VDZ wählt Holthoff-Pförtner-Nachfolger im November: Rudolf Thiemann ist bereit für das Präsidenten-Amt

14.09.2017
 

Bereits am 5. November soll beim Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) der Nachfolger für Kurzzeit-Präsident Stephan Holthoff-Pförtner gewählt werden. Die Vorsitzenden der VDZ-Landesverbände schlagen der Delegiertenversammlung Rudolf Thiemann als Kandidat für das VDZ-Präsidentenamt vor. Dass Thieman das Amt übernehmen könnte, ist für Leser von "kress pro" keine Überraschung.

Im Rahmen einer Strategiesitzung Anfang dieser Woche haben die Vorsitzenden der den VDZ tragenden Landesverbände, in denen alle VDZ-Mitglieder organisiert sind, unter anderem über mögliche Kandidaten zur Wahl des Präsidenten beraten. Diesem Treffen seien seit Anfang Juli "intensive Diskussionen" in den Landes- und Fachverbänden vorausgegangen.

Auf dem Strategietreffen schlossen sich alle Vorsitzenden der Landesverbände dem Vorschlag der Verbände der Zeitschriftenverleger Berlin-Brandenburg und der Zeitschriftenverleger in Nordrhein-Westfalen an. Dieser sieht vor, den Verleger der Liborius-Verlagsgruppe und langjährigen Vizepräsidenten, Rudolf Thiemann (62), der Delegiertenversammlung am 5. November als Kandidaten zur Wahl des VDZ-Präsidenten vorzuschlagen. Der Vorschlag wird von den Fachverbänden der Publikumszeitschriften sowie der Fach- und der Konfessionellen Presse unterstützt.

"Der promovierte Jurist Thiemann ist in der Branche und ihrem Umfeld bestens vernetzt. Er kennt ihre verlagswirtschaftlichen Herausforderungen und ihre medienpolitischen Themen. Rudolf Thiemann verbindet diplomatisches Geschick mit der Glaubwürdigkeit eines mittelständischen Verlegers", erklärten die Vorsitzenden der Landesverbände. Der langjährige Vizepräsident des VDZ und Vorsitzende des Fachverbands Konfessionelle Presse habe gemeinsam mit den Präsidenten und hunderten von ehrenamtlichen Verlegern und Managern den VDZ in zentraler Rolle gestaltet und weiterentwickelt.

Rudolf Thiemann, der seine Bereitschaft erklärt hat, sich der Wahl zu stellen, ist Verleger und geschäftsführender Gesellschafter der Liborius-Verlagsgruppe, die konfessionelle Zeitschriften in privater Trägerschaft herausgibt. Seit 1985 leitet er das Familienunternehmen in vierter Generation. Thiemanns Verlagsgruppe ist Mitglied im nordrhein-westfälischen und im bayerischen Landesverband sowie in den Fachverbänden der Konfessionellen Presse und der Publikumszeitschriften. 

Weiterhin hat die Delegiertenversammlung die Bewerbung des Mitherausgebers des Magazins "Clap", Peter Böhling, erreicht. Sein Verlag ist Mitglied im Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern (VZB).

Die Neuwahl eines Präsidenten während der Amtsperiode des amtierenden Präsidiums ist erforderlich, nachdem Stephan Holthoff-Pförtner Ende Juni in die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen berufen wurde. Die Wahl wird am 5. November 2017 in der Delegiertenversammlung des VDZ durchgeführt.

Dass die Wahl auf Rudolf Thiemann fallen könnte, konnten Leser von "kress pro" bereits erwarten. Schließlich schreibt kress.de-Chefredakteur Bülend Ürük in seiner aktuellen Kolumne "Aus unseren Kreisen": "VDZ-Vize Rudolf Thiemann, lange Zeit [Hubert] Burdas Golfpartner, würde wohl alles dafür unternehmen, damit der VDZ nicht ohne Präsident dasteht, und zähneknirschend das Amt übernehmen." Thiemann, der sich seit über 20 Jahren auch in VDZ-Gremien engagiert, halte sich immer lieber im Hintergrund auf, werde dem Verband aber jetzt die nötige Ruhe nach aufregenden Monaten geben, die für alle Seiten sehr anstrengend waren.

"Zumindest ein Gutes hat diese Vorentscheidung aber: Das Argument, dass nur ein Vertreter eines 'großen Hauses' VDZ-Präsident kann, gilt zurecht nicht mehr", sagt Erwin Fidelis Reisch, Vorsitzender des Weltverbandes der Zeitschriftenverleger FIPP, auf Nachfrage von kress.de. Reisch ist Verleger des Stuttgarter Gentner Verlags.

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