat der Ministerpräsident im Rahmen seiner Organisationshoheit getroffen."

Zum Vergleich - als Thomas Breustedt zum 16. Juli 2010 Regierungssprecher der Kraft-Regierung wurde, ernannte ihn die Ministerpräsidenten auch gleich zum Staatssekretär. Während der Ministerialdirigent auf der Besoldungsstufe B6 eingestuft wird, hat ein Staatssekretär mehr Freiheiten und wird mit B11 besoldet. Indem ihn Laschet nicht zum Staatssekretär ernennt, ordnet er ihm Nathanael Liminski zu, dem neuen Chef der Staatskanzlei und Staatssekretär. Liminski war seit dem 1. August 2014 Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Landtag NRW, er ist Chefredakteur der "Entscheidung", dem Magazin der Jungen Union (Bundesvorsitzender: Paul Ziemiak). Der neue Regierungssprecher in NRW hat also weniger Macht und ein niedrigeres Gehalt als sein Vorgänger im Amt.

Christian Wiermer, geboren 1982, begann seine journalistische Arbeit während seiner Schulzeit und stieß Ende 2004 zum Kölner Verlag M. DuMont Schauberg. Nach Volontariat und Redakteurstätigkeit beim "Express" sowie einer Hospitanz in der englischsprachigen Redaktion der Zeitung "Haaretz" (Tel Aviv) wechselte Wiermer 2009 nach Berlin, um für die DuMont-Zeitungen als Hauptstadt-Korrespondent über die Arbeit von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung zu berichten. Seit 2011 ist der gebürtige Niedersachse dort als Chefreporter der Mediengruppe (u.a. "Kölner Stadt-Anzeiger", "Express", "Berliner Zeitung") tätig. Christian Wiermers journalistische Arbeit wurde in den vergangenen Jahren wiederholt ausgezeichnet, unter anderem mit dem DuMont Journalistenpreis (2015, 2016) und dem Wächterpreis der Tagespresse (2017). Wiermer ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Wer Wiermer in Berlin nachfolgt, ist bislang unklar.

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