Wechsel an der Spitze vom "Luxemburger Wort": Chefredakteur Jean-Lou Siweck geht

 

Die kleine Luxemburger Mediengemeinde, bekannt für ihre vielen Scoops rund um EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, wird erschüttert von einem prominenten Abgang. Jean-Lou Siweck, Chefredakteur vom "Luxemburger Wort", verlässt Ende September die Spitze der Tageszeitung.

In einer Presseaussendung wird der Wechsel an der Spitze der Tageszeitung wegen unterschiedlicher Meinung über die "Editorial Linie" beim "Luxemburger Wort" erklärt.

Chefredakteur Jean-Luc Siweck wird mit den Worten zitiert: "Ich möchte mich bei Saint-Paul Luxembourg bedanken, dass sie mir 2013 die Möglichkeit gegeben haben, wieder in die Medienwelt zurückzukehren. Im Laufe der vier Jahre habe ich sehr viel Herzblut in die Entwicklung der Medien der Gruppe und des "Luxemburger Wort" im Speziellen gesteckt. Ich bedanke mich bei den Journalisten des "Luxemburger Wort", des "Télécran" und des "Contacto" für ihr Engagement und ihre Unterstützung. Ich ermutige sie, besonders da sich die Zahlmedien in einem schweren Umfeld entwickeln, weiterhin Qualitätsjournalismus im Sinne der Leser zu liefern."

Verlagspräsident Luc Frieden erklärt: "Im Namen des Verwaltungsrats danke ich Jean-Lou Siweck für seinen wichtigen Beitrag zur hochwertigen Positionierung des "Luxemburger Wort" und anderen Medien der Gruppe in einem Umfeld, das von starken Veränderungen für die geschriebene Presse geprägt ist."

Jean-Lou Siweck, ein überzeugter Europäer, hat in Brüssel unter anderem Journalismus studiert. Er kam im November 2013 zum "Luxemburger Wort" und nahm auch gleich einen Platz im Aufsichtsrat des Medienhauses Saint-Paul ein. Von 2004 bis Oktober 2013 war er wirtschaftlicher Berater von Jean-Claude Juncker, damals Premierminister in Luxemburg.Wer Jean-Lou Siweck nachfolgt, steht noch nicht fest. Siwecks Demission hat in der Redaktion für viel Aufregung gesorgt und kam völlig überraschend. Erst Anfang September konnte Siweck einen Neuzugang in der Redaktion begrüßen. Tobias Opitz kommt von der "Süddeutschen Zeitung" und kümmert sich um die Textqualität beim "Wort".

Die Tageszeitung "Luxemburger Wort" und das Wochenmagazin "Télécran" sind in ihrem jeweiligen Markensegment führend. Die Internetseite Wort.lu wird in einer deutschsprachigen, aber auch französischen und englischen Version angeboten. Zum Verlag gehört auch der Buchverlag Editions Saint-Paul sowie portugiesischsprachige Medien und eine Mehrheitsbeteiligung an Radio Latina.

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