"Wir fragen unsere kressköpfe": Warum Tim Werner vom Heimatkanal jetzt auch eine eigene Serie drehen ließ

 

In Zeiten, in denen Großproduktionen wie "Babylon Berlin" von Sky und ARD neue Qualitätsmaßstäbe setzen wollen, müssen die Kleineren mitziehen. Tim Werner, Vorstandsmitglied der Münchner Mainstream Media AG und damit Herr über den Heimatkanal, hat mit "Kleine Sünden" nun seine erste eigene Serie abgedreht. Sie fährt mit Veronica Ferres, Heiner Lauterbach und Senta Berger große Namen auf.

14 Episoden der Kurzfilmreihe hat Tim Werner in München und Ismaning produzieren lassen. Darin werden elf fiktive Serien-Sünden gebeichtet. Schauplatz ist ein Beichtstuhl; der Geistliche dariin wird humorvoll auf eine harte Probe gestellt. Bei der Besetzung ist dem Heimatkanal ein Coup gelungen: Mitwirken wird die erste Riege der deutschen Schauspieler - darunter neben Ferres, Lauterbach und Berger bekannte TV-Stars wie Robert Stadlober (aktuell auch in der Sky-Produktion "Das Boot" beschäftigt), Mavie Hörbiger, Marie Theres Kroetz-Relin, Monika Baumgartner, Stephan Zinner, Gerit Kling sowie Max und Fritz von Thun.

"Kleine Sünden" entstand in Kooperation mit Sky Deutschland, die Produktion lag bei der Friday Film GmbH und der Real Film Berlin GmbH. Auf dem Regie-Stuhl nahm Johann Buchholz Platz. Ausgestrahlt wird die Serie ab dem 15. Januar nächsten Jahres immer montags um 21.45 Uhr im Heimatkanal. Tim Werner freut sich, dass seine Stars "in skurrilen Episoden die volle Bandbreite ihres Könnens" zeigen werden.

kress.de: Herr Werner, welchen Mehrwert haben die "Kleinen Sünden" für Ihr Programm und welchen Effekt erwarten Sie sich bei Ihrem Publikum?

Tim Werner: "Kleine Sünden" ist ein Juwel für den Fernsehzuschauer. Bereits mit der Kurzfilmreihe "Paare" hat Regisseur Johann Buchholz für ARTE eine fantastische Produktion geschaffen, die auch auf unserem Sender Romance TV in Deutschland, Polen, Rumänien und Ungarn äußerst erfolgreich programmiert wurde. Der Wille für eine fiktive Eigenproduktion bestand schon des Längeren und mit Herrn Buchholz und seinem Autorenteam haben wir uns jemanden ins Boot geholt, der sehr akribisch dialogstarke Drehbücher schreibt. Diese verbunden mit dem hervorragenden Cast, ergeben ein Endprodukt, auf das wir mehr als stolz sein können und das auch die Zuschauer überzeugen wird.

kress.de: Wie schwer war es eigentlich, so viele sehr bekannte Schauspieler für ein vergleichsweise kleines Projekt zu gewinnen?

Tim Werner: Das war ganz unterschiedlich. Zu einigen Darstellern wie Monika Baumgartner, Mirko Lang und Stephan Zinner haben wir mit Heimatkanal seit Jahren eine enge Beziehung. Diese Vorkontakte haben uns natürlich sehr geholfen, denn die Schauspieler wissen, wie qualitativ hochwertig wir arbeiten. Die starken Drehbücher haben dann auch große Namen wie Friedrich und Max von Thun sowie Veronica Ferres überzeugt. 

kress.de: Wenn Sie auf die Dreharbeiten zurückblicken: Welchen Reiz übt auch auf erfahrene Darsteller wie Senta Berger, Veronica Ferres oder Heiner Lauterbach einmal der Einsatz in der kleinen Form aus?

Tim Werner: Ein normaler Dreh bedeutet für einen Schauspieler vor allem: Warten. Darauf, dass das Licht steht, die Maske sitzt und die Ausstattung stimmt. In unserem Format "Kleine Sünden" dürfen sie einfach drauflosspielen. Wir konzentrierten uns nicht auf Special Effects oder Statisten im Hintergrund, sondern rein auf das Spiel zwischen Sünder und Priester. Das macht den Reiz aus.

kress.de: Das Fernsehgeschäft ist hektisch, die vielen Verhandlungen oft nervenaufreibend: Wie laden Sie privat eigentlich Ihre Batterien immer wieder auf?

Tim Werner: Ich verbringe meine Wochenenden in den hohen Bergen. München bietet sich in dieser Hinsicht ja wunderbar an.

Tim Werner, Vorstandsmitglied der Mainstream Media AG und ein enger Mitarbeiter von TV-Unternehmer Gottfried Zmeck, wurde 2011 in den Vorstand befördert. Für Mainstream Media baute er unter anderem 2008 den Pay-Sender Romance TV auf und half bei der Expansion der Sendermarken in den osteuropäischen Raum. Zuvor wirkte der kresskopf lange für die ZDF-Tochter ZDF Enterprises.

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