Christian Preiser: "Wir wollen 'Spiegel Online' für den Mittelstand werden"

13.07.2017
 

Das Magazin "Markt und Mittelstand" hat mit hoher Reichweite und solidem Nutzwertjournalismus seine Anzeigenerlöse um 12 Prozent gesteigert. Warum Chefredakteur Christian Preiser an das Printgeschäft glaubt und gerade deshalb digital aufrüsten will.

Seinem Untertitel ist "Markt und Mittelstand" (MuM) im vergangenen Jahr gerecht geworden: "Das Wachstumsmagazin" hat sein Anzeigengeschäft 2016 kräftig gesteigert. Fast 4,3 Millionen Euro brutto nahm das Magazin laut Nielsen-Statistik ein, das sind 12 Prozent mehr als im Jahr zuvor und sogar 26 Prozent mehr als 2014. Unter den rund 20 gelisteten Titeln der deutschen Wirtschaftspresse erzielte "MuM" 2016 prozentual den viertstärksten Zuwachs. "MuM" verfolgt damit ein traditionelles, oft tot gesagtes Geschäftsmodell: Es finanziert sich zu mehr als 90 Prozent aus Anzeigenerlösen.

Journalistisch setzt Chefredakteur Christian Preiser ebenfalls traditionell auf solide Geschichten und Qualität. Gerade weil der Titel so erfolgreich ist, hat er Anfang des Jahres einen Relaunch des Magazins veranlasst. "Das ist ein passender Zeitpunkt, den Titel weiterzuentwickeln, damit er erfolgreich bleibt," sagt Preiser im "Wirtschaftsjournalist". "MuM" solle dem "Leser noch mehr unternehmerischen Nutzwert bei gleichzeitig hohem Lesespaß bieten", so Preiser. "Die aktuelle Generation der Unternehmer und Führungskräfte im Mittelstand ist sehr printaffin, wir verdienen unser Geld eindeutig mit Print", stellt Preiser fest.

Aber auch er weiß, dass der digitale Takt schneller schlägt und "MuM" nicht den Anschluss verpassen darf. "Wir gehen in die Offensive", betont er. Zwei der inklusive Preiser sechs Redakteure kümmern sich jetzt bereits überwiegend um Online und Social Media. Der Newsletter soll ab Frühsommer zwei- statt wie bislang einmal wöchentlich erscheinen. "Wir wollen den Spagat schaffen: mehr Digital machen, um dadurch Print zu stärken", sagt Preiser und formuliert ein ehrgeiziges Ziele: "Irgendwann wollen wir der 'Spiegel Online' für den Mittelstand werden." 

kress.de-Tipp: Die komplette Story "Eine Frage der Qualität" von "Wirtschaftsjournalist"-Autor Roland Karle lesen Sie im "Wirtschaftsjournalist" (Ausgabe 2/2017). Die Zeitschrift gibt es im Newsroom-Shop, oder auch digital - als E-Paper im iKiosk. Der "Wirtschaftsjournalist" (Chefredakteurin: Susanne Lang, Herausgeber: Johann Oberauer) erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.