"Schwäbische"-Geschäftsführer Kurt Sabathil: "Keine langfristige wirtschaftliche Perspektive"

 

An diesem Donnerstag meldete kress.de, dass die "Schwäbische Zeitung" ihre Lokalredaktionen in Markdorf, Meßkirch und Pfullendorf zum Jahresende einstellen wird. Nach kress.de-Infos sieht Geschäftsführer Kurt Sabathil für die Lokalausgaben schlichtweg "keine langfristige wirtschaftliche Perspektive".

Nach "20 Jahren engagiertem Journalismus vor Ort wird sich die Schwäbische Zeitung zukünftig am Bodensee auf ihre ursprünglichen Verbreitungsgebiete konzentrieren", heißt es in einem mit "Interner Meldung" betiteltem Rundschreiben, das unserer Redaktion vorliegt.

Die Entscheidung, die lokalen Ausgaben zuzusperren, sei dem Haus nicht leichtgefallen, betont Sabathil. So konnten zwar zahlreiche Abonnenten von der Qualität überzeugt werden, doch das reiche nicht. Sabathil verspricht: Die Redakteure und Mitarbeiter der drei Standorte erhalten unternehmensinterne Jobangebote, mit denen die Nachbarredaktionen gestärkt werden. 

Es liege nicht an den beteiligten Teams, warum die Zeitung den Rückzug antrete, betont Sabathil: ""Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Sie haben jederzeit sehr gute Arbeit geleistet und auf hohem journalistischem Niveau berichtet." Die Zeitung bleibe aber natürlich vor Ort präsent, so sollen die wichtigsten Themen der Gemeinden auch weiterhin in der "Schwäbischen Zeitung" thematisiert werden; dafür sollen nach unseren Infos lokale Reporter sorgen, die aus den benachbarten Lokalredaktionen auch aus aus Markdorf, Meßkirch und Pfullendorf berichten sollen.

Die "Schwäbische Zeitung" bleibe mit 19 Lokalredaktionen weiterhin die größte und auflagenstärkste Tageszeitung in Baden-Württemberg: "Um unsere gute Marktposition nachhaltig zu festigen, werden wir auch weiterhin kontinuierlich in die Qualität unserer journalistischen Produkte investieren", verspricht Sabathil. So werde die Berichterstattung in Friedrichshafen und am Stammsitz in Ravensburg deutlich ausgebaut. Ab Januar werde der Mindestumfang der Zeitung auf 32 Seiten steigen.

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