"Berliner Morgenpost": Carsten Erdmann sperrt ein neues Reinickendorf-Büro auf

 

Ohne Tegel würde in Berlin wenig funktionieren. Umso wichtiger, den Norden der Hauptstadt - von Hermsdorf bis Heilgensee - gut im Blick zu behalten: Carsten Erdmann, Chefredakteur der "Berliner Morgenpost", setzt künftig auf ein dreiköpfiges Vor-Ort-Büro, das im Bezirk Reinickendorf sitzt. Ein erster Schritt, weitere Bezirke sollen folgen.

Das Büro Reinickendorf wird einen eigenständigen Lokalteil der "Berliner Morgenpost" bestücken - sowohl in der klassischen Ausgabe im nordischen Format als auch in der Tabloid-Version "Berliner Morgenpost Kompakt" sowie im E-Paper. Funke möchte die Hauptstadtzeitung sowohl gedruckt als auch weiterentwickeln. Die hauseigene Marktforschung empfiehlt dafür noch mehr "Themen von vor Ort", so Carsten Erdmann.

In Reinickendorf erscheint die "Berliner Morgenpost" mit einer Auflage von 8.000 Exemplaren bei einer Abo-Quote von mehr als 90 Prozent. Erdmann ist stolz, mit noch lokaleren Nachrichten rund 22.000 Leser im Bezirk zu erreichen. Weitere Lokalbüros sollen folgen. "Wir glauben, dass eine qualitativ hochwertige Berichterstattung über das nächste Umfeld in einer Millionenmetropole genauso wichtig ist wie jene Themen, die die ganze Stadt bewegen", sagt Chefredakteur Erdmann. "Wenn das Projekt in Reinickendorf erfolgreich ist, kann das ein Modell für weitere Kieze in Berlin sein."

Hintergrund: Die Funke Mediengruppe beschäftig mehr als 1500 Journalisten und rund 4000 Medienmacher. Tageszeitungen der Gruppe erscheinen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen - darunter neben der "Berliner Morgenpost" die "Braunschweiger Zeitung", das "Hamburger Abendblatt" (mit einer ähnlich starken Lokal-Verankerung), die "WAZ" und die "Thüringer Allgemeine". Geschäftsführer der Mediengruppe sind Manfred Braun und Michael Wüller.

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