Fazit-Stiftung: Partner für "Frankfurter Rundschau" und "Frankfurter Neue Presse" gesucht

 

Die Eigentümerin der "FAZ", die Fazit-Stiftung, prüft ernsthaft, ihr Geschäft mit der "Frankfurter Rundschau" und der "Frankfurter Neue Presse" neu auszurichten. Das meldet das Branchenmagazin "kress pro" in seiner aktuellen Ausgabe, die am Freitag erscheint.

Nach Informationen von "kress pro" ist die Fazit-Stiftung aktiv auf zwei große deutsche Medienhäuser zugegangen, um zu sondieren, wie eine mögliche Zusammenarbeit genau aussehen könnte. Die Stiftung dementierte die Kress-Informationen auf Anfrage nicht, sondern teilte mit: "Wie bei allen Marktteilnehmern üblich, prüft auch die Fazit-Stiftung regelmäßig Optionen und Perspektiven für ihre verschiedenen Zeitungstitel". In diesem Kontext würden mit anderen Verlagen "von Zeit zu Zeit Gespräche über Möglichkeiten der Kooperation oder alternative Formen der Zusammenarbeit" geführt. "Spruchreife Pläne" gebe es derzeit aber nicht. 

Bereits beim BDZV-Kongress in Stuttgart machten Gerüchte die Runde, die "FAZ" biete die "Frankfurter Rundschau" und die "Frankfurter Neue Presse" zum Verkauf an. Für die Fazit-Stiftung ist die Ausgangslage nicht einfach. Es stellt sich die Frage, wie man beide Titel angesichts der Konsolidierung im Zeitungsgeschäft langfristig wirtschaftlich betreiben kann. Gleichzeitig tragen beide Titel derzeit durch Synergien dazu bei, das Geschäft der "FAZ" zu stützen.  

Die FAZIT-Stiftung hat in diesem Jahr ihre Frankfurter Societäts-Medien GmbH (Geschäftsführer: Oliver Rohloff) umbenannt. Neues Zuhause für "Frankfurter Rundschau", "Frankfurter Neue Presse", Anzeigenblätter, Druckerei oder Magazine ist jetzt die "Mediengruppe Frankfurt". Das soll für Modernität stehen und den Wandel des Unternehmens dokumentieren; zudem erscheinen "FR" (Chefredakteurin: Bascha Mika) und "FNP" (Chefredakteur: Joachim Braun) mit neuen Designs; für die "FNP" hat der Verlag rund eine Million Euro in einen über 1000 Quadratmeter großen Newsroom investiert.

kress.de-Tipp: Die exklusive Story von Bülend Ürük über die Vorgänge in Frankfurt am Main lesen Sie in der "kress pro"-Ausgabe 8/2017, die am kommenden Freitag erscheint. Die Ausgabe gibt es in unserem Shop als E-Paper oder gedruckt - und im iKiosk. Per E-Mail kann sie unter vertrieb(at)oberauer.com bestellt werden.

"kress pro" - das Magazin für Führungskräfte bei Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "kress pro"-Chefredakteur ist Markus Wiegand, Herausgeber Johann Oberauer. "Zum "kress pro"-Abo.

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