Bei Funke hat Jörg Quoos seine Bestimmung gefunden

 

Bei den kress Awards ist Jörg Quoos, Chefredakteur der Funke Zentralredaktion in Berlin, als Chefredakteur des Jahres nominiert.

kress-Hinweis: Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

Sein kurzes Zwischenspiel als "Focus"-Chefredakteur 2013/14 ist schon fast in Vergessenheit geraten: Jörg Quoos, profilierter Politikjournalist, hält inzwischen seit fast drei Jahren die Fäden der Funke-Zentralredaktion fest in der Hand, die er seit Anfang 2015 mit großem strategischem Geschick in der Hauptstadt aufgebaut hat.

Den Vergleich zur überregionalen Konkurrenz brauchen die Funke-Zeitungen nicht mehr zu fürchten: Mit rund 70 Mitarbeitern ist die Redaktion in der Hauptstadt präsent und beliefert von dort aus zwölf große Regionalzeitungen in fünf Bundesländern mit überregionaler Berichterstattung, darunter das Hamburger Abendblatt", die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" und die "Thüringer Allgemeine". Zugleich bedient sich die Zentraleinheit der lokalen Expertise aus den Redaktionen und stellt relevante Inhalte aus einzelnen Regionen dem gesamten Pool zur Verfügung. Auch die Panorama- und Wissen-Seiten der Funke-Titel werden in Berlin erstellt.

Jörg Quoos, geboren 1963, absolvierte sein Volontariat bei der "Rhein-Neckar-Zeitung" in Heidelberg. Im Jahr 1990 wechselte er zur "B.Z." nach Berlin. Den überwiegenden Teil seines beruflichen Werdegangs verbrachte Quoos bei der "Bild"-Gruppe, wo er von 1992 bis 2013 arbeitete, stetig an Verantwortung dazugewann und bis zum Stellvertreter des damaligen "Bild"-Chefredakteurs Kai Diekmann aufstieg. Anfang 2013 nahm er die Herausforderung an, das schwächelnde Burda-Flaggschiff „Focus“ als Chefredakteur wieder in ruhigere Gewässer zu lenken, wurde jedoch im Oktober 2014 bereits wieder von dieser Aufgabe entbunden.

Bei Funke scheint er nun seine Bestimmung gefunden zu haben. Beständig baut Jörg Quoos sein Hauptstadtteam weiter aus. Zuletzt holte er Tim Braune von der "dpa" als neuen Chefreporter Politik in sein Team, der zum Jahreswechsel starten wird. Auch dem journalistischen Tagesgeschäft bleibt Quoos verbunden: Bundespräsident Steinmeier gewährte ihm nur wenige Wochen nach seiner Amtseinführung das erste Interview seiner Amtszeit. Auch in regelmäßigen Kommentaren meldet sich der Funke-Chef persönlich zu Wort.

Jörg Quoos ist in der Kategorie Chefredakteur des Jahres nominiert. 

Begründung kress: Hat die Redaktion zu einem Informations- und Meinungsführer des Hauptstadtjournalismus gemacht. 

Zur Wahl Chefredakteur/in des Jahres stehen außerdem:

Zur Wahl Chefredakteur/in des Jahres stehen:

Andreas Cichowicz, NDR: Setzte als Teil der Recherche-Allianz (mit SZ und WDR) die Themen 2017, souveräne Moderationen im Wahlkampf. 

Birgit Wentzien, Deutschlandfunk: Führt das wichtigste Info-Hörfunk-Angebot. Im Wahlkampf einer der Agendasetter. 

Christian Krug, Stern: Landete mit dem Gabriel-Interview einen der Scoops des Jahres. Etablierte Stern-Crime als Line-Extension.

Daniel Steil, Focus Online: Greift nach der Marktführerschaft im Digitalen. Bietet Regionalverlagen Kooperationen an.

Florian Harms, T-Online: Arbeitet daran, dem einstigen Email-Dienst eine publizistische Stimme zu verleihen. 

Georg Anastasiadis, Münchner Merkur: Gibt seinem Titel durch pointierte Kommentare ein eigenes Profil.

Kurt Kister und Wolfgang Krach, Süddeutsche Zeitung: Bestimmten mit den Panama und Paradise Papers die Agenda. Halten Qualität der "SZ" auf hohem Level. 

Michael Bröcker, Rheinische Post: Zeigt sich innovationsfreudig, besetzt mit seiner Redaktion das Trendthema Audio, auch mit einem persönlichen Podcast. 

Robert Pölzer, Bunte: Überzeugt als Nachfolger von Patricia Riekel durch gutes Gespür für die Zielgruppe.

Ihre Stimme für die kress Awards können alle Empfänger eines kress-Newsletters abgeben und alle, die ein Profil in der Datenbank hinterlegt haben. Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

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