Schneller Schlussstrich: Mehmet Scholl arbeitet nicht mehr als ARD-Fußballexperte

 

Ein Abschied mit knappen, trockenen Worten: Die ARD und Mehmet Scholl haben sich darauf geeinigt, ihre Zusammenarbeit ab sofort zu beendet, teilte Das Erste am Donnerstagvormittag mit. Das Ende der Kooperation der ARD mit dem Fußballexperten kam nach neun Jahren. Zuletzt hatte es Irritationen um Doping-Themen gegeben, über die Scholl angeblich nicht sprechen wollte.

Mehmet Scholl hatte bei seinem zurückliegenden Einsatz während des Confed-Cups in Russland ein kritisches Gespräch über Doping verweigert und hatte dann sogar das ARD-Studio verlassen. Später sagte er, das Thema habe "nichts in der Sendung verloren" gehabt. Zuletzt hatte allerdings ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky Scholl noch für seine "Ecken und Kanten" gelobt.

In die Debatte um Doping-Fragen, die man mit einem so hochkarätigen Experten wie Mehmet Scholl vor laufender Kamera diskutieren sollte, hatte sich zuletzt auch der ARD-Doping-Fachmann Hajo Seppelt eingeschaltet. Er hatte den Fußballer und immerhin ARD-Kollegen Scholl mit den Worten "Falls Herr Scholl gern mal ausführlich über Doping im Fußball reden will - sehr gern. Sendung wäre bestimmt erhellend. Herr Scholl, wie wär's?" per Twitter zu einem Gespräch eingeladen.

Dazu wird es nun wohl nicht mehr kommen. Mehmet Scholl lässt sich in der Trennungsmeldung mit den Worten zitieren: "Ich bedanke mich für tolle und ereignisreiche Jahre als Experte bei der ARD, es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht."

Axel Balkausky bedankt sich bei Mehmet Scholl "für die großartige Zeit mit einem meinungsstarken, streitbaren und originellen Experten, der unsere Sendungen extrem bereichert hat", so Balkausky. "Er hat den Zuschauern einen tiefen Einblick in den Fußball ermöglicht und sie bestens unterhalten."

Ihre Kommentare
Kopf

Andreas

11.08.2017
!

Leider können es sich die wenigsten Menschen leisten ihre eigene Meinung zu vertreten und zu ihren Prinzipien zu stehen.
Respekt vor Herrn Scholl der eine Meinung hat, diese vertritt und dafür einsteht. Gäbe es mehr von diesem Schlag Mensch, wäre unsere Welt ehrlicher und lebenswerter.


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