Der bewegende Nachruf eines Vollblut-Reporters: "Ich hätte gerne bessere Geschichten geschrieben"

 

Er war Agenturjournalist, Nachrichtenjournalist, Boulevardjournalist und Onlinejournalist, hat aus dem Ausland berichtet und Texte redigiert. Aber vor allem war Mark Mooney mit großer Leidenschaft Reporter, ein Geschichtenerzähler. Seinen Kampf gegen den Krebs hat er am Freitag verloren, der Welt aber einen bewegenden Nachruf hinterlassen, der Journalisten überall zum Nachdenken bringen wird.

"Sicherlich kennen Sie das alte Sprichwort, dass ein sterbender Mann niemals sagen werde, er wünsche sich, mehr Zeit im Büro verbracht zu haben. Nun, hier bin ich - und naja... ach, haken Sie das ab. Wenn Sie dies lesen, bedeutet das, dass ich nicht länger hier bin. Der Prostatakrebs hat am 6. Oktober 2017 aufgehört, mit mir herumzuspielen und seine Sache endlich beendet. Ich wurde 66 Jahre alt und war sehr froh, endlich mit dieser verdammten Krankheit fertig zu sein", heißt es in dem Nachruf, das nach dem Tod von Mark Mooney, der zuletzt für CNNMoney gearbeitet hat, veröffentlicht wurde.

Mooney liebte seine Arbeit, vor allem aber das Reporterdasein: "Aber wenn ich noch hier wäre, würde ich Ihnen sagen, dass ich mir wünsche, ich hätte noch mehr als Reporter, noch mehr eigene Stücke schreiben können", schreibt er, und ergänzt: "Ich hätte gerne bessere Geschichten geschrieben, mehr und bessere Kontakte geknüpft. Ich hätte gerne einige der einfacheren Texte übersprungen und an mehr tiefgründigen Geschichten gearbeitet; hätte lieber häufiger Auslands-Reportagen geschrieben. Und ich wäre gerne ein besserer Redakteur gewesen. Ich habe es geliebt, Reporter zu sein (Journalist ist eine schnöselige Bezeichnung für den Beruf). In meiner Zeit als Reporter habe ich die meisten meiner Freunde und sogar meine Frau Barbara kennengelernt - sie ist auch Journalistin."

Mooney schreibt, der Journalismus habe es ihm erlaubt, "die Welt zu bereisen, tolle Geschichten zu schreiben und tolle Menschen kennenzulernen. Ich liebe - nunja... liebte - es sagen zu können, dass ich für den Bronxville Review Press Reporter, den New Rochelle Standard Star, Bangkok Business, UPI, die New York Post, die New York Daily News, ABC News und CNNMoney arbeite. Ich habe auch noch alle Kaffeetassen, um das beweisen zu können."

Mooney hinterlässt seine Frau Barbara Goldberg, Tochter Maura und Sohn Paul: "Die drei waren meine Heilige Dreifaltigkeit."

Anstelle von Blumen bittet Mooney um eine Spende an eine Wohltätigkeitsorganisation, "meine liebste war immer Ärzte ohne Grenzen."

Kress.de-Tipp: Lesen Sie den Beitrag "My last byline" im Original. Übersetzung: Robin Rittinghaus.

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