Startup-Messe Bits & Pretzels lässt Partnerschaft mit Kevin Spacey ruhen

 

Die Vorwürfe gegen Kevin Spacey sorgen auch bei der Münchner Startup-Messe Bits & Pretzels für Aufruhr: Wie die Organisatoren nach einer kress.de-Anfrage über ihren großen Verteiler erklären, verzichten sie ab sofort darauf, den bekannten Schauspieler als Botschafter einzusetzen.

Grund sind Vorwürfe von mehreren Schauspielern, die dem Oscar-Preisträger in den vergangenen Tagen vorgeworfen haben, sie sexuell belästigt zu haben. Spacey, aktuell bekannt vor allem aus der Serie "House of Cards", ist einer von mehreren Hollywood-Stars, die sich derzeit mit Vorwürfen der sexuellen Belästung und des Missbrauchs konfrontiert sehen.

In der offiziellen Erklärung, die die Messe-Organisatoren Bernd Storm, Andreas Bruckschlögl und Felix Haas persönlich gezeichnet haben, betonen sie, dass sie über das "angebliche Verhalten" von Kevin Spacey "schockiert" gewesen seien: "Wir haben Kevin Spacey als treuen Geschäftspartner kennengelernt, der uns oft persönlich geholfen hat und mit uns die große Vision von Bits & Pretzels teilt. Ohne ihn wäre Bits & Pretzels nicht da, wo es heute ist."

Offensichtlich ist der Druck in der Öffentlichkeit aber zu groß, um an Spacey festzuhalten: "In Anbetracht der Vorwürfe gegen Herrn Spacey haben wir entschieden, dass er derzeit kein geeigneter Botschafter für Bits & Pretzels ist und wird seine Partnerschaft aussetzen, bis mehr Fakten verfügbar sind."

In den vergangenen Tagen hatte bereits Netflix die Dreharbeiten von "House of Cards" ausgesetzt. Die Entscheidung in München macht aber auch deutlich, welchem Druck die Macher der Münchner Gründermesse in den vergangenen Tagen ausgesetzt waren.

Spacey war erst im September einer der umjubelten Stargäste bei Bits & Pretzels, auf dem Oktoberfest zeigte er sich mit den jungen Messe-Gründern, feierte mit ihnen bis in den frühen Morgen.

Zu den weiteren Rednern der Messe neben Kevin Spacey gehörten unter anderem der Entertainer Stefan Raab, die Wirtschafts-Professorin und Multi-Aufsichtsrätin Ann-Kristin Achleitner, Fußball-Experte Oliver Kahn, der frühere Nationalspieler Philipp Lahm oder die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.

An der Gesellschaft, die die Gründer-Messe veranstaltet, bleibt Spacey offenbar beteiligt. Zumindest haben die Hauptorganisatoren der Bits & Pretzels nicht erklärt, dass Spacey seine Anteile wieder abgibt.

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