Andreas Cichowicz behält die ARD-Nachrichtenlage im Blick

 

Ein Schwabe in Norddeutschland: Seit 14 Jahren ist Andreas Cichowicz, gebürtig aus Plochingen am Neckar, Chefredakteur des NDR Fernsehens und seit 2010 auch dessen stellvertretender Programmdirektor. Bei den kress Awards ist Andreas Cichowicz nominiert als Chefredakteur des Jahres.

kress-Hinweis: Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

Volontiert hat der 56-Jährige bei der "Vaihinger Kreiszeitung". Im Anschluss, das war 1986, arbeitete er als Redakteur, Reporter und Chef vom Dienst für den Süddeutschen Rundfunk. Prägende Jahre verbrachte Cichowiczs in den 90ern als Leiter des ARD-Studios für das südliche Afrika in Johannesburg und anschließend als Studioleiter und TV-Korrespondent in Kairo. Er interviewte beispielsweise Südafrikas Präsidenten Nelson Mandela und den Palästinenserführer Jassir Arafat. Viele Tage und unzählige Tassen Tee, erzählte er einmal, habe er mit Warten in Arafats Vorzimmer verbracht, bis er zufällig mit den Lieblingskeksen des Präsidenten auftauchte. Dann sei alles sehr schnell gegangen.

Ohne Geduld und Gelassenheit geht in der arabischen Welt nichts. Beide Eigenschaften hat Andreas Cichowicz sich bis heute bewahrt. Umsichtig lenkt er den NDR, zu dem er im Jahr 2000 als "Panorama"-Redakteur und "Weltspiegel"-Moderator kam. Unter seiner Leitung entsteht etwa der Talk "Anne Will". Auch bei seinen eigenen Live-Moderationen lässt sich der 56-Jährige nicht aus der Ruhe bringen. Im Superwahljahr 2017 fühlte er gemeinsam mit Sonia Mikich dem Kanzlerkandidaten Martin Schulz und der Amtsinhaberin Angela Merkel in den ARD-"Wahlarenen" auf den Zahn. Zusätzlich präsentierte er im NDR die entscheidenden TV-Duelle vor den Wahlen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Der Norddeutsche Rundfunk erreicht mit seinen Landesmagazinen ansehnliche Marktanteile in den jeweiligen Sendegebieten. Im Durchschnitt beträgt der Marktanteil aller Landesprogramme im Sendegebiet des NDR 23,1 Prozent. Auch die beliebteste Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen, die "Tagesschau", wird beim NDR produziert. Die Hauptausgabe um 20 Uhr erreicht täglich rund zehn Millionen Zuschauer.

Andreas Cichowicz ist in der Kategorie Chefredakteur des Jahres nominiert.

Begründung kress: Setzte als Teil der Recherche-Allianz (mit SZ und WDR) die Themen 2017, souveräne Moderationen im Wahlkampf.

Zur Wahl stehen Chefredakteur des Jahres stehen außerdem: 

Birgit Wentzien, Deutschlandfunk: Führt das wichtigste Info-Hörfunk-Angebot. Im Wahlkampf einer der Agendasetter. 

Christian Krug, Stern: Landete mit dem Gabriel-Interview einen der Scoops des Jahres. Etablierte Stern-Crime als Line-Extension.

Daniel Steil, Focus Online: Greift nach der Marktführerschaft im Digitalen. Bietet Regionalverlagen Kooperationen an.

Florian Harms, T-Online: Arbeitet daran, dem einstigen Email-Dienst eine publizistische Stimme zu verleihen. 

Georg Anastasiadis, Münchner Merkur: Gibt seinem Titel durch pointierte Kommentare ein eigenes Profil.

Jörg Quoos, Funke Mediengruppe: Hat die Redaktion zu einem Informations- und Meinungsführer des Hauptstadtjournalismus gemacht.

Kurt Kister und Wolfgang Krach, Süddeutsche Zeitung: Bestimmten mit den Panama und Paradise Papers die Agenda. Halten Qualität der "SZ" auf hohem Level. 

Michael Bröcker, Rheinische Post: Zeigt sich innovationsfreudig, besetzt mit seiner Redaktion das Trendthema Audio, auch mit einem persönlichen Podcast. 

Robert Pölzer, Bunte: Überzeugt als Nachfolger von Patricia Riekel durch gutes Gespür für die Zielgruppe.

Mitmachen und wählen! 

Ihre Stimme für die kress Awards können alle Empfänger eines kress-Newsletters abgeben und alle, die ein Profil in der Datenbank hinterlegt haben. Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

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