Christian Krug hält den "Stern" erfolgreich auf Kurs

 

Christian Krug ist Vollblutjournalist. Seit Oktober 2014 leitet er den "Stern" – doch verbunden ist der 52-Jährige Deutschlands bekanntester Illustrierter schon mehr als sein halbes Leben lang. Bei den kress Awards ist Christian Krug nominiert als Chefredakteur des Jahres.

kress-Hinweis: Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

Nach einer Ausbildung zum Werbekaufmann und einer zweijährigen Tätigkeit bei der "Hamburger Morgenpost" stieg Krug 1989 beim "Stern" ein. Damals holte ihn Herbert Riehl-Heyse während seines Zwischenspiels als "Stern"-Chefredakteur nach München, wo Krug zunächst eine Stelle als Inlandskorrespondent antrat. Es folgten Stationen als stellvertretender Ressortleiter und Reporter.

Der "Stern" hat Christian Krug, der aus einer Journalistenfamilie stammt, nie wirklich losgelassen – auch wenn er im Laufe seines Werdegangs etliche leitende Positionen bei Konkurrenz- und Schwestermedien innehatte. So war Krug in den 90er Jahren als Redaktionsleiter von Spiegel-TV und Leiter „Digitale Tageszeitungen“ beim Spiegel Verlag tätig, bevor er 1999 zum "Stern" zurückkehrte und das Ressort "Deutschland Aktuell" übernahm. Die Tätigkeit war nicht von Dauer. Er und der damalige "Stern"-Chef verstanden sich nicht, heißt es. Krug ging zur Verlagsgruppe Milchstrasse, wurde Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift "Max". Zusätzlich leitete er die Entwicklungsredaktion der Verlagsgruppe.

Seit dem Jahr 2009 ist Christian Krug wieder fester Bestandteil der journalistischen Führungsriege bei Gruner + Jahr. Nachdem er zunächst die Lufthansa Magazine verantwortete, trat er 2012 die Nachfolge des langjährigen "Gala"-Chefredakteurs Peter Lewandowski an. Zwei Jahre später wechselte er an die Spitze des "Stern" – und stellte erst einmal einiges um: Große Stücke bekamen mehr Platz, die Optik wurde opulenter, das Themenspektrum breiter. "Eine gute Stern-Story", sagte Krug 2015 im Gespräch mit kress.de, "ist in aller Regel geprägt vom Talent des Reporters, der sie recherchiert und schreibt. Dabei ist es mir wichtig, dass im Stern viele unterschiedliche Stimmen zu hören sind."

Auch wenn der Kampf um die Auflage hart ist und der "Stern" nach guten Entwicklungen zuletzt wieder Einbußen hinnehmen musste, gelingt es Christian Krug und seinem Team, die große ehrwürdige Zeitschrift immer wieder ins Gespräch zu bringen, jung zu halten und mit Heft-Auskopplungen wie "Stern Crime", großen Geschichten und Scoops aufzuwarten. Einen Knaller landete Krug im Januar dieses Jahres, als Sigmar Gabriel ganz Deutschland mit der Nachricht überraschte, auf die Kanzlerkandidatur zu verzichten – exklusiv im "Stern".

Christian Krug ist in der Kategorie Chefredakteur des Jahres nominiert.

Begründung kress: Landete mit dem Gabriel-Interview einen der Scoops des Jahres. Etablierte Stern-Crime als Line-Extension. 

Zur Wahl Chefredakteur/in des Jahres stehen außerdem:

Andreas Cichowicz, NDR: Setzte als Teil der Recherche-Allianz (mit SZ und WDR) die Themen 2017, souveräne Moderationen im Wahlkampf. 

Birgit Wentzien, Deutschlandfunk: Führt das wichtigste Info-Hörfunk-Angebot. Im Wahlkampf einer der Agendasetter. 

 

Daniel Steil, Focus Online: Greift nach der Marktführerschaft im Digitalen. Bietet Regionalverlagen Kooperationen an.

Florian Harms, T-Online: Arbeitet daran, dem einstigen Email-Dienst eine publizistische Stimme zu verleihen. 

Georg Anastasiadis, Münchner Merkur: Gibt seinem Titel durch pointierte Kommentare ein eigenes Profil.

Jörg Quoos, Funke Mediengruppe: Hat die Redaktion zu einem Informations- und Meinungsführer des Hauptstadtjournalismus gemacht.

Kurt Kister und Wolfgang Krach, Süddeutsche Zeitung: Bestimmten mit den Panama und Paradise Papers die Agenda. Halten Qualität der "SZ" auf hohem Level. 

Michael Bröcker, Rheinische Post: Zeigt sich innovationsfreudig, besetzt mit seiner Redaktion das Trendthema Audio, auch mit einem persönlichen Podcast. 

Robert Pölzer, Bunte: Überzeugt als Nachfolger von Patricia Riekel durch gutes Gespür für die Zielgruppe.

Mitmachen und wählen!

Ihre Stimme für die kress Awards können alle Empfänger eines kress-Newsletters abgeben und alle, die ein Profil in der Datenbank hinterlegt haben. Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

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