"Closer"-Verlagschefin Janina Süss: "Werden für Berichterstattungsfreiheit kämpfen"

 

Nach Monaten der Suche gibt es mit Angela Meier-Jakobsen bei "Closer" und "InTouch" eine neue Chefredakteurin. Im Interview mit kress.de-Chefredakteur Bülend Ürük spricht Verlagsleiterin Janina Süss über ihre neue erste Journalistin, investigativen People-Journalismus und warum sie bereit ist, für die Berichterstattungsfreiheit zu kämpfen.

kress.de: Frau Süss, zum 1. Dezember übernimmt Angela Meier-Jakobsen die Chefredaktion von "Closer" und "InTouch". Was erwartet Frau Meier-Jakobsen in Hamburg?

Janina Süss: Die beiden Redaktionen von "Closer" und "InTouch" freuen sich auf Angela Meier-Jakobsen: Sie darf sich auf ein passioniertes Team freuen - mit großer Leidenschaft in der Redaktion, in der Verlagsleitung, im Vertrieb und in der Anzeigenvermarktung. Angela Meier-Jakobsen wird ihren ganz persönlichen Stil sowie ihre langjährige People-Expertise einbringen und neue Impulse bei "Closer" und "InTouch" setzen. Darauf freuen wir uns.

kress.de: Was zeichnet Frau Meier-Jakobsen für die Aufgabe aus? Sie war ja zuletzt Chefredakteurin von "Women's Health", da geht es ja eher weniger um die privaten Vorlieben von Prominenten.

Janina Süss: Ihre umfangreiche Erfahrung als Blattmacherin prädestiniert sie für die neue Aufgabe bei uns. Sie verfügt über ein sehr gutes Verständnis für die weibliche Zielgruppe und ist unsere absolute Wunschkandidatin für die Position der Chefredaktion.

kress.de: Vor allem "Closer" sprang lange Zeit unter den früheren Chefredakteuren Tom Junkersdorf und Tim Affeld mit Promis nicht gerade zimperlich herum. Ist die Zeit vorbei für investigativen People-Journalismus?

Janina Süss: Unser Ziel bei "Closer und "InTouch" ist immer: Woche für Woche das beste Heft für unsere Leserinnen zu machen! Und natürlich wollen wir die Geschichten exklusiv und als erstes bringen. Ein fairer Umgang mit unseren Protagonisten, die journalistische Sorgfaltspflicht sowie alle presserechtlichen Grundlagen sind uns dabei extrem wichtig.

kress.de: Heißt das, die Kasse für juristische Auseinandersetzungen bei Bauer ist nicht mehr so üppig gefüllt wie in der Vergangenheit?

Janina Süss: Wir finden es wichtig, die Berichterstattungsfreiheit zu verteidigen. Dies ist auch im Interesse unser Leser. Dies war in der Vergangenheit schon so und gilt auch für die Zukunft. Es lässt sich leider nicht vermeiden, dass dies auch Geld kostet.

kress.de: Bauer setzt bei seinen Zeitschriften oft und intensiv auf Leserbefragungen. Was wünschen sich die Leserinnen ihrer Celebrity-Marken? 

Janina Süss: Uns ist es wichtig, keine Magazine für die Black Box zu machen - wir wissen durch unsere intensive und regelmäßige Marktforschung sehr genau, wer unsere Leserinnen sind und was sie sich von einer Zeitschrift wünschen. Bei "Closer" steht die Nähe zu den deutschen Prominenten im Fokus. Bei "InTouch" konzentrieren wir uns auf internationale Stars, ihre Geschichten, ihre Geheimnisse und auch ihre Skandale.

kress.de: Also wird sich die Redaktion mit den Promis zukünftig weniger zoffen, sondern mehr kuscheln?

Janina Süss: Es ist ein Geben und Nehmen. Die Stars brauchen die Geschichten in unseren Heften und wir brauchen den guten Kontakt zu den Stars! Ein professionelles und faires Miteinander ist uns in der Zusammenarbeit mit unseren Protagonisten zu jedem Zeitpunkt wichtig. Wir wollen jede Woche die besten Hefte im Handel haben - das ist unser Credo.

Die Fragen an Janina Süss, Verlagsleiterin "Closer" und "InTouch" bei der Bauer Media Group, stellte kress.de-Chefredakteur Bülend Ürük.

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