Chef der Vertriebstochter: Alexander Coridaß nimmt bei ZDF Enterprises seinen Hut

 

Abschied eines Mainzelmanns: Alexander Coridaß, bislang Geschäftsführer Strategie und Unternehmensentwicklung sowie einer der Gründerväter von ZDF Enterprises, verlässt die ZDF-Tochter für den Vertrieb, Programmeinkauf und Koproduktionen zum Jahresende. Seine Funktion als Sprecher der Geschäftsführung wird Fred Burcksen übernehmen.

Burcksen wird dann das Tochterunternehmen, das seit 1993 am Markt besteht, gemeinsam mit dem Co-Geschäftsführer Stephan Adrian leiten.

Bereits 1992 begann der promovierte Jurist Alexander Coridaß mit dem Aufbau eines weltweiten Programmvertriebs. 20 Jahre lang fungierte er als Geschäftsführer von ZDF Enterprises. Seine Karriere beim ZDF begann er im Jahr 1995, als er zunächst im Justitiariat des Senders Beschäftigung fand und für die Themen Arbeits- und Gesellschaftsrecht, Internationales Recht, Urheberrecht sowie die Kabelweiterverbreitung im Ausland zuständig war. Anschließend leitete er bis zur Gründung von ZDF Enterprises die Abteilung Programmvertrieb. 

Als einen Mann, der "die Begeisterung für das Fernsehen und seine Programm mit einer ausgeprägten unternehmerischen Flexibilität und Zielstrebigkeit verbindet", lobt ihn im Rückblick der amtierende ZDF-Intendant Thomas Bellut. Coridaß habe die Tochterfirma "zu einem erfolgreichen und international renommierten Unternehmen" gemacht, so Bellut.

Wohin es Alexander Coridaß künftig zieht, ist noch unklar. 

Hintergrund: ZDF Enterprises kümmert sich nicht nur um Einkaufs- und Vertriebsfragen, sondern ist als Gesellschafter auch an diversen TV-Firmen - darunter zu 49% an der Bavaria Fernsehproduktion in München, zu 100% an der Network Movie Film- und Fernsehproduktionen GmbH & Co. KG und mit 26% an der Mainstream Networks Holding GmbH & Co. KG - beteiligt. Neben dem Hauptsitz in Mainz unterhält ZDF Enterprises Büros in München, Köln und New York. 

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