Springers neue Verlagsstruktur: Stephanie Caspar führt Digitalaktivitäten, Christian Nienhaus verantwortet Print

07.09.2017
 

Axel Springer stellt die Verlagsstruktur seiner Medienmarken (u.a. "Bild", "Welt"), Vermarktungs- und Vertriebsaktivitäten im deutschen Markt neu auf. Um das unterschiedliche Potential von Print- und Digitalangeboten besser zu nutzen, werden zwei separate Verlagsbereiche geschaffen. Stephanie Caspar und Christian Nienhaus übernehmen Hauptrollen.

"Das Markt- und Wettbewerbsumfeld der Medienmarken in Deutschland hat sich gravierend verändert. Die Anforderungen an gedruckte und digitale Medien unterscheiden sich immer stärker. Dieser Trend wird weiter zunehmen und wir wollen uns daher entsprechend aufstellen", so Jan Bayer, Vorstand Bezahlangebote von Axel Springer.

Zukünftig führt Stephanie Caspar, 43, bislang Geschäftsführerin WeltN24, übergreifend alle Digitalaktivitäten der nationalen Medienmarken und die Digitalvermarktung innerhalb von Media Impact, Kundenservice und IT. Die Printangebote von Axel Springer in Deutschland inklusive Print-Vermarktung, -Vertrieb und Druckereien werden in Zukunft von Christian Nienhaus, 57, derzeit Vorsitzender der Geschäftsführungen Media Impact und Sales Impact, übergreifend verantwortet. Beide berichten an Jan Bayer.

"Die Neuorganisation betrifft ausschließlich die Verlagsbereiche, die Redaktionen bleiben unverändert", betont Axel Springer. Die vollintegrierte redaktionelle Zusammenarbeit aller Kanäle - Digital, TV und Print - habe sich als Erfolgsmodell bewährt und werde weitergeführt.

Mit der neuen Struktur will Springer im Digitalbereich schneller und konsequenter agieren. Investitionen in Produkte, in Kundenbeziehungen und in Technologie sollen sich für alle Marken positiv auszahlen und ihre größtmögliche Wirkung entfalten. Gleichzeitig sollen sich aus dieser Struktur Chancen für das Printgeschäft ergeben, indem sich ein fokussiertes Team ausschließlich mit den Zeitungen und Zeitschriften beschäftigt. Potenziale könnten so noch besser genutzt und Komplexität abgebaut werden, heißt es bei dem Medienkonzern.

Die derzeitige Vorsitzende der Verlagsgeschäftsführung "Bild"-Gruppe, Donata Hopfen, 41, wird künftig als CEO die Leitung von verimi übernehmen (kress.de berichtete), der branchenübergreifendem Registrierungs-, Identitäts- und Datenplattform von deutschen und europäischen Unternehmen. Axel Springer ist beteiligt.

Jan Bayer dankt Donata Hopfen: Sie habe wie kaum jemand sonst verstanden, was es heißt, sich erfolgreich den komplexen Herausforderungen der Digitalisierung einer Medienmarke zu stellen. "Dafür danken wir ihr sehr. Ihr Wechsel an die Führungsspitze einer für den deutschen und europäischen Digitalmarkt so bedeutenden Initiative macht uns stolz und froh, denn so bleibt sie Axel Springer auch weiterhin verbunden"

Weitere Details zur Aufstellung der Digital- und Print-Verlagsbereiche will Axel Springer in Kürze bekanntgegeben.

Hintergrund: Zu den Print-Marken der nationalen Bezahlangebote gehören u. a. "Bild", "B.Z.", "Bild am Sonntag", "Welt", "Welt am Sonntag", "Bilanz", "Blau", "Icon", Auto"- "Computer" - "Sport Bild". "Rolling Stone", "Musikexpress" und "Metal Hammer". Die Digitalaktivitäten umfassen v.a. Bild Digital, Welt Digital, N24 sowie die Digitalaktivitäten der Zeitschriften.

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