Bundeskanzlerin Angela Merkel zur "taz": Wünsche mir nichts mehr als Freilassung von Deniz Yücel

 

Bundesregierung gehe "weit restriktiver an wirtschaftliche Kontakte heran".

Bundeskanzlerin Angela Merkel wünscht sich nach eigenen Worten nichts so sehr wie die Freilassung von Deniz Yücel.

Der "Welt"-Korrespondent und ehemalige "taz"-Redakteur ist seit Februar in der Türkei inhaftiert, doch vielfältige Bemühungen um seine Freilassung waren bisher erfolglos. Merkel sagte der "taz" (Dienstagsausgabe und taz.de): "All das hat leider bisher noch nicht zur Freilassung Ihres Kollegen geführt, aber nichts würde ich mir mehr wünschen als das."

Die Bundesregierung setze sich "auf allen Kanälen" für Yücel ein. "Das ist leider sehr kompliziert, weil Deniz Yücel Doppelstaatler ist und wir da konsularisch nicht so viele Rechte haben. Trotzdem tun wir alles in unserer Macht stehende für ihn, öffentlich, aber vor allem auch in unseren Kontakten mit türkischen Behörden."

Die Bundesregierung gehe nun "weit restriktiver an wirtschaftliche Kontakte heran", sagte Merkel im Gespräch mit "taz"-Chefredakteur Georg Löwisch und "taz"-Parlamentskorrespondentin Anja Maier.

Merkel sagte der "taz", sie sorge sich auch um die deutsche Journalistin Meşale Tolu, den Menschenrechtsaktivisten Peter Steudtner und die anderen Inhaftierten.

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